News-Archiv

Frohe Weihnachten und alles Gute für 2019

12/2018 - Das Team der Steuerberatungskanzlei Huesmann & Pfingstmann wünscht allen Mandanten, Kunden, Geschäftspartnern und Freunden eine schöne Adventszeit, fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir freuen uns auf viele weitere nette Kontakte in 2019.


Verbraucherzentrale: "Vorfälligkeitsentschädigung bleibt Lizenz zur Abzocke"

12/2018 - Am 5. November 2018 haben das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) und das Bundesfinanzministerium (BMF) den Bericht ihrer Arbeitsgruppe Vorfälligkeitsentschädigung vorgestellt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisiert, dass die beiden Ministerien keine Handlungsempfehlungen entwickelt haben. Eine Neuregelung bei der Umsetzung der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie sei jedoch überfällig.

„Die Kreditwirtschaft nutzt die Vorfälligkeitsentschädigung als Lizenz zur Abzocke. Damit muss endlich Schluss sein“, sagt Dorothea Mohn, Leiterin Team Finanzmarkt beim vzbv.

Verbraucher dürfen nicht bestraft werden
Wenn Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Immobilie vorzeitig verkaufen müssen, dürfen sie ihren Kredit früher zurückzuzahlen. Nach den Regelungen der neuen EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie dürfen Banken und Sparkassen dabei nicht mehr abrechnen, als tatsächlich an Kosten aus der vorzeitigen Rückzahlung anfällt. „Verbraucher zahlen vorzeitig zurück, weil sie umziehen müssen. Sie dürfen dafür keinesfalls finanziell bestraft werden. Das verbietet wortwörtlich auch die Richtlinie“, so Mohn.

Neuregelung dringend nötig
Der Vorfälligkeitsbericht der Bundesregierung belegt jedoch nun, dass es momentan weder ein transparentes, noch ein zweifelsfrei zulässiges Abrechnungsverfahren zur Vorfälligkeitsentschädigung gibt. Zahlreiche offene Streitfragen in Bezug auf die bisherige Praxis der Kreditwirtschaft wurden im Bericht durch die beteiligten Experten identifiziert. Im Bericht ist auch ein neues Berechnungsverfahren enthalten, das dafür sorgen würde, dass Verbraucher keine überhöhten Abrechnungen mehr erhalten. Das Verbraucherschutzministerium greift dies aber nicht auf. „Die Vorgaben des neuen EU-Rechts werden bis heute nicht erreicht. Das ist unhaltbar, schädigt Verbraucher und begünstigt die Interessen von Banken und Sparkassen“, so Mohn. „Es ist inakzeptabel, dass das BMJV und das beteiligte BMF nur den Status Quo feststellen.“ Eine Reform der Vorfälligkeitsentschädigung und ein konkreter Gesetzesvorschlag seien dringend erforderlich.


Wohngebäudeversicherung: Viele Policen haben gefährliche Lücken

12/2018 - Von 108 Tarifen in der Wohngebäudeversicherung bekommen 51 ein mangelhaft, weil sie die Zahlung bei Schäden nach grober Fahrlässigkeit kürzen und die Kunden damit auf einem existenzgefährdenden Risiko sitzen lassen. Dass es auch anders geht, zeigen die 42 Policen, die die Zeitschrift Finanztest mit sehr gut bewertet hat. Sie zahlen nach einem Totalschaden auch bei grober Fahrlässigkeit voll.

Eine Wohngebäudeversicherung braucht jeder Hausbesitzer. Sie greift bei Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel oder Leitungswasser und bei Elementarschäden etwa durch Überschwemmung. Auch der Hausbesitzer kann durch grobe Fahrlässigkeit Schäden verursachen: Er vergisst etwa die Kerzen auf dem Adventskranz oder einen Topf auf dem Herd. Mehr als die Hälfte der Tarife im Test Wohngebäudeversicherung deckt dieses Risiko nicht vollständig ab.

Daneben hält die Stiftung Warentest weitere Leistungen für wichtig, zum Beispiel Abbruch- und Aufräumkosten, Mehrkosten durch behördliche Auflagen oder Dekontamination des Erdreichs. „Vor allem Hausbesitzer, die schon seit Jahren eine Wohngebäudeversicherung haben, sollten unbedingt prüfen, ob der Deckungsschutz ausreichend ist“, sagt Annegret Jende, Versicherungsexpertin bei der Stiftung Warentest, „viele ältere Verträge haben gefährliche Lücken“.

Beim Preis gibt es große Unterschiede je Wohnort. Eine sehr gute Police kostet für einen Altbau in Magdeburg 341 Euro, für den gleichen Altbau in Münster kostet das günstigste sehr gute Angebot 505 Euro im Jahr.

Der Test Wohngebäudeversicherung sowie Informationen zu den wichtigsten Leistungen, die die Versicherung bieten sollte, finden sich in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/wohngebaeudeversicherung.



Nachhaltige Geldanlage: Auch mit gutem Gewissen sind gute Renditen möglich

12/2018 - ETF liegen im Trend, doch mit diesen Fonds investiert man sein Geld auch in Rüstung, Atomkraft oder in die Tabakindustrie. Wer ethisch und ökologisch korrekt anlegen möchte, kann in nachhaltige ETF und bei nachhaltigen Banken investieren, empfiehlt Finanztest. Mit dem passenden Portfolio waren in den letzten fünf Jahren Renditen von mehr als sechs Prozent pro Jahr möglich.

Groß ist das Angebot ethischer ETF noch nicht. Nur zwei nachhaltige ETF, die den Weltaktienmarkt abbilden, sind älter als fünf Jahre.

In diesen fünf Jahren kostete das gute Gewissen ein wenig Rendite. So ergab ein nachhaltiges Portfolio, ein Mix aus einem nachhaltigen Welt-Aktien-ETF mit nachhaltigem Tagesgeld, eine Rendite von 6,4 Prozent pro Jahr. Zum Vergleich: Das konventionelle Welt-Aktien-Investment erbrachte gemischt mit Tagesgeld 6,7 Prozent pro Jahr. Doch das muss nicht immer so bleiben. In den letzten drei Jahren schnitt die nachhaltige Variante sogar etwas besser ab als die konventionelle.

Mit rund 400 bzw. 500 Werten streuen die nachhaltigen ETF ihre Anlagen nicht so breit wie der MSCI World mit gut 1600 Werten, aber die Streuung ist immer noch breit. Die beiden ETF folgen dem Best-In-Class-Prinzip: Nur die nachhaltigsten Unternehmen einer Branche sind darin vertreten. Bestimmte Firmen wie Waffenproduzenten werden komplett aussortiert.

Die vollständigen Berechnungen, eine Übersicht über die geeigneten ETF, deren ethische Ausschlusskriterien und wo man sie günstig kaufen kann, sowie Infos zu den ethischen Banken, die Tagesgelder mit positiver Rendite anbieten, all das findet sich in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und unter www.test.de/oeko-fonds.



vzbv klagt gegen Volkswagen

11/2018 - Am 1. November 2018 trat das Gesetz zur Einführung einer Musterfeststellungsklage in Kraft. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) will das neue Instrument umgehend nutzen: In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November haben Vertreter des vzbv die Klageschrift gegen die Volkswagen AG beim Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig eingereicht.

 

„Volkswagen hat betrogen und schuldet geschädigten Verbraucherinnen und Verbrauchern dafür Schadensersatz. Das wollen wir nun gerichtlich feststellen lassen“, so Klaus Müller, Vorstand des vzbv.

 

Klage hemmt Verjährung

Die Klage für den vzbv führen wird die Kanzlei R|U|S|S Litigation ein Zusammenschluss der Gesellschafter der Kanzleien Dr. Stoll & Sauer und Rogert & Ulbrich. „Verbraucher können sich einer Musterfeststellungsklage kostenlos anschließen, sie wirkt verjährungshemmend und ihnen droht kein Prozesskostenrisiko“, so die Anwälte. Mit einem Urteil zugunsten der Betroffenen stiege zudem der Druck auf den Volkswagen-Konzern, Betroffenen endlich finanziell entgegenzukommen.

 

„Autofahrer wurden von Volkswagen lange genug hingehalten. Jetzt reicht’s“, so Müller. Für die erste Musterfeststellungsklage setzt der vzbv auf ein starkes Bündnis mit dem ADAC. „Das Interesse unserer Mitglieder an der Musterfeststellungsklage ist riesig. Es ist deshalb wichtig, dass möglichst schnell Klarheit geschaffen wird, welche Ansprüche den betroffenen Autobesitzern tatsächlich zustehen“, ergänzt Dr. August Markl, Präsident des ADAC.

 

Noch kein Handlungsbedarf für Verbraucher

Noch können betroffene Verbraucher nicht selbst aktiv werden, denn das Gericht muss die Klageschrift zunächst prüfen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Klage in dem Klageregister des Bundesamtes für Justiz (BfJ) öffentlich bekannt gemacht. Erst dann können sich Verbraucher in das Register eintragen und sich damit der Klage anschließen.

 

„Wir sehen der Klage sowohl mit Optimismus, als auch Respekt entgegen. Es ist gut, dass sich endlich etwas bewegt“, so Müller.

 

Alle Informationen zur Klage finden Sie unter www.musterfeststellungsklagen.de. Auf der Webseite finden Sie auch Antworten auf häufig gestellte Fragen sowie die Möglichkeit, einen News-Alert zu abonnieren.


Mitarbeiterbenefits: Welche Zusatzleistungen Fachkräfte wirklich wollen

11/2018 - Ein attraktives Gehalt, ein sicherer Job und die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln - laut einer aktuellen Studie sind das die drei wichtigsten Kriterien bei der Entscheidung für einen neuen Job. Die Online-Jobplattform StepStone hat rund 30.000 Fach- und Führungskräfte in Deutschland zu ihren Präferenzen bei der Jobsuche befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass auch zusätzliche Arbeitgeberleistungen die Beliebtheit eines Arbeitgebers steigern können. Für sieben von zehn Befragten sind attraktive Mitarbeiterbenefits ein wichtiger Faktor bei der Stellensuche. Doch welche Angebote wünschen sich Fachkräfte wirklich? Und welche Benefits sind eher unwichtig?

Finanzielle Zusatzleistungen am beliebtesten

 

Trotz der guten Arbeitsmarktlage legen Fachkräfte großen Wert auf Sicherheit. Das spiegelt sich auch in den Studienergebnissen wider: Finanzielle Arbeitgeberleistungen wie eine betriebliche Altersvorsorge sind für Jobsuchende mit Abstand am attraktivsten. Für Männer sind außerdem eine Gewinnbeteiligung und die Aussicht auf einen erfolgsabhängigen Bonus wichtige Argumente, sich bei einem Unternehmen zu bewerben. Frauen legen dagegen mehr Wert auf kostenfreie Getränke am Arbeitsplatz sowie Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge wie zum Beispiel Sport- und Fitnessprogramme. Doch auch bei den befragten Männern befinden sich diese Angebote unter den fünf beliebtesten Benefits.

 

Firmenwagen und Diensthandy nur für wenige interessant

Weniger relevant finden Fachkräfte laut StepStone-Studie ein Firmenhandy und die Möglichkeit, den Hund mit ins Büro nehmen zu können. Immerhin vier von zehn Befragten finden, eine Kantine bzw. ein Essenszuschuss und regelmäßige Mitarbeiterevents machen einen Arbeitgeber interessant. Für die Studie hat StepStone auch 5.000 Recruiter in Deutschland befragt: 78 Prozent von ihnen glauben, dass Angaben zu Zusatzleistungen die Bewerbungsabsichten von Jobsuchenden stark beeinflussen. Dennoch informiert nicht einmal die Hälfte der Unternehmen in ihren Stellenanzeigen über solche Angebote. "Viele Unternehmen verpassen damit die Chance, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren", sagt Philipp Löwer, Arbeitsmarkt-Experte bei StepStone. "Eine Stellenanzeige ist das Aushängeschild für Arbeitgeber und häufig der erste Kontaktpunkt zwischen Bewerber und Unternehmen. Sie sollte mehr als nur eine einfache Auflistung von Anforderungen und Aufgaben sein."

 

Die Studie "Jobsuche im Fokus" mit detaillierten Ergebnissen zum Jobsuchverhalten von Fachkräften in Deutschland steht hier zum kostenlosen Download bereit: https://bit.ly/2De7StV


 

Autoversicherung: Jetzt viel Geld sparen

11/2018 - Kaum eine Police bietet so viel Sparpotenzial wie die Autoversicherung. Wer jetzt vergleicht, kündigt und wechselt, kann mehrere Hundert Euro sparen. Finanztest zeigt die günstigsten Versicherer für Modellkunden, gibt zahlreiche Tipps zum Sparen und zum Wechsel der Autoversicherung. Ein individueller Preisvergleich ist außerdem online möglich. Die Analyse kostet 7,50 Euro.

 

Ein Familienvater kann für eine geeignete Autoversicherung nur 381 Euro im Jahr oder aber mehr als 900 Euro zahlen. Noch größer sind die Preisunterschiede für junge Fahrer – über 1.000 Euro im Jahr. Auch wer schon bei einem günstigen Anbieter ist, kann sparen, mitunter reicht ein Anruf beim Versicherer.

 

Autofahrer sollten weitere Sparmöglichkeiten nutzen. Ob die Haftpflichtversicherung reicht oder zusätzlich eine Kasko sinnvoll ist, hängt vor allem vom Wert des Autos ab. Für neue und teure Autos ist eine Vollkasko sinnvoll. Sie kostet im Schnitt 325 Euro pro Jahr. Bei älteren oder preiswerteren Autos reicht die Teilkaskoversicherung. Sie kostet im Schnitt 89 Euro. Für Autos bis 3.000 Euro Wert ist eigentlich nur noch der reine Haftpflichtschutz notwendig.

 

Finanztest gibt 13 weitere Spartipps und sagt, auf welche Leistungen Autofahrer nicht verzichten sollten.

 

Der Test Autoversicherung findet sich in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest. Online sind Test und Analyse unter www.test.de/autoversicherung abrufbar.


 

Finanztip-Studie: Immer noch 40 Prozent der Autofahrer schließen die Kfz-Versicherung direkt beim Versicherer ab

10/2018 - Wer ein eigenes Auto hat, braucht dafür eine Haftpflichtversicherung. Freie Wahl hat der Kunde aber, wenn es darum geht, wo er seine Versicherung abschließt - etwa beim Versicherungsvertreter oder über ein Vergleichsportal. Geschicktes Vergleichen verhilft dabei zu den besten Preisen. Eine aktuelle Studie des Verbraucher-Ratgebers Finanztip zeigt allerdings, dass fast 40 Prozent der Autobesitzer ihre Verträge in der Filiale des Versicherers oder beim Vertreter abschließen. Preisvergleich beinhaltet das nicht.

Mehr als 46 Millionen Pkw fahren derzeit laut Kraftfahrt-Bundesamt auf Deutschlands Straßen. 430 Euro im Jahr geben Autofahrer durchschnittlich für ihre Versicherung aus. Dabei könnten sie vermutlich deutlich günstiger wegkommen. Erstens sollten Sie den Versicherungsschutz vernünftig wählen: "Wer beispielsweise den Fahrerkreis zu groß angibt, zahlt drauf", erklärt Silke Kursawe, Expertin für Versicherungen bei Finanztip. "Je mehr Personen mit dem Auto fahren dürfen, desto teurer ist die Versicherung. Überlegen Sie also genau, wer wirklich mit Ihrem Auto fährt." Auch die Kilometerleistung sollte nicht fälschlich zu hoch angegeben sein. Wer bei den Versicherungsmerkmalen falsche Entscheidungen trifft, zahlt im Extremfall mehr als das Zehnfache.

 

Jährlich wechseln kann sich lohnen

Zweitens sollte ein Wechsel erwogen werden: Wer, wie jeder Fünfte, nicht wechselt, verpasst wahrscheinlich einen günstigeren Tarif. Der Grund: "Die Beiträge ändern sich aufgrund der Neueinstufung der Typ- und Regionalklassen jedes Jahr. Da kann es gut sein, dass ein anderer Versicherer eine geringere Risikoeinschätzung für mein Auto abgibt und deshalb einen besseren Preis bietet." Die Expertin rät, die Preise bereits im Oktober zu vergleichen. Denn bis Ende November haben Versicherte in der Regel die Möglichkeit zu wechseln.

 

Online können Versicherte leichter Preise vergleichen

Nur jeder Dritte schließt seine Kfz-Versicherung online ab. Fast 40 Prozent wählen hingegen den Weg über die Filiale des Versicherers oder den Versicherungsvertreter. Das beschränkt die Auswahlmöglichkeiten. "Der Versicherungsvertreter ist an seine Versicherung gebunden", erklärt Silke Kursawe, Versicherungsexpertin bei Finanztip. "Das kann teuer werden. Er kennt nur das Angebot seines Versicherers, und das wird nicht unbedingt das günstigste sein." Online hingegen ist ein Preisvergleich möglich.

Am günstigsten fährt, wer mehrere Portale kombiniert

Um den besten Weg zu einer günstigen Kfz-Versicherung zu finden, haben die Finanztip-Experten mit 32 Musterprofilen verschiedene Portale und Anbieter miteinander verglichen. Das Ergebnis: "Verbraucher sollten kombinieren. Wer bei Check24 oder Verivox nachgesehen hat und zusätzlich beim Versicherer HUK24, der nicht auf den Portalen vertreten ist, findet in allen Fällen Spitzenpreise", erklärt Kursawe. Mit dieser Strategie konnte in den Tests die durchschnittliche Abweichung vom besten Preis im günstigsten Fall auf unter 1 Prozent reduziert werden.

 

Viel-Wechsler sind eher online aktiv

Die meisten Viel-Wechsler wissen anscheinend schon, wo sie eher einen günstigen Preis bekommen. Denn unter den Befragten, die mindestens dreimal gewechselt haben, hat mehr als die Hälfte ihren Vertrag online abgeschlossen und nur 9 Prozent in der Filiale des Versicherers, beziehungsweise 13 Prozent bei einem Vertreter. Ganz anders sieht das bei den Versicherten aus, die noch nie gewechselt haben: Mehr als die Hälfte der Nicht-Wechsler hat seinen Vertrag direkt bei der Versicherung abgeschlossen - entweder direkt in der Filiale oder bei einem Vertreter. Nur 9 Prozent haben den Vertrag online abgeschlossen.

 

Für die Finanztip-Studie wurden mehr als 1.000 Verbraucher ab 18 Jahren befragt, die in einem eigenen Haushalt leben und eine Kfz-Versicherung besitzen. Die detaillierten Ergebnisse senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Weitere Informationen http://www.finanztip.de/kfz-versicherung/


Lost in Digitalization: Mitarbeiter oft unzureichend über Digitalstrategie ihrer Unternehmen informiert

10/2018 - Die Digitale Transformation von Unternehmen im deutschsprachigen Raum schreitet weiter voran. Doch während Strategie und Vision in vielen Unternehmen inzwischen formuliert, verstanden und mit messbaren Zielen hinterlegt sind, mangelt es noch an der Einbindung der Mitarbeiter. Zwar ist einem Großteil der Angestellten bekannt, dass es in ihrem Unternehmen eine Digitalstrategie gibt - fast die Hälfte empfindet diese allerdings als nicht transparent. Viele wissen weder, warum und wohin sich das Unternehmen mit der Digitalisierung verändern will, noch, welche Rolle sie selbst dabei spielen. Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle Digitalisierungsmonitor der Management- und Technologieberatung BearingPoint, der bereits zum dritten Mal in Folge durchgeführt wurde.

 

Es zeigt sich auch ein deutlicher Unterschied zwischen Führungspersonal und Mitarbeitern: Während sich die Mehrheit der Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung nicht ausreichend über die Digitalstrategie informiert fühlt, fehlt es Führungskräften deutlich seltener an Informationen. "Längst nicht alles, was Führungskräfte zu kommunizieren glauben, kommt auch bei den Mitarbeitern an", kommentiert Carsten Schulz, Partner bei BearingPoint, das Ergebnis und ergänzt: "Die Kommunikation erreicht offenbar einen Großteil der Führungskräfte, doch die Weitergabe an die Ebenen darunter gelingt nur teilweise. Das mag auch an den Einschränkungen der ausgewählten Kommunikationswege liegen." Deutliche Defizite gibt es zudem im Bereich Schulungen. So fehlt es in vielen Unternehmen noch an Weiterbildungsangeboten zur Digitalen Transformation und an der Vermittlung notwendiger Kompetenzen wie beispielsweise analytischer Fähigkeiten.

 

Veränderung zum Alltag machen

In vielen Bereichen der Digitalisierung kommen Unternehmen dagegen gut voran. Strategie und Vision sind im Vergleich zum Vorjahr inzwischen klar definiert und entsprechende Umsetzungsverantwortlichkeiten wurden festgelegt. Doch die Schere zwischen den Unternehmen öffnet sich: Beispielsweise wählten 42 Prozent der befragten Unternehmen zwar bereits einen der beiden höchsten Reifegrade aus, jedoch steht jedes fünfte Unternehmen bei der Entwicklung der Digitalstrategie noch recht am Anfang. "Wir sehen, dass es vornehmlich traditionellen Unternehmen, die älter als 21 Jahre sind, noch schwerfällt, ihre Visionen auf die Anforderungen der Digitalen Transformation auszurichten. Sie drohen somit, den Anschluss an die digitale Wirtschaft zu verlieren", sagt Alexander Broj, Partner bei BearingPoint.

 

Nachdem 2017 die Geschäftsmodellentwicklung bei den Studienteilnehmern im Vordergrund stand, sind es nun wieder technologische Aspekte, insbesondere hinsichtlich der Prozessoptimierung. "Nachholbedarf sehen wir noch im Bereich 'Veränderungen in der Unternehmenskultur und -struktur'. Dies wird zwar bereits seit dem ersten Digitalisierungsmonitor mehrheitlich als erfolgsrelevant angesehen, doch bildet dieser Bereich trotz Fortschritten bisher noch das Schlusslicht", ergänzt Broj.

Im Vergleich zu 2017 gab es innerhalb des letzten Jahres bei der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle und der Digitalisierung von Produkten oder Services hingegen wenig Fortschritt und im Bereich "Kanäle und Kundenkontakt" wurde gar ein Rückschlag verzeichnet. "Eine naheliegende Erklärung ist, dass die Unternehmen mittlerweile besser bewerten können, was in der Umsetzung gut funktioniert und was nicht", so Broj. "Die Anbindung an bestehende Unternehmensprozesse ist oftmals komplex. Bis alle Kanäle vollends integriert sind, die dann eine einheitliche Customer Journey ermöglichen, ist es noch ein langer Weg."

 

Datenschutz als Erfolgsfaktor

Bei der Entwicklung und Etablierung neuer digitaler Produkte und Services könnte sich der Datenschutz zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor entwickeln, da dies für Konsumenten der DACH-Region besonders wichtig ist. Bisher zeigt das Nutzungsverhalten, dass insbesondere die ältere Generation datenschutzrechtlichen Themen eher ausweicht und im Zweifelsfall lieber auf die Nutzung bestimmter Services verzichtet.

"Hier können Unternehmen ansetzen, indem sie ihre Datenschutzrichtlinien transparent gestalten und datenschutzrechtliche Aspekte durch den Konsumenten beeinflussbar machen. So lassen sich auch digital weniger affine Zielgruppen oder B2B-Kunden leichter überzeugen", erklärt Carsten Schulz. "Verständliche Informationen darüber, welche Daten erhoben werden und welche Bedeutung sie für ein Angebot haben, können das Vertrauen der Nutzer in digitale Anwendungen stärken und somit zu einem besseren Verständnis für den Wert und die Notwendigkeit von Daten beitragen."

 

Über die Studie

Die Studie "Lost in Digitalization", die im Vergleich zu den Vorjahren ein deutlich erweitertes Sample umfasst, wurde von Ende Mai bis Ende Juli 2018 durchgeführt. Für den Jahresvergleich wurden insgesamt 257 Mitarbeiter aus Unternehmen im deutschsprachigen Raum befragt. Mehrheitlich nahmen an der Befragung Führungskräfte mit Personalverantwortung aus der Finanzindustrie sowie von Produktions- und Logistikunternehmen teil, darüber hinaus wurden auch Mitarbeiter ohne Personalverantwortung befragt. Ergänzt wurde die turnusmäßige Erhebung durch zwei weitere Online-Befragungen, die im Juni 2018 stattfanden. Zum Themenschwerpunkt "Mitarbeiter" wurden 2.500 Mitarbeiter verschiedener Unternehmen und Branchen befragt. Die Befragung zum Thema "Konsumenten" zählte 2.603 Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum. Insgesamt zeichnet der Digitalisierungsmonitor damit ein repräsentatives Bild der Unternehmen, ihrer Mitarbeiter und Konsumenten.

 

Chatbots von Telekommunikationsfirmen: Von künstlicher Intelligenz keine Spur

10/2018 - Die Chat-Roboter der Telekommunikationsfirmen sind nicht intelligent, sondern eher dumm, überfordert und zickig. Das zeigt ein Test der Stiftung Warentest, die die Beratungsqualität von elf Anbietern per Telefon, Chat und Mail überprüft hat. Die Antworten der Chatbots gehen häufig völlig am Thema vorbei, oft verstehen sie gar nichts oder reagieren gereizt.

 

Ein Beispiel: Die Tester wollten wissen, was zu beachten sei, wenn man dem Patenkind sein altes Smartphone schenkt. Antwort von Chat-Roboter Julia von Vodafone (Kabel): „Sie glauben doch nicht, dass ich mich von Ihnen derart beschimpfen lasse!? Bitte unterlassen Sie es, so mit mir zu reden.“ Vermutlich hatte Julia das Wort „alt“ falsch interpretiert und gab sich beleidigt.

Schwacher Trost für die Maschinen: Auch die von echten Menschen betriebenen Live-Chats beraten unzureichend und bekommen alle das Testurteil Mangelhaft. Viele sind kurz angebunden, versuchen teilweise teure Tarife aufzuschwatzen oder geben falsche Antworten.

Ein wenig besser als die Chats schnitten die Telefonhotlines im Test ab. Allerdings gaben die Mitarbeiter auch hier lückenhafte oder völlig falsche Antworten. Unterm Strich schnitten acht der elf geprüften Hotlines befriedigend ab, O2 ist ausreichend, Vodafone und Pÿur sind mangelhaft.

Mit 1100 Testanrufen überprüfte die Stiftung Warentest auch die Wartezeiten der Telefonhotlines. Bis sich ein Hotline-Mitarbeiter persönlich meldet, vergehen im Schnitt meist eine bis sieben Minuten. In Einzelfällen warteten die Tester aber auch mehr als 60 Minuten.

 

Der vollständige Test findet sich in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/hotlines abrufbar.

 

Smart Company-Schnellcheck: Digitalisierungs-Test für Unternehmer

09/2018 - Wie smart ist mein Unternehmen? Mittelständler müssen die Zukunftsfähigkeit ihres Denkens und Handelns einschätzen können. Wirtschaft, Wissenschaft und Medien helfen erstmals vereint dabei. Das DUB Unternehmer-Magazin und KPMG haben gemeinsam mit den Hochschulen in Paderborn und Regensburg Deutschlands Smart Company-Schnellcheck gestartet.

Wo steht mein Unternehmen? Wie zukunftsfähig bin ich aufgestellt? Diese Fragen muss sich in Zeiten galoppierender digitaler Transformation so gut wie jeder deutsche Unternehmer stellen. Dennoch verzichten mehr als 75 Prozent darauf, in digitale Geschäftsmodelle zu investieren. Das belegt eine aktuelle Studie des Digitalverbands Bitkom. Damit droht ein großer Teil der deutschen Unternehmen den Anschluss zu verlieren - vor allem der Mittelstand ist betroffen.

Die Versetzung in die digitale Oberstufe erscheint gefährdet. Wie smart sind die Unternehmen in der (digitalen) Realität? Als Pisa-Test für den deutschen Mittelstand haben DUB Unternehmer-Magazin und KPMG Atlas in Kooperation mit der Universität Paderborn und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH) den Smart Company-Check entwickelt. "Wer die Digitalisierung negiert, verliert", warnt Jens de Buhr, Medienunternehmer und Herausgeber des DUB Unternehmer-Magazins.

Der Smart Company-Schnellcheck ermöglicht erstmals eine wissenschaftlich fundierte Selbsteinschätzung - als Basis für eine zukunftsgerichtete Digitalstrategie. "Die Vordenker in den Unternehmen müssen die Chancen des technologischen Wandels erkennen", betont Professor Dr. Thomas Liebetruth von der OTH.

So funktioniert der Smart Company-Schnellcheck: Einfach unter dub.de/schnellcheck 12 Fragen online beantworten - die Auswertung gibt es direkt im Anschluss. Jeder Teilnehmer erhält nicht nur sofort sein Zwischenzeugnis in Sachen Zukunft, sondern bekommt zusätzlich einen DUB Unternehmer-Mediengutschein im Wert von 45 Euro, um sich rund um die digitale Transformation regelmäßig inspirieren lassen zu können.

Wer bei der digitalen Standortbestimmung weiter in die Tiefe gehen will, sollte nach dem Schnellcheck auch an der großen Smart Company-Exzellenz-Analyse teilnehmen. Diese Premium-Variante des Smart Company-Checks mit gut 40 Fragen analysiert die Digitalkompetenz der Unternehmen und Zukunftsfähigkeit in den Details. Der Clou: Die smartesten Unternehmen werden prämiert. Der Preis für in dieser Disziplin herausragende Unternehmen wird auf der feierlichen Gala im Rahmen der Verleihung des Deutschen Exzellenz-Preises in Frankfurt vergeben.

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Girokonten: 23 von 270 Girokonten sind gratis

09/2018 - Bei einem Test von 270 Girokontomodellen fand die Zeitschrift Finanztest noch 23 Konten, die für den Modellkunden ohne Wenn und Aber kostenlos sind. Weitere knapp 70 sind günstig. “Wenn Sie für Ihr Girokonto mehr als 60 Euro im Jahr zahlen, sollten Sie das Konto wechseln“, sagt Heike Nicodemus, Finanzexpertin der Stiftung Warentest. Sparen können Kunden vor allem, wenn sie ihr Konto online führen.

 

Insgesamt 270 Kontomodelle von 119 Banken hat Finanztest für den diesjährigen Vergleich geprüft. Immerhin 23 Girokonten sind ohne Bedingungen gratis, die Tester fanden sogar Pakete aus Gratiskonto und Kreditkarte ohne Jahresgebühr. Wer ein höheres Gehalt oder einen monatlichen Geldeingang von oft 1000 Euro und mehr vorweisen kann, hat noch mehr kostenlose Girokonten zur Auswahl.

Neben der Jahresgebühr lohnt es sich, auf weitere Kosten zu achten. Jeden Extraservice lassen sich die Banken bezahlen. Für eine Überweisung mit Beleg werden bei vielen zwischen 0,20 und 4,90 Euro fällig. Das Abheben an einem Automaten, der nicht zur Bankengruppe gehört, kostet bis zu 5,95 Euro. Sogar für das Verschicken einer SMS-Tan berechnen einige Anbieter bis zu 10 Cent. Und auch der Telefonservice kann bis zu 3 Euro betragen, selbst wenn der Service per Sprachcomputer abgewickelt wird.

Der Test Girokonten findet sich in der September-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online unter www.test.de/girokonten abrufbar.



 

Niedrigzinsen nutzen, Baukredite schneller zurückzahlen

09/2018 - Die Bauzinsen sind auf einem historischen Tiefstand. Lagen sie vor zehn Jahren bei durchschnittlich 5 bis 6 Prozent pro Jahr, sind derzeit Konditionen von 1 bis 2 Prozent keine Seltenheit. Das ist nicht nur gut für Einsteiger, auch Bankkunden, die bereits eine langfristige Baufinanzierung abgeschlossen haben, können davon profitieren. Denn: Zehn Jahre nach der kompletten Auszahlung können alte Baudarlehen gekündigt werden. Und das ohne die sonst übliche Vorfälligkeitsentschädigung.

In der Regel beträgt die Kündigungsfrist für das alte Darlehen sechs Monate. Tipp: Es bietet sich an, Konditionen für ein Anschlussdarlehen nicht nur bei der bereits finanzierenden Bank zu erfragen. Ein Zinsvergleich kann sich für den Kunden lohnen. Idealerweise passt in solch einem Fall die bereits finanzierende Bank ihr Angebot an das der konkurrierenden Bank an. Ein nicht unerheblicher Punkt sollte allerdings bei einem Wechsel des finanzierenden Instituts bedacht werden: Entscheidet sich der Kunde, von seiner bisherigen Bank wegzugehen, so müssen der Kredit und seine Besicherung auf einen neuen Kreditgeber umgeschrieben werden. Die Kosten für eine dadurch erforderliche Grundbuchänderung sowie die Leistungen des Notars trägt der Bankkunde.

 


 

Immobilien: Der Preisauftrieb geht weiter

08/2018 - Häuser und Wohnungen werden immer teurer, auch im vergangenen Jahr setzte sich der Preisauftrieb unvermindert fort. Im vierten Quartal 2017 mussten Käufer von Eigentumswohnungen durchschnittlich 7 Prozent mehr zahlen als im Jahr zuvor. In Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln und Stuttgart fiel der prozentuale Zuwachs sogar zweistellig aus.

Die Zeitschrift Finanztest veröffentlicht die detaillierten Immobilienpreise und Mieten für 115 Städte und Kreise, die das Forschungsinstitut vdpResearch auf Basis realer Kauf- und Mietverträge ermittelt hat.

Auch die Mieten sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen – bundesweit allerdings nur halb so stark wie die Kaufpreise. Ähnlich war es schon in den Vorjahren. Die Kaufpreise laufen den Mieten daher immer mehr davon, vor allem in Groß- und Universitätsstädten.

Lohnt sich angesichts dieser Entwicklung noch der Kauf? Finanztest rät zu einem genauen Blick auf das Kaufpreis-Miete-Verhältnis. Übersteigt der Kaufpreis das 25-Fache der Jahresmiete, rechnet sich der Kauf nur noch, wenn der Wert der Immobilie weiter steigt. Mehr als das 30-Fache sollten Käufer auch in Großstädten nicht akzeptieren.

Auch wenn sich die Rahmenbedingungen insgesamt verschlechtert haben, kann sich der Kauf in einigen Lagen laut Finanztest dennoch lohnen – niedrige Zinsen und genug Eigenkapital vorausgesetzt.

Die vollständige Auswertung der Miet- und Kaufpreise findet sich in der August-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/immobilienpreise.


Jugendstudie 2018: Große Mehrheit der jungen Leute will mehr über Wirtschaft in der Schule lernen

08/2018 - Eine deutliche Mehrheit der Jugendlichen in Deutschland ist unzufrieden mit der schulischen Bildung zu wirtschaftlichen Themen. Das geht aus der heute vorgestellten Jugendstudie 2018 des Bankenverbands hervor. Demnach sagen 71 Prozent der befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland, dass sie in der Schule „nicht viel“ bis „so gut wie gar nichts“ über Wirtschaft lernen bzw. gelernt haben. „Die Jugendlichen stellen der Wirtschaftsbildung an deutschen Schulen ein schlechtes Zeugnis aus. Sie wünschen sich eindeutig mehr Informationen über Wirtschaft. Das ist ein klarer Appell an die Politik“, sagte Andreas Krautscheid, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes.

Laut Jugendstudie wünschen sich 84 Prozent der jungen Leute mehr Informationen über wirtschaftliche Zusammenhänge in der Schule. Zwei Drittel fordern sogar die Einführung eines eigenen Unterrichtsfachs. „Beim Schulfach Wirtschaft gibt es zwar Fortschritte in einzelnen Bundesländern, ein flächendeckendes, eigenständiges Schulfach gibt es bisher aber noch nicht. Die Politik muss hier ihre Anstrengungen deutlich erhöhen“, so Krautscheid.

Obwohl sich das Wirtschafts- und Finanzwissen der Jugend seit 2015 leicht verbessert hat, zeigt die repräsentative Umfrage noch weiterhin große Lücken auf: 82 Prozent der Befragten wissen nicht, wie hoch zurzeit ungefähr die Inflationsrate in Deutschland ist. 53 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen können nicht erklären, was „Rendite“ bedeutet. 67 Prozent geben an, keine Ahnung davon zu haben, was an der Börse passiert. Krautscheid: „Dies zeigt, dass Wirtschafts- und auch Finanzthemen kein Anhängsel in einem anderen Schulfach sein dürfen. Wirtschaft muss genau wie Mathematik oder Englisch systematisch gelehrt und gelernt werden. Und die Lerninhalte dürfen sich auch nicht auf Verbraucherthemen beschränken, sondern müssen ein breites ökonomisches Grundverständnis vermitteln.“

Größere Sorglosigkeit mit persönlichen Daten im Netz
Die allermeisten jungen Leute (90 Prozent) sehen Datenschutz als wichtig oder sehr wichtig an. In ihrem digitalen Alltag handeln sie aber nicht unbedingt danach: „Die Umfrage zeigt, immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene haben Bedenken, persönliche Daten im Netz preiszugeben“, stellte Krautscheid fest. Sicherlich spiele hier ein gewisser Gewöhnungseffekt eine Rolle. „Wir wissen auch aus anderen Umfragen, dass Banken in Bezug auf Datenschutz ein besonderes Vertrauen zukommt. Dieses Vertrauen ist für uns auch eine große Verantwortung, mit den Daten der jungen Kunden sorgsam umzugehen.“

Junge Leute kommen mit ihrem Geld aus und fast die Hälfte spart regelmäßig
Jugendliche und junge Erwachsene kommen nach der Studie mit ihrem Geld aus. Bei 42 Prozent bleibt nach eigenen Angaben regelmäßig etwas übrig. Fast die Hälfte (48 Prozent) der jungen Leute spart regelmäßig. Der durchschnittliche monatliche Sparbetrag liegt bei den 14- bis 17-Jährigen bei 83 Euro, bei den 18- bis 24-Jährigen über 200 Euro.

Überschuldung ist bei den Befragten im Alter von 14- bis 24-Jahren kein häufiges Problem. Lediglich 8 Prozent der Befragten sagen, dass sie überhaupt Schulden haben. Dabei haben sich die meisten bei ihren Eltern, Verwandten oder bei Freunden geringere Geldbeträge geliehen.

Zwei Drittel der jungen Generation hat eine positive Einstellung gegenüber Banken. „Erstmals seit der Finanzkrise gibt es einen leicht positiven Trend beim Bankenimage, zeigte sich Andreas Krautscheid erfreut: „Es bestehen aber auch hohe Erwartungen, so Krautscheit weiter: „Die jungen Menschen legen bei der Wahl ihrer Bank großen Wert auf eine sichere Geld- und Sparanlage, ein günstiges Konto und – inzwischen für zwei Drittel sogar „sehr wichtig“ – auf sicheres Online-Banking.

Die Jugend 2018 ist weniger zufrieden und zuversichtlich
85 Prozent der jungen Generation sieht sich als optimistisch und zufrieden, 2015 waren dies noch mindestens 90 Prozent. „Die Rückgänge bei der Lebenszufriedenheit und Zukunftsoptimismus sind nicht dramatisch, aber der Trend überrascht zunächst. Zumal sich auch die beruflichen Perspektiven der jungen Generation mit der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt verbessert haben“, so Krautscheid. Hier könnte sich eine gewachsene Unsicherheit der jungen Leute widerspiegeln in einer Zeit, die von zahlreichen politischen Umbrüchen geprägt sei.

Die repräsentative Studie zum Wirtschaftsverständnis, zur Finanzkultur und zur Digitalisierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat die GfK Marktforschung im Auftrag des Bankenverbandes durchgeführt. Im Mai/Juni 2018 wurden dafür 650 deutschsprachige 14- bis 24-Jährige telefonisch befragt.


 

TÜV Rheinland: In fünf Jahren rund 500 vernetzte Geräte in jedem Privathaushalt

08/2018 - Das Smart Home ist längst Realität, aber noch nicht Standard. International führende Experten von TÜV Rheinland gehen davon aus, dass sich das sehr schnell ändern wird: Bereits in fünf Jahren werden sich ihrer Einschätzung nach in jedem Privathaushalt rund 500 Geräte, Produkte, Anwendungen und Komponenten befinden, die internetfähig sind oder bereits mit dem Internet verbunden sind. Dies ist eine Prognose aus den Cybersecurity Trends 2018 von TÜV Rheinland, die der weltweit tätige Prüfdienstleister für Qualität und Sicherheit veröffentlicht hat. Das Problem: Viele dieser "smarten" Produkte und Anwendungen sind nicht ausreichend auf Datensicherheit und Cybersecurity überprüft.

Vernetzte Geräte sammeln Daten und tauschen sie aus

Zu den "smarten" vernetzten Geräten gehören Online-Steuerungssysteme für Rolladen, Licht oder Heizung ebenso wie Fernseher, Kühlschrank oder Rasenmähroboter, Mobiltelefon, Tablet-PC oder Babyphone. "Vernetzte Geräte müssen Daten sammeln und untereinander austauschen, damit sie funktionieren. Sonst sind diese nicht smart. Gleichzeitig müssen sie in Sachen Datensicherheit und gegen Cyber-Einbrüche gut gesichert sein", so Dr. Daniel Hamburg, als Leiter des "Center of Excellence Testing and Certification" bei TÜV Rheinland führender Experte für Produktprüfung und Cybersecurity. Er fordert unter anderem, dass Standards zur Prüfung von Gerätesicherheit um Prüfungen für Datensicherheit und Cybersecurity erweitert werden. "Sonst öffnen wir mit dem Smart Home einer neuen Art von Einbrechern Tür und Tor."

Cyber-Kriminelle: Neue Generation von Einbrechern

Tatsächlich gibt es bereits heute immer wieder Zwischenfälle, in denen es mit vergleichsweise einfachen Mitteln möglich ist, in Systeme und Produkte einzudringen, die mit dem Internet verbunden sind. Dies erfolgt beispielsweise über Schadsoftware oder über das WLAN. Zuletzt haben Experten von TÜV Rheinland beispielsweise in einem Versuch einen so genannten Wechselrichter einer Solarstromanlage gehackt. Dadurch wäre es möglich gewesen, verbundene Speichersysteme oder gar das Stromnetz selbst zu beeinträchtigen. Auch Alarmanlagen oder Überwachungssysteme wurden von Einbrechern bereits gehackt und ausgehebelt.

Auf Einhaltung von Vorschriften für Datenschutz achten

Damit Verbraucher bereits beim Kauf mehr Sicherheit haben können, ob Produkte und Systeme den aktuellen Anforderungen an Datenschutz und Online-Sicherheit entsprechen, fordern Experten unabhängige Prüfungen nach einheitlichen Standards.

Dr. Daniel Hamburg: "Seit 40 Jahren gibt es in Deutschland das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit von Produkten. Ähnliche Prüfzeichen benötigen wir jetzt für smarte Produkte, um geprüfte Datensicherheit und Cybersecurity für die Verbraucherinnen und Verbraucher auf einen Blick erkennbar zu machen. Das schafft eine Vergleichsmöglichkeit im Markt und sorgt für Vertrauen in die Hersteller." Entsprechende Prüfungen hat TÜV Rheinland seit 2017 entwickelt: Hierbei kontrollieren die Fachleute den Datenschutz und die Datensicherheit von Produkten beziehungsweise von Anwendungen, die mit diesen Produkten in Verbindung stehen. Denn mit einem internetfähigen Gerät ist fast immer auch ein Service verbunden, zum Beispiel die mobile und flexible Steuerung über ein Smartphone.

Beim Kauf neuer smarter Geräte sollten sich Verbraucherinnen und Verbraucher in jedem Fall auch über die Einhaltung von Datenschutzvorschriften informieren und nicht nur auf den Preis achten.

Cybersecurity Trends zum vierten Mal vorgestellt

Die Cybersecurity Trends von TÜV Rheinland sind 2018 zum vierten Mal erschienen. Sie wurden über mehrere Monate innerhalb eines internationalen Teams recherchiert und erstellt. Der Report basiert auf einer Umfrage unter führenden Fachleuten für Cybersecurity von TÜV Rheinland und den Erfahrungen von Unternehmen in Europa, Nordamerika sowie Asien. Dazu befragten die Fachleute auch Unternehmen und Organisationen verschiedener Branchen und analysierten weltweit Sicherheitsvorfälle des vergangenen Jahres.

Die Cybersecurity Trends 2018 geben Auskunft zu acht bedeutenden Entwicklungen rund um Datensicherheit, IT-Security, Datenschutz und Cyber-Kriminalität. Dazu zählen unter anderem die Auswirkungen der neuen Datenschutzbestimmungen innerhalb der Europäischen Union - Stichwort Datenschutzgrundverordnung -, der Trend zu biometrischen Erkennungssystemen im Alltag sowie der Aufbau künstlicher Intelligenz rund um Cybersecurity.

Die vollständigen Cybersecurity Trends 2018 stehen kostenfrei zur Verfügung und können unter www.tuv.com/cybersecurity-trends-2018 bei TÜV Rheinland heruntergeladen werden.

 


 

Gebühr für vorzeitige Kreditrückzahlung unzulässig

07/2018 - Zahlt ein Kunde seinen Immobilienkredit vorzeitig gegen eine Vorfälligkeitsentschädigung zurück, dürfen Banken nach Auffassung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) kein Entgelt dafür verlangen, die Vorfälligkeitsentschädigung zu berechnen. Die Landgerichte München und Dortmund erklärten entsprechende Preisklauseln der Münchener Hypothekenbank und der Kreissparkasse Steinfurt für unwirksam, nachdem der vzbv die Kreditinstitute verklagt hatte.

„Banken berechnen die Vorfälligkeitsentschädigung ausschließlich im eigenen Interesse“, sagt Jana Brockfeld, Rechtsreferentin vom vzbv. „Das ist jedoch keine Leistung für Kunden, die die Bank extra in Rechnung stellen darf.“

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Flugstorno: Steuern und Gebühren zurückfordern

07/2018 - Wer einen Flug nicht antritt, bekommt zwar nicht den Flugpreis zurück, kann aber Steuern und Gebühren einfordern. Wie das funktioniert, beschreibt die Zeitschrift Finanztest in ihrer Juli-Ausgabe.

Flugkunden können für nicht angetretene Flüge drei Jahre rückwirkend Steuern und Gebühren zurückverlangen. Sie sollten den Anspruch direkt bei der Airline geltend machen, auch wenn sie über Vermittler wie Fluege.de gebucht haben. Hilfreich ist dabei ein Musterbrief der Verbraucherzentrale.

Kunden von Lufthansa und Eurowings sind gut dran, denn beide Fluggesellschaften weisen Steuern und Gebühren vergleichsweise transparent aus. Kunden können die Erstattung per E-Mail, Fax oder Telefon einfordern, meist kommt das Geld reibungslos. Anders ist es bei ausländischen Billiganbietern. Ryanair zum Beispiel dröselt den Ticketpreis nicht auf, was gegen das Transparenzgebot der EU-Verordnung 1008/2008 verstößt.

Und Easyjet schließt in seinen Geschäftsbedingungen die Erstattung aus, wenn der Kunde den Flug aus persönlichen Gründen nicht antreten kann. Das Landgericht Frankfurt hält einen solchen Erstattungsausschluss jedoch für unwirksam. Einige Anbieter verlangen auch eine unzulässige „Verwaltungsgebühr“.

Wer keinen Rechtsanwalt beauftragen möchte, kann sich an den Stornodienstleister Geld-fuer-Flug.de wenden. Der Fluggast, der seinen Anspruch an den Dienst verkauft, erhält nicht 100 Prozent der Steuern und Gebühren wieder, sondern muss einen Risikoabschlag hinnehmen. Dafür kommt er schnell an sein Geld.

 

Ein Monat DSGVO: Panik hat sich gelegt

07/2018 - Einen Monat nach Inkrafttreten der neuen Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind viele Unternehmen noch immer mit der Umsetzung der neuen Richtlinien beschäftigt. "Vor allem Unternehmen unter 20 Mitarbeitern hatten den Stichtag 25. Mai unterschätzt - obwohl es bereits eine Übergangszeit für zwei Jahren gegeben hatte. Darüber hinaus ist vielen Unternehmen erst im vergangenen Monat bewusst geworden, dass es bei der Verordnung um mehr als die Double-Opt-In-Regel bei Werbemails geht, die ohnehin im Wettbewerbsrecht geregelt ist und jetzt lediglich verschärft wurde", erklärt Datenschutzexperte René Rautenberg von ERSecure. Zudem sollten Unternehmen nicht den Fehler begehen, die DSGVO auf Digitalthemen zu reduzieren, da die analoge Datenspeicherung ebenso betroffen ist.

Nach seinen Beobachtungen können kleinere Unternehmen unter entsprechender Anleitung den bürokratischen Teil der DSGVO-Anforderungen in etwa drei Personentagen umsetzen. "Es gibt einen Aufwand, der ist jedoch überschaubar", erklärt er. Der Experte rät, sämtliche Bereiche schrittweise an das neue Regelwerk anzupassen, in denen Daten von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten erfasst und verarbeitet werden. Rund 80 Prozent der Unternehmen können die schärferen Datenschutzregeln mit Hilfe einer entsprechenden Software beziehungsweise externen Datenschutzbeauftragten selbst realisieren.

Der Datenschutzbeauftragte warnt Unternehmen, sich in trügerischer Sicherheit zu wähnen. "Im Augenblick haben die Behörden selbst alle Hände voll zu tun. In Bayern etwa wurde die Frist für alle Unternehmen mit mehr als 10 festen Mitarbeitern bis 31. August verlängert, einen Datenschutzbeauftragten zu ernennen und zu melden. Diesen Aufschub sollten Unternehmen nutzen und ihre Hausaufgaben machen. Wer nachweisen kann, dass er das Thema ernst genommen hat, hat im Ernstfall bessere Karten.".

 


 

Jeder dritte Deutsche zieht Kryptowährungen als Geldanlage in Betracht

06/2018 - Bitcoin, Ethereum und Co. mussten zuletzt zwar starke Kurseinbrüche hinnehmen, ihrer Beliebtheit hat dies aber nur wenig geschadet. Insgesamt 29 Prozent der Bundesbürger sehen in der digitalen Währung eine interessante Geldanlage. Die repräsentative Befragung im Rahmen der Postbank Digitalstudie 2018 erfolgte zwischen Ende Februar und Ende März, also unmittelbar nach den zum Teil sehr deutlichen Kurseinbrüchen der Digitalwährungen. Insbesondere die Unabhängigkeit von regulierenden Finanzsystemen und die Aussicht auf hohe Renditen üben auf die Deutschen eine große Faszination aus. Ganz besonders ausgeprägt ist das Interesse der jüngeren und digital affinen Deutschen. In der Altersgruppe zwischen 18 und 34 Jahren interessiert sich fast jeder Zweite (46 Prozent) für Kryptowährungen als Geldanlage - trotz oftmals negativer Berichterstattung.

 

Medienpräsenz verstärkt Interesse für Bitcoin und Co.

Im vergangenen Jahr sprangen die Kryptowährungskurse von einem Rekordhoch zum nächsten, seit Jahresende 2017 ist der Kurs der verbreitetsten Kryptowährung Bitcoin jedoch um mehr als 65 Prozent eingebrochen. Die Medien berichteten ausführlich über die Kursschwankungen und viele Branchenvertreter melden sich mit Warnungen zu Wort; etwa die Deutsche Bundesbank oder die Deutsche Finanzaufsicht Bafin. Auch die Stimmen der Experten, die eine Revolution im Anlagegeschäft durch Kryptowährungen vorausgesagt hatten, wurden deutlich leiser.

"Es ist bemerkenswert, dass das Interesse der Deutschen an Kryptowährungen als Geldanlage trotz hoher Kursverluste und offenbarer Risiken immer noch groß ist", sagt Dr. Thomas Mangel, Chief Digital Officer der Postbank. "Hier liegt mit Sicherheit eine reelle Gefahr, dass Menschen Geld verlieren, nur weil sie einem Hype folgen." Bitcoin war 2009 die erste Kryptowährung, inzwischen gibt es mehr als 1.500. Durch dezentrale Datenhaltung und kryptographisch abgesicherte Protokolle entsteht ein digitaler Zahlungsverkehr ohne Zentralinstanzen wie etwa Banken.

Frauen fasziniert von Systemunabhängigkeit, Männer von Renditechancen Besonders die Unabhängigkeit von etablierten Finanzsystemen ist es, die die Deutschen an Kryptowährungen fasziniert. Dieser Aspekt ist für Frauen (60 Prozent) deutlich wichtiger als für Männer (51 Prozent). Die Aussicht auf vermeintlich hohe Renditen reizt dagegen vor allem Männer (56 Prozent im Vergleich zu 36 Prozent der Frauen). Für jeden dritten Fan von Kryptowährungen ist auch die Anonymität wichtig. Anders als zum Beispiel bei Unternehmensaktien ist der einzelne Anleger nicht von Interesse. Bei einem physischen Besitz von Kryptowährungen hat auch kein Bankmitarbeiter oder Broker Einblick ins Depot. Für jeden fünften Interessenten zählen außerdem emotionale Gründe wie Nervenkitzel und das "Goldgräber-Feeling", in eine noch relativ neue, digitale Anlageform zu investieren.

 

Faszination bei jungen Leuten besonders groß

Den Schritt zum Investment wagen vor allem junge Menschen. Mit sechs Prozent besitzen die so genannten "Digital Natives" doppelt so oft Kryptowährungen wie der Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. In den kommenden zwölf Monaten wollen sich weitere 14 Prozent der 18- bis 34-Jährigen noch Kryptowährungen zulegen. Über alle Altersgruppen hinweg sind dies nur acht Prozent. "Bei aller Faszination sollten junge Anleger aber auch Angebote aus dem etablierten Bankensystem nicht aus dem Blick verlieren. Wer schon um Wertpapiere als Geldanlage einen Bogen macht, der sollte aufgrund der hohen Risiken erst recht nicht in Kryptowährungen investieren. Denn diese Art von Investment ist hoch spekulativ", so Thomas Mangel weiter.

 

Wissen über Chancen und Risiken wird vermutlich überschätzt

Die hohen Kursschwankungen bei Kryptowährungen sowie Pläne von Bankenkonsortien oder sogar Ländern, eigene Kryptowährungen zu etablieren, haben zu einer breiten Berichterstattung in den Medien geführt. Die Ergebnisse der Studie weisen darauf hin, dass diese Medienpräsenz bei vielen Deutschen zu dem Schluss führt, sich mit Kryptowährungen gut auszukennen - weil sie darüber schon so viel gelesen oder gehört haben. 20 Prozent der Bundesbürger bescheinigen sich selbst ein gutes oder sehr gutes Wissen über Kryptowährungen. Die Digital Natives fühlen sich noch sicherer auf dem Terrain: 29 Prozent der 18- bis 34-Jährigen halten sich für "Kryptokenner".

"Aufgrund des Medienhypes überschätzen viele Menschen ihr Wissen über Chancen und Risiken von Kryptowährungen als Geldanlage", warnt Thomas Mangel. Beispielsweise wüssten viele nicht, dass Gewinne aus Kryptowährungen voll versteuert werden müssen, wenn sie nicht mindestens ein Jahr lang gehalten werden. Vor allem aber werde das Risiko des Totalverlusts, das es bei anderen Geldanlagen in dieser Form nicht gibt, zu wenig berücksichtigt. Wer dennoch unbedingt in Kryptowährungen investieren möchte, dem rät Mangel, nur eine Summe zu wählen, auf die er gut verzichten kann.

 

Hintergrundinformationen zur Postbank Digitalstudie 2018
- Der digitale Deutsche und das Geld
Für die Postbank Digitalstudie 2018 - Der digitale Deutsche und das Geld wurden im Zeitraum Februar bis März dieses Jahres 3.100 Deutsche befragt. Die Postbank untersucht mit der Studie zum vierten Mal in Folge, welche Entwicklungen sich in den verschiedenen Lebensbereichen der Deutschen in Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen. Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland (Proportionalisierung), Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde der Zensus 2011 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Abweichungen in den Summen lassen sich durch Rundungsdifferenzen erklären.


Zur Fußball-WM: Fernseher, Beamer und TV-Streaming im Test

06/2018 - Pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft empfiehlt die Stiftung Warentest die besten Beamer, Fernseher mit gutem Bild bei schnellen Bewegungen und Streamingdienste für den Gratis-Empfang unterwegs. So wird das private Public Viewing zu Hause zum Vergnügen, und auch unterwegs muss keiner etwas verpassen.

„Wir können bei den Beamern gleich zwei Spielmacher vom gleichen Club empfehlen“, so Autor Christian van de Sand, „den Epson EH-TW5400 und den Epson EH-TW5650.“ Mit 735 Euro bzw. 920 Euro liegen sie im preislichen Mittelfeld der 15 getesteten Geräte. Der mit 3.000 Euro teuerste Beamer im Test entpuppte sich als Stromfresser und bildet bei den Langdistanz-Geräten das Tabellenschlusslicht. Mit einem Kurzdistanzbeamer können Fans auch auf wenig Raum ganz großes Fußballkino erleben, denn er steht praktisch unter der Projektionswand. Für satten Ton brauchen Fans aber bei allen Beamern Extraboxen.

Das Multimediateam der Stiftung Warentest hat für alle, die vor einer Kaufentscheidung stehen, einen ganzen Kasten mit Argumenten zusammengestellt. Fernseher beispielsweise eignen sich dank hoher Leuchtkraft und gutem Kontrast auch zum Fußballgucken am Nachmittag. Außerdem verbrauchen sie im Vergleich zu Beamern weniger Strom und haben Empfänger für Kabel, Satellit oder Antenne schon eingebaut. Fußballfans können sich hier über eine große Tabelle freuen mit den besten TV-Geräten aller Klassen von 81 cm bis 165 cm.

Und alle, die draußen oder heimlich im Büro gucken wollen, sind mit Handy oder Tablet und einem guten Streaming-Dienst gut beraten. Die Experten der Stiftung Warentest haben sieben mobile Apps und Browser-Anwendungen mit kostenlosen und kostenpflichtigen Streams deutscher Fernsehsender geprüft und stellen sie ausführlich vor.

Die drei Artikel Fernseher, Beamer und TV-Streaming finden sich in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test und sind online abrufbar unter www.test.de/beamer, www.test.de/fernseher und www.test.de/tv-streaming.

 

Digitalisierung und künstliche Intelligenz: Industrie rechnet mit schnellerem Wandel

05/2018 - Vorstände und Unternehmensentscheider aus der Industrie erwarten, dass sich ihre Branchen in den nächsten fünf Jahren stärker verändern als in allen vergangenen Jahrzehnten. 85% der Verantwortlichen aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau sowie der Luftfahrt- und Verteidigungsbranche gehen davon aus, dass technologische Durchbrüche wie künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge und datenbasierte Geschäftsmodelle ihr Unternehmen komplett verändern werden. Drei von vier Verantwortlichen nennen vor allem die Geschwindigkeit des Wandels als wesentlichen Faktor. Fast jeder Zweite hält auch das Ausmaß der Veränderung für noch nie dagewesen. Gleichzeitig fühlen sich die traditionellen Unternehmen schlecht auf den Wandel vorbereitet - vor allen wenn es darum geht, neue digitale Geschäftsmodelle aufzubauen und die dafür notwendigen Talente zu gewinnen. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer weltweiten Befragung von über 300 Top-Entscheidern aus der Industrie mit dem Titel "Disruptive forces in the industrial sector - a global executive survey" von McKinsey & Company.

"Natürlich gab es auch früher Entwicklungssprünge in der Industrie. Doch diesmal verändert sich nicht nur die Technologie, sondern für alle Unternehmen auch das fundamentale Geschäftsmodell", sagt Thomas Baumgartner, Leiter der europäischen Beratung für Industrieunternehmen bei McKinsey. 47% der Firmen erwarten beispielsweise, dass neue Abrechnungsmodelle wie das Bezahlen je Benutzung (pay per use) in Zukunft viel stärker eingesetzt werden. Neun von zehn Unternehmen gehen davon aus, dass in ihren Markt neue Wettbewerber eindringen- zum Beispiel aus der Digitalindustrie, Startups oder aus China. Dennoch gibt es auch viel Optimismus: Jedes zweite Unternehmen rechnet für die Gesamtindustrie mit steigenden Umsätzen. Baumgartner: "Noch ist unklar, ob sich die traditionellen Unternehmen diese zusätzlichen Umsätze sichern werden oder die neuen Wettbewerber."

Die Studie ist verfügbar unter www.mck.de/disruption

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Welches Konto ist das richtige für Paare?

05/2018 - Beim Geld hört die Freundschaft auf, lautet ein oft zitiertes Sprichwort. Umso wichtiger ist es deshalb für Paare, sich Gedanken rund ums Thema Finanzen zu machen. Und ganz gleich, ob es sich nur um einen gemeinsamen Haushalt oder eine Ehe handelt - ein wichtiger Punkt dabei ist das Konto. Welches Kontomodell ist also das richtige für Paare?

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten: Wenn beide Partner bereits über ein Konto verfügen, auf das zum Beispiel Gehalt einfließt und laufende Ausgaben abgebucht werden (Miete, Strom, Mobilfunk, Vereinsbeiträge etc.), kann es sinnvoll sein, beide Konten weiterzuführen. Wer welche Kosten einer gemeinsamen Haushaltsführung übernimmt, kann abgesprochen und aufgeteilt werden. Allerdings fallen dann möglicherweise Kosten für die Kontoführung auch doppelt an. Achtung: Auch ein Ehepartner kann im Notfall nicht einfach über das Konto des anderen verfügen – auch nicht bei Krankheit oder einem schweren Unfall. Für diesen Fall muss eine Kontovollmacht erteilt werden. Entsprechende Formulare gibt es bei der Bank.

Viele Paare entscheiden sich für ein gemeinsames Konto in Form eines so genannten „Oder-Kontos“. Hier kann jeder Kontoinhaber grundsätzlich ohne Mitwirkung des anderen über das Konto und Depot verfügen. Zu beachten ist: Die Kontoinhaber eines Gemeinschaftskontos haften gesamtschuldnerisch. Wenn etwa ein Kontoinhaber das gemeinsame Konto überzieht, kann die Bank von jedem einzelnen Kontoinhaber die Rückzahlung in voller Höhe verlangen.

Man sollte sich deshalb gut überlegen, ob das Vertrauen groß genug ist, um ein gemeinsames Konto zu führen. Es gibt zwar auch eine Notbremse: Jeder Kontoinhaber kann jederzeit die Einzelverfügungsbefugnis des anderen für die Zukunft widerrufen. Ab dann kann nur gemeinsam über das Konto verfügt werden. Im Zweifel kann dies aber auch schon zu spät sein.

Viele Paare - unabhängig davon, ob sie verheiratet sind oder nicht - behalten ihre eigenen Girokonten und eröffnen dazu noch ein Gemeinschaftskonto, auf das beispielsweise jeder monatlich einen bestimmten Betrag überweist. Das bietet sich an, wenn man einen gemeinsamen Haushalt führt..

 

86 Prozent der Bürger empfinden ihre Belastung als zu hoch

05/2018 - "Das ist kein Spitzenplatz, auf den wir stolz sein können!", kommentiert Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler (BdSt) die Ergebnisse der neuen OECD-Studie zur Steuer- und Aufgabenbelastung von Arbeitnehmern. Am 26. April 2018 gab die Organisation bekannt, dass im Durchschnitt bei einem Single fast 50 Prozent des Einkommens für Steuern und Sozialabgaben an den Staat gehen.

Das ist deutlich zu viel, dies empfänden auch die Bürger so, schreibt der BdSt in einer Pressemitteilung. Danach gaben in einer Umfrage im Auftrag des BdSt in diesem April 86 Prozent der Befragten an, dass sie ihre persönliche Steuer- und Abgabenbelastung als zu hoch empfinden. Vor drei Jahren sagten dies nur 63 Prozent der Teilnehmer und zu Beginn dieses Jahres 81 Prozent. Damit ist der aktuelle Wert der höchste seit Beginn der Trendumfrage im März 2015. Allein seit Antritt der großen Koalition hat die gefühlte Belastung um fünf Prozentpunkte zugelegt! An den repräsentativen Umfragen nahmen jeweils über 1.000 Personen teil. "Die Umfragewerte und die Ergebnisse der OECD sind ein klares Zeichen, dass die Politik jetzt etwas tun muss. Der Soli muss für alle abgeschafft werden, und zwar deutlich vor dem von der großen Koalition genannten Datum 2021," fordert Holznagel. Auch eine Senkung der Arbeitslosenbeiträge von aktuell 3 Prozent auf 2,5 Prozent würde die Arbeitnehmer schnell entlasten.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ermittelt, dass deutsche Arbeitnehmer im internationalen Vergleich stark durch Steuern und Abgaben belastet werden. Bei Ledigen nimmt Deutschland hinter Belgien den zweiten Platz ein. Bei Alleinerziehenden mit zwei Kindern nimmt Deutschland international Platz 5 ein. Auch bei Familien liegt die Belastung über dem Durchschnitt der Industriestaaten.


 

Immobilienkredite: Zinsunterschiede zwischen 15.000 und 63.000 Euro

04/2018 - Wer seine Immobilienfinanzierung gut plant und passende Angebote vergleicht, kann extrem viel Geld sparen. Das zeigt der Test Immobilienkredite von mehr als hundert Baufinanzierern in der Zeitschrift Finanztest. Kredite gibt es teilweise schon ab 1 Prozent. Die Zinsunterschiede zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter liegen je nach Modellfall zwischen rund 15.000 Euro und 63.000 Euro.

Auch wenn die Preise für Wohnungen und Häuser teilweise stark gestiegen sind, ist der Zeitpunkt für den Immobilienkauf dank niedriger Zinsen nach wie vor günstig. Die Zinssätze liegen weiter deutlich unter ihrem langjährigen Durchschnitt von rund 5 Prozent. Selbst Kredite mit 25 Jahren Zinsbindung sind für knapp 2 Prozent zu haben. Kredite mit kurzer Zinsbindung von 10 Jahren schon für rund 1 Prozent. So lässt sich die Immobilie leichter bezahlen als in Hochzinsphasen.

Der Test zeigt auch, dass ein Kauf auch in der zweiten Lebenshälfte noch finanzierbar ist, wenn die Schulden dafür zügig getilgt werden.

Es lohnt sich aber in jedem Fall, Konditionen zu vergleichen und nach dem besten Angebot zu suchen, rät Finanztest. Im Modellfall mit zehn Jahren Zinsbindung sparen Immobilienkäufer gut 15.000 Euro, wenn sie den günstigsten statt den teuersten Anbieter im Test wählen. Bei der Variante mit 20 Jahren Zinsbindung sind es mehr als 30.000 Euro und über 25 Jahre sogar fast 63.000 Euro.

Die Tests Immobilienkredite, Bauspar-Kombikredite sowie Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum passenden Kredit finden sich in der April-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/eigenheimfinanzierung.


Hausratversicherung: Neue Tarife bieten mehr

04/2018 - Kunden mit alten Verträgen können beim Wechsel der Hausratversicherung viel Geld sparen und sind oft auch besser versichert. Finanztest hat 144 Hausrat-Tarife von 60 Anbietern untersucht und große Preisunterschiede ermittelt. Finanztest empfiehlt Tarife, die auch bei grober Fahrlässigkeit zahlen.

Fenster auf Kipp, die Tür nur einmal abgeschlossen oder den Herd angelassen – da kann es Ärger mit der Versicherung geben, wie viele Streitfälle und Urteile zeigen. Deshalb sollten Kunden nur Verträge wählen, die auch bei grober Fahrlässigkeit zahlen. Viele Tarife – vor allem ältere Verträge – sehen das nicht vor.

Die Preise der Tarife für eine Hausratversicherung hängen u.a. vom Wohnort ab, denn die Versicherer teilen das Bundesgebiet in Risikozonen auf. Vor allem in Städten mit vielen Einbrüchen ist es teurer. Die Tester fanden enorme Preisunterschiede. Im günstigsten Fall zahlt ein Kunde für dieselbe Wohnung in München 56 Euro im Jahr und im teuersten Fall 277 Euro – fast das Fünffache. In Köln kostet der günstige Tarif 131 Euro im Jahr und der teuerste 516 Euro.

Das Fahrrad ist in der Hausratversicherung mitversichert, wenn es aus geschlossenen Räumen gestohlen wird. Wer das Rad auch dann versichern will, wenn es draußen steht, schließt den Zusatz „Fahrraddiebstahl“ ein. Das kostet für ein 1.000-Euro-Rad oft nur 30 bis 40 Euro Aufpreis im Jahr.

Wer eine günstige Hausratversicherung sucht, die Leistungen für den eigenen Wohnort und den individuellen Bedarf bietet, kann die Finanztest-Analyse nutzen. Die laufend aktualisierte Datenbank der Stiftung Warentest ermittelt (für 7,50 Euro Gebühr) passende und preisgünstige Tarife unter www.test.de/analyse-hausrat

Der Test Hausratversicherung findet sich in der April-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online unter www.test.de/hausrat abrufbar.

 

Fremdsprachen im Job: Englisch die klare Nummer 1

04/2018 - 44 Prozent der deutschen Arbeitnehmer nutzen in ihrem Beruf Fremdsprachen. Die bestimmende Fremdsprache in deutschen Büros ist Englisch, gefolgt von Französisch und Russisch. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Job-Seite Indeed, für die deutschlandweit 2.299 Arbeitnehmer befragt wurden. Demnach benötigen 97% der Befragten, die in ihrem Job Fremdsprachen benötigen dafür die englische Sprache, 19% die französische und 12% die russische. Aufstrebende Business-Sprachen neben Russisch sind Türkisch (8,5%) sowie Chinesisch mit einem Nutzungsgrad von immerhin noch 4,5%. Interessant zudem, wie häufig sich die Deutschen am Arbeitsplatz in anderen Sprachen als auf Deutsch verständigen: 29% tun dies täglich, weitere 35% mindestens 2 bis 3 Mal pro Woche.


 

Sicherheitssoftware: Microsoft holt auf, doch Zusatzsoftware ist besser

03/2018 - Für den Test von 31 Sicherheitsprogrammen hat die Stiftung Warentest mehr als 40.000 Angreifer zusammengetragen – neue Schadprogramme, bösartige Webseiten und verseuchte Downloads. 17 von 22 Windows-Programmen wehren die Angreifer gut ab, darunter auch Gratisversionen. Die kostenlosen Programme schützen ähnlich gut wie die kostenpflichtigen, nerven aber oft mit Werbung. Der Standard-Schutz von Microsoft hat im Vergleich zu früheren Tests aufgeholt.

Wer einen Rechner mit Windows 10 nutzt, ist mit dem integrierten Schutzprogramm Defender passabel geschützt. Er erkennt Bedrohungen heute schneller als früher. So gut wie die meisten Zusatzprogramme ist er aber nicht. Microsoft Defender macht den Rechner auch etwas langsamer und schützt nicht vor Phishing. Die Sicherheitssoftware von Malwarebytes ist nur ausreichend. Sie erwischte nur jeden zweiten Angreifer im Test.

Erstmals hat die Stiftung Warentest auch Schutzprogramme für Apple-Rechner getestet. Deren Betriebssystem galt lange Zeit als sicher. Nach wie vor gibt es hier zwar weniger Bedrohungen als in der Windows-Welt, doch die wenigen aktuellen Angriffe schlugen im Test ein. Auch MacOS verhindert nicht den Aufruf von Phishing-Seiten. Auch deshalb sind Schutzprogramme für Apple-Rechner sinnvoll. Von den neun getesteten Mac-Programmen schnitten vier gut ab, vier befriedigend und eins ausreichend. Der Testsieger kostet 40 Euro pro Jahr.

Der Test findet sich in der März-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/internetsicherheit abrufbar.


Nicht sofort abziehbar: Komplette Küchenerneuerung in Mietwohnung

03/2018 - Steuerzahler sind meistens daran interessiert, eine investierte Summe möglichst auf einen Schlag absetzen zu können und das nicht über einen längeren Zeitraum tun zu müssen. Doch manchmal geht das nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS nicht - zum Beispiel dann, wenn in einer vermieteten Wohnung eine Einbauküche komplett erneuert wird. (Bundesfinanzhof, IX R 14/15)

Der Fall: Der Eigentümer einer Immobilie hatte sich entschieden, die Küche in seiner Mietwohnung komplett zu sanieren. Er ließ alle Einbauten erneuern, erwarb auch neue Spüle, Herd und andere Elektrogeräte. Die Gesamtausgaben dafür wollte er als Werbungskosten von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung sofort und umfassend geltend machen. Das zuständige Finanzamt verweigerte dies und akzeptierte nur eine Abschreibung über einen Zeitraum von zehn Jahren im Zuge der AfA (Absetzung für Abnutzungen).

Das Urteil: Es handle sich hier nicht um einen Erhaltungsaufwand für einen wesentlichen Gebäudebestandteil, der eine sofortige Absetzung als Werbungskosten möglich gemacht hätte, entschied der Bundesfinanzhof. Die einzelnen Elemente einer Einbauküche seien ein eigenständiges und einheitliches Wirtschaftsgut mit einer Nutzungsdauer von zehn Jahren.


Deutsche buchen deutlich mehr Urlaubsreisen

03/2018 - Die Deutschen sind in Urlaubslaune. Im Reisevertrieb sorgt die starke Nachfrage derzeit für ein beachtliches Umsatzwachstum: Die kommende Sommersaison 2018 weist insgesamt ein Plus in Höhe von 18 Prozent auf. Enthalten sind hier alle bis Ende Januar 2018 in stationären Reisebüros und online auf den klassischen Reiseportalen gebuchten Urlaubsreisen (überwiegend Pauschalreisen). Das aktuelle Wachstum ist in erster Linie auf eine höhere Anzahl an Buchungen (+16 Prozent) zurückzuführen – höhere Urlaubsausgaben (durchschnittlich +2 Prozent) spielen eine eher untergeordnete Rolle.

Griechenland ist für den Sommerurlaub 2018 sehr gefragt. Nach einem wachstumsstarken Vorjahr erreicht Griechenland erneut hohe zweistellige Zuwachsraten und ist damit zum aktuellen Zeitpunkt sogar beliebter als die Balearen. Nachdem in den letzten zwei Jahren immer weniger Deutsche ihren Urlaub in der Türkei verbrachten, ist dieses Reiseziel wieder etwas mehr im Kommen: Im Vergleich zum Vorjahr haben sich zum aktuellen Buchungsstand sowohl die Buchungszahlen als auch die Urlaubsumsätze für den Sommer 2018 verdoppelt. Zu alter Stärke findet die Türkei trotz der zunehmenden Nachfrage aber noch nicht: Griechenland-Urlaube verzeichnen aktuell ein mehr als doppelt so hohes Umsatzvolumen. Vor dem Rückgang der Buchungszahlen für Türkei-Urlaube war dieses Verhältnis genau umgekehrt.

An ein gutes Vorjahreswachstum können die nordafrikanischen Urlaubsländer Ägypten, Tunesien und Marokko sowie Bulgarien anknüpfen. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate werden vom deutschen Urlauber verstärkt nachgefragt. Die USA bleiben zwar das wichtigste Fernreiseziel im deutschen Markt, im Reisevertrieb sind für die Sommersaison 2018 aber starke Rückgänge (-20 Prozent) bei den Buchungsumsätzen zu verzeichnen. Überdurchschnittlich hohe Zuwächse sind im Fernreisebereich dagegen vor allem für Mauritius, Kenia, die Seychellen und Südafrika zu beobachten.

Der deutsche Urlaubsmarkt insgesamt – dies umfasst sowohl pauschal als auch individuell gebuchte Privatreisen ab einer Übernachtung – ist bereits im abgelaufenen Touristikjahr 2016/17 um acht Prozent gewachsen. Insgesamt haben die Deutschen 64,7 Milliarden Euro für ihre vorab gebuchten Reiseleistungen ausgegeben. Rechnet man die Ausgaben vor Ort am Urlaubsziel hinzu, lassen sich die Bundesbürger ihre Urlaube und Privatreisen insgesamt 90,9 Milliarden Euro im Jahr kosten.

Im Jahr 2017 haben die Deutschen 155,8 Millionen Urlaube und Privatreisen unternommen. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von vier Prozent. Die Auslandsreisen sind mit einem Plus von sechs Prozent auf 69,1 Millionen dabei noch stärker gewachsen als die Reisen im Inland (+3 Prozent).

Gemessen an den Ausgaben verzeichneten Badeferien (+14 Prozent) und Städtereisen (+12 Prozent) im Jahr 2017 das größte Wachstum. Damit haben sich beide Urlaubsarten wieder erholt. Im Jahr 2016 konnte man hier noch Rückgänge beobachten, weil viele Urlauber unter anderem aufgrund von Sicherheitsbedenken und möglicher Terrorgefahren auf andere Urlaubsarten ausgewichen sind.

Vor allem Familien, die mit Kindern unter 14 Jahren verreisen, unternahmen wieder mehr Urlaubsreisen. So haben Familienhaushalte zu den steigenden Reiseausgaben im Markt stark beigetragen (+17 Prozent).

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Schwache Antwortquoten via Facebook und Homepage

02/2018 - Per Facebook oder Webseite - wie fix erhalten Kunden Antwort, wenn sie eine Frage oder Beschwerde bei einem Unternehmen loswerden wollen? Die Verbraucherzentrale NRW hat den Check bei 50 großen Firmen gemacht. Mit erstaunlichem Ergebnis: Jede siebte Anfrage blieb unbeantwortet. Und bei den Blitz-Reaktionen hatte Facebook deutlich die Nase vorn.

Brief oder Telefon? lautete früher die Frage, wenn Kunden Kontakt zu einer Firma aufnehmen wollten. Heutzutage läuft es für viele eher zu auf die Alternative: Webseite oder Facebook? Gleich geblieben ist jedoch die Ungewissheit: Wie schnell arbeitet der Service? Herausfinden wollte das die Verbraucherzentrale NRW bei 50 Firmen, aus den Bereichen Banken, Versicherungen und Telekommunikation, Reise und Online-Handel.

Jeweils zwei Anfragen wurden auf die hipperen Kommunikationswege gebracht: Wie die Anmeldung für den Newsletter funktioniere, und wer der richtige Adressat für eine Beschwerde sei? Innerhalb von wenigen Minuten lagen zahlreiche Reaktionen vor. Doch nicht zu früh gejubelt. Zumeist war es lediglich eine „Empfangsbestätigung“ und das Versprechen, dass sich gekümmert wird.

Das Ergebnis des Checks: Der schnelle Klick zu Facebook und zur Webseite blieb in jedem siebten Fall folgenlos. Nur knapp 85 Prozent der Anfragen wurden beantwortet. Bei vier Unternehmen gelang es den Testern nicht, über die Onlinepräsenz Kontakt aufzunehmen, egal ob per E-Mail oder Kontaktformular.
Gleich zwölf der 50 Unternehmen verwehrten es, via Facebook eine persönliche Nachricht (PN) zu senden. Lediglich öffentlich einsehbares Kommentieren war gestattet.

Mit Ärgernissen warteten auch einige Webseiten auf. So forderten insgesamt zehn Firmen als verpflichtende Gegenleistung für die Annahme der Fragen die Preisgabe von Adresse und/oder Telefonnummer. Immer wieder trafen die Tester zudem auf Dropdown-Menüs, bei denen sie aus einer eingeschränkten Liste lediglich wählen konnten, ob es sich um ein „technisches Problem“, um einen „Job“- oder ein „Produkt“ handele. Kategorien, in die keine der beiden Verbraucherzentrale-Fragen passte.

Auf einer Internet-Seite fing eine „künstliche Intelligenz“ die Tester ab und verwies penetrant auf die Seite mit den „häufig gestellten Fragen“. Zwei Unternehmen verweigerten den Online-Kontakt sogar komplett, sofern man kein „Kunde/Mitglied“ war.

Aber es gab auch Gutes zu vermelden: Insgesamt knapp die Hälfte der Anfragen wurde via Facebook innerhalb einer Stunde beantwortet. Über die Website war es rund ein Viertel. Nach einem Tag war die Quote für beide Wege ungefähr gleich: Jeweils drei von fünf abgesetzten E-Mails und Persönlichen Nachrichten hatten Respons gefunden.

Danach begann die Zeit des Hoffens: Binnen einer Woche tröpfelte tatsächlich per E-Mail ein weiteres Fünftel an Firmen-Antworten ein. Per Facebook war es gerade mal noch ein Zehntel.

Bleibt die Frage, ob die Rücklaufquote vielleicht durch die Art der Anfrage beeinflusst wurde - ob die Aussicht auf einen neuen Newsletter-Abonnenten mehr Service-Eifer erzeugte als die Hilfestellung für einen potentiellen Nörgelpapst?

Die Antwort: Im Verbraucherzentralen-Check waren in diesem Punkt keine Unterschiede erkennbar. Auf beiden Wegen wurden die zwei Fragen vergleichbar abgearbeitet: im Gesamtergebnis mehr schlecht als recht.


Umfrage: Mehr als jeder zweite Bundesbürger möchte seine Wunsch-Versicherung individuell zusammenstellen

02/2018 - 58 Prozent der Deutschen befürworten die Möglichkeit, Versicherungstarife auf ihre speziellen Risiken zuschneiden zu lassen. Dies kann entweder über ein Baukastensystem mit Produktbausteinen geschehen oder anhand zur Verfügung gestellter Verhaltensdaten, beispielsweise zum Thema Fitness. Bislang nutzt aber nur etwa jeder 25. Versicherte hierzulande einen Tarif, dessen Beitragshöhe er durch eigenes Handeln beeinflussen kann. Das sind Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage, die das Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Softwareherstellers Adcubum und der Versicherungsforen Leipzig unter 2.049 erwachsenen Bundesbürgern durchgeführt hat.

Wer einen Neuwagen erwirbt, kann die Komponenten seines Fahrzeugs individuell wählen. Vergleichbare Produkt-Konfiguratoren gibt es auch für die Käufer von Fahrrädern oder Möbeln, und selbst Müslimischungen lassen sich nach Gusto kreieren. Auch im Versicherungsbereich sind maßgeschneiderte Tarife gefragt: 58 Prozent der Bundesbürger sprechen sich für individualisierte Versicherungsprodukte aus. "Die Umfrage zeigt, dass die Bundesbürger reif sind für Policen, die auf ihre Lebenssituation und ihre persönlichen Risiken abgestimmt sind. Sie interessieren sich vor allem für Baukastensysteme mit kleinen Produktbausteinen. Was beim Autokauf selbstverständlich ist, sollte auch in der Assekuranz Routine werden", erläutert Michael Süß, Geschäftsführer der Adcubum Deutschland GmbH. "Die Freigabe von Verhaltensdaten zur Ermittlung individueller Tarife gewinnt ebenfalls an Bedeutung, wenngleich die Teilnehmer dies noch etwas skeptischer sehen."

So möchten 31 Prozent der Befragten die Möglichkeit haben, eine Versicherung aus verschiedenen Bausteinen zusammenzustellen. Sie lehnen es jedoch ab, ihren Tarif über persönliche Informationen wie etwa Smart-Home-, Fahr- und Fitness-Daten zu individualisieren. Neun Prozent der Bundesbürger würden Verhaltensdetails preisgeben, um einen Versicherungsbeitrag zu zahlen, der ihrem Risiko entspricht, und 14 Prozent würden beide Varianten nutzen, wenn sie dafür ein besseres Angebot erhalten. Das gilt jedoch nur theoretisch - bislang haben all diese Befragten keine Verträge abgeschlossen. Nur vier Prozent der Umfrageteilnehmer nutzen bereits einen Tarif, dessen Beitrag sie durch ihr Verhalten beeinflussen können. Ein Beispiel dafür sind die Telematik-Tarife in der Kfz-Versicherung, bei denen gutes Fahrverhalten belohnt wird.

Die Umfrage ergibt zudem, dass circa jeder vierte Bundesbürger anstelle seiner einzelnen Verträge im Kranken-, Lebens- und Sachbereich lieber eine Komplett-Versicherung, eine sogenannte "All-Risk-Versicherung" hätte, mit der er sämtliche Dinge und Risiken absichern kann. Befragt nach der Preisbereitschaft, zeigt sich, dass geringere monatliche Beiträge und ein damit verbundener höherer Selbstbehalt von den Interessierten bevorzugt werden.

Allerdings: 53 Prozent der Befragten haben die Frage, ob sie eine "All-Risk-Versicherung" einem Einzelabschluss vorziehen würden, unentschlossen weder mit ja noch mit nein beantwortet. Der Anteil ist sehr hoch und lässt vermuten, dass sich ein Großteil der Befragten nicht derart detailliert mit dem recht komplexen Thema Versicherung auseinandersetzt oder auseinandersetzen möchte. "Hier ist die Branche insgesamt gefragt, den Kunden mit attraktiven, individuellen und aus Kundensicht vor allem unkomplizierten Lösungen zu erreichen", so Adcubum-Geschäftsführer Süß. "Wer sich seine Versicherungen für seine konkrete Lebenssituation zusammenstellen kann - ob in kleinen Modulen oder als individuelles Komplettpaket - wird sich bestimmt auch intensiver mit diesem Thema beschäftigen. Wichtig dabei: Die Produkte müssen verständlich und die Prozesse für den Kunden einfach sein."

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Stichprobe bei zwölf Banken zu ETF-Anlage

02/2018 - Sogenannte ETF gelten unter Anlage-Experten als besonders kostengünstige Empfehlung. Doch eine Stichprobe der Verbraucherzentrale zeigt: Wer die Aktien-Fonds ins falsche Bank-Depot legt, riskiert dramatischen Kapitalverlust.

„Stecken Sie Ihr Geld in Aktien. Dazu kaufen Sie sich eine große Dosis Schlaftabletten. Nach vielen Jahren wachen Sie als reicher Mann auf.“ Getreu dieser Devise des legendären Börsengurus Andre Kostolany gedachte die Verbraucherzentrale NRW ihre Stichprobe zu planen.

Zwar ohne Pillen, dafür aber mit als besonders „kostengünstig“ gepriesenen sogenannten ETFs (Exchange Traded Funds). Das sind breit gestreute Aktienfonds, die es meist ohne Ausgabeaufschlag gibt. Die fondsinternen Verwaltungsgebühren sind niedrig, da keine Aktien aktiv ausgewählt werden, sondern lediglich ein Index wie der DAX oder der Euro Stoxx abgebildet wird. Obendrein sollten die ETFs gleich zehn Jahre im Depot von zwölf Banken ruhen.

Aufgewacht sind die Verbraucherschützer allerdings schon frühzeitig und mussten sich erstaunt die Augen reiben. Denn schnell war erkennbar: Statt Reichtum gab's oftmals nur eins ganz sicher: fetten Verlust.

Der Grund: Wer in ETFs investieren will, braucht ein Wertpapierdepot und muss die Fondsanteile über die Börse kaufen. Durchgerechnet wurden im Verbraucherzentralen-Check zwei Szenarien bei zwölf Banken: Die Gesamtkosten für Anleger, die jeweils 1000 oder 10.000 Euro investieren und nach zehn Jahren ihre ETF-Anteile wieder verkaufen. Standen mehrere Depotvarianten bei einem Institut zur Auswahl, zählten die günstigeren Entgelte für die Online-Depotführung. Hochgerechnet wurden die aktuellen Order- und Depotgebühren auf zehn Jahre unter der Annahme, dass die Kostensätze nicht geändert werden.

Das Ergebnis: Preiswertester Anbieter in der 1.000-Euro-Kategorie war die Onvista-Bank. Fünf Euro Fixgebühr pro Order und kostenlose Depotführung ließen den Gebührenzähler beim Verkauf der Anteile nach zehn Jahren bei exakt zehn Euro stehen bleiben. Kundenfreundlich agierten auch die Deutsche-Bank-Tochter Maxblue mit 17,80 Euro sowie ING-DiBa mit 19,80 Euro.

Den Gebührenhammer schwang dagegen der S-Broker; das ist der vermeintlich kostengünstige Online-Ableger der Sparkassen. Hier wurde Anlegern, die das Prinzip „Kaufen und Halten“ befolgen, die Depotgebühr zum Verhängnis.

Denn wer nicht mindestens eine Transaktion pro Quartal durchführte oder ein Anlagevolumen von 10.000 Euro verwaltete, musste beim S-Broker alle drei Monate 11,97 Euro als Depotgebühr berappen. Das ließ bei neun Jahren und drei Quartalen ohne Transaktion die Gesamtkosten auf horrende 484,81 Euro steigen. Damit fraßen die Gebühren fast die Hälfte des Kapitals von 1.000 Euro auf.

Immerhin: Besser lief`s für S-Broker-Kunden bei der 10.000-Euro-Anlage, für die insgesamt lediglich 59,98 Euro fällig wurde. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Wert der ETF-Anteile konstant über der kritischen Marke von 10.000 Euro blieb.

Vorne lag beim größeren Depot erneut die Onvista-Bank mit ihrem einfachen Preismodell, das die Nebenkosten bei lediglich zehn Euro beließ. Mit jeweils 50 Euro belegten Maxblue und ING-DiBa gemeinsam den dritten Rang.

Mau sah es bei den Filialbanken aus, die durchweg mit hohe Kosten daher kamen. Über 14 mal teurer gegenüber Onvista war das 1000-Euro-Depot bei den zwei günstigsten: der Sparkasse Gelsenkirchen (143,10 Euro) und der Dortmunder Volksbank (147 Euro). Beim 10.000-Euro-Depot wiederum führten die Postbank (228 Euro) und die Commerzbank (248,85 Euro) das Feld der Filialbanken an.

Kurios: Bei der Commerzbank fielen beim DirektDepot geringere Kosten an als bei ihrer Direktbanktochter Comdirect. Und beim 1000-Euro-Investment waren die Stadtsparkassen Düsseldorf und Gelsenkirchen um weit mehr als die Hälfte billiger als der verbundeigene S-Broker.

Tipp der Verbraucherzentrale: Wer langfristig anlegt, sollte tunlichst auf die jährlichen Depotgebühren achten – denn die können sich vor allem bei kleineren Anlagesummen nicht nur als Renditekiller erweisen, sondern sogar als Kapitalvernichter. Kostenlose Depotführung ohne Haken und Ösen hatten in der Stichprobe ING-DiBa, Maxblue und Onvista-Bank zu bieten.


Was sich 2018 ändert: Mehr Geld, mehr Urlaub, mehr Gerechtigkeit

01/2018 - Man muss nicht orakeln, um zu wissen, was sich 2018 in Deutschland alles ändert, denn vieles steht schon in den entsprechenden Gesetzen und muss nur noch umgesetzt werden. Die Stiftung Warentest hat in einer langen Liste zusammengestellt, womit zu rechnen ist. Freuen können sich unter anderem Hartz-IV-Empfänger, weil sie mehr Geld bekommen, Arbeitnehmer, die mit klug gewählten Brückentagen ihren Urlaub verdoppeln können, schwangere Schülerinnen und Studentinnen, weil sie freiwillig an Vorlesungen o.ä. teilnehmen dürfen und Menschen, die sich weder als männlich noch als weiblich betrachten, da das dritte Geschlecht als positive Geschlechtsbezeichnung aufgenommen wird.

Für Alleinerziehende gelten ab 2018 neue Unterhaltssätze, denn es werden die Einkommensgrenzen angehoben, etwa die unterste Einkommensgruppe von 1.500 Euro auf 1.900 Euro (netto) des Unterhaltspflichtigen. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wird bis Ende 2018 eine gesetzliche Neuregelung geschaffen, in der neben „männlich‘ und „weiblich“ auch eine weitere Bezeichnung als positive Geschlechtsbezeichnung aufgenommen wird, wie „inter“ oder „divers“. Durch die Anhebung des Grundfreibetrages zahlen alle weniger Einkommensteuer, allerdings werde der Steuervorteil bei Besserverdienern von den gestiegenen Sozialabgaben aufgefressen, so die Stiftung Warentest. Ab 25. Mai müssen die Vorgaben der EU-Datenschutzgrundverordnung umgesetzt sein. Danach sind bei Verstößen hohe Bußgelder zu erwarten, wenn Unternehmen von ihren Kunden keine Einwilligung einholen, um deren persönliche Daten zu verarbeiten. Der Mindestlohn gilt ab dem 1. Januar bundesweit und für alle Branchen, und Arbeitgeber mit mehr als 200 Beschäftigten müssen ihre Gehaltsstruktur offen legen. Schwangere Schülerinnen und Studentinnen haben mehr Mitspracherecht bei ihren Arbeitszeiten.

Was sich sonst noch alles ändert, und ausführliche Informationen dazu unter www.test.de/neu-in-2018


Kaufkraft der Deutschen steigt 2018 um 2,8 Prozent

01/2018 - Die Kaufkraft der Deutschen wird im Jahr 2018 laut der GfK Kaufkraftstudie auf 22.992 Euro pro Kopf ansteigen. Das entspricht einem rechnerischen Plus von nominal 2,8 Prozent und 633 Euro mehr pro Kopf.

GfK prognostiziert für das Jahr 2018 eine Kaufkraftsumme von 1.893,8 Milliarden Euro für Gesamtdeutschland. Das sind pro Kopf nominal 2,8 Prozent und 633 Euro mehr als im Vorjahr, basierend auf der revidierten Vorjahresprognose. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche pro-Kopf-Kaufkraft von 22.992 Euro, die den Deutschen im Jahr 2018 für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder Sparen zur Verfügung stehen.

Unter Kaufkraft versteht man das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld. Die für 2018 prognostizierte positive Kaufkraftentwicklung stützt sich auf wachsende Löhne in vielen Branchen und den stabilen Arbeitsmarkt. Auch bei den Renten wird 2018 ein Anstieg erwartet. Wie viel vom nominalen Kaufkraftzuwachs real übrig bleibt, hängt allerdings davon ab, wie sich 2018 die Verbraucherpreise entwickeln werden.

Auf Ebene der Bundesländer verändert sich im Jahr 2018 wenig. Im Ranking zieht nur Berlin an Bremen vorbei auf Rang 10. Die anderen ostdeutschen Bundesländer entwickeln sich ebenfalls positiv, mit einer Zunahme des Kaufkraftindexes zwischen 0,7 und 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt liegen sie aber noch immer deutlich unter dem Niveau der alten Bundesländer.

Den größten Rückgang verzeichnen Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Bremen mit Indexpunktverlusten zwischen 0,7 und 0,8 Prozent. Da der Index den Vergleich zum Bundesdurchschnitt darstellt, handelt es sich aber nur um einen relativen Rückgang. In der Summe steigt im nächsten Jahr die nominale pro-Kopf-Kaufkraft in allen Bundesländern an.

Umfrage: Die Deutschen überschätzen ihre Kenntnisse über Finanzen

01/2018 - Die Deutschen überschätzen ihre eigene Finanzkompetenz. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Bankenverbands hervor. „Die meisten Bürger interessieren sich zwar für Wirtschaftsthemen und glauben auch, dass sie sich in Finanzangelegenheiten gut auskennen. Jedoch entspricht diese Selbsteinschätzung leider nicht der Realität“, sagte Andreas Krautscheid, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, zu den Ergebnissen der repräsentativen Umfrage. So wusste ein Viertel (26 %) der Befragten nicht, was „Inflation“ bedeutet, und lediglich die Hälfte (52 %) konnte die ungefähre Höhe der gegenwärtigen Inflationsrate nennen. Mit 44 % konnte auch fast die Hälfte nicht erklären, was ein Investmentfonds ist.

„Es ist bedenklich, dass sich die Kompetenz der Deutschen in Finanzfragen seit 2014 noch verschlechtert hat“, so Krautscheid zu den Ergebnissen des sogenannten Finanzplanungsindex: „In Zeiten, in denen wir die Digitalisierung aller Lebensbereiche erleben, wird ein wirtschaftliches Grundverständnis immer wichtiger.“ Gerade jüngere Erwachsene (unter 30 Jahren) zeichneten sich nach Ergebnissen der Studie durch eine geringere Finanzkompetenz aus. Wenn dies in späteren Lebensphasen nicht mehr aufgeholt werde, bestehen schlechte Voraussetzungen, die eigenen Finanz- und Vorsorgeentscheidungen richtig zu treffen. Der Finanzplanungsindex wird an gleichbleibenden Fragen gemessen. Danach verfügen 2017 mehr als 60 % der Befragten über schlechte oder eher schlechte Finanzkenntnisse. 2014 lag der Wert noch bei 56 %.

Krautscheid weiter: „Es ist nicht nur Aufgabe der Schule und der Eltern, Finanzwissen zu vermitteln. Dies sehe ich vielmehr auch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der sich Unternehmen und Wirtschaftsorganisation ebenso angesprochen fühlen.“