News-Archiv

Frohe neues Jahr

01/2018 - Das Team der Steuerberatungskanzlei Huesmann & Pfingstmann wünscht allen Mandanten, Kunden, Geschäftspartnern und Freunden Glück, Gesundheit und gute Geschäfte in 2018!


Was sich 2018 ändert: Mehr Geld, mehr Urlaub, mehr Gerechtigkeit

01/2018 - Man muss nicht orakeln, um zu wissen, was sich 2018 in Deutschland alles ändert, denn vieles steht schon in den entsprechenden Gesetzen und muss nur noch umgesetzt werden. Die Stiftung Warentest hat in einer langen Liste zusammengestellt, womit zu rechnen ist. Freuen können sich unter anderem Hartz-IV-Empfänger, weil sie mehr Geld bekommen, Arbeitnehmer, die mit klug gewählten Brückentagen ihren Urlaub verdoppeln können, schwangere Schülerinnen und Studentinnen, weil sie freiwillig an Vorlesungen o.ä. teilnehmen dürfen und Menschen, die sich weder als männlich noch als weiblich betrachten, da das dritte Geschlecht als positive Geschlechtsbezeichnung aufgenommen wird.

Für Alleinerziehende gelten ab 2018 neue Unterhaltssätze, denn es werden die Einkommensgrenzen angehoben, etwa die unterste Einkommensgruppe von 1.500 Euro auf 1.900 Euro (netto) des Unterhaltspflichtigen. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wird bis Ende 2018 eine gesetzliche Neuregelung geschaffen, in der neben „männlich‘ und „weiblich“ auch eine weitere Bezeichnung als positive Geschlechtsbezeichnung aufgenommen wird, wie „inter“ oder „divers“. Durch die Anhebung des Grundfreibetrages zahlen alle weniger Einkommensteuer, allerdings werde der Steuervorteil bei Besserverdienern von den gestiegenen Sozialabgaben aufgefressen, so die Stiftung Warentest. Ab 25. Mai müssen die Vorgaben der EU-Datenschutzgrundverordnung umgesetzt sein. Danach sind bei Verstößen hohe Bußgelder zu erwarten, wenn Unternehmen von ihren Kunden keine Einwilligung einholen, um deren persönliche Daten zu verarbeiten. Der Mindestlohn gilt ab dem 1. Januar bundesweit und für alle Branchen, und Arbeitgeber mit mehr als 200 Beschäftigten müssen ihre Gehaltsstruktur offen legen. Schwangere Schülerinnen und Studentinnen haben mehr Mitspracherecht bei ihren Arbeitszeiten.

Was sich sonst noch alles ändert, und ausführliche Informationen dazu unter www.test.de/neu-in-2018


Kaufkraft der Deutschen steigt 2018 um 2,8 Prozent

01/2018 - Die Kaufkraft der Deutschen wird im Jahr 2018 laut der GfK Kaufkraftstudie auf 22.992 Euro pro Kopf ansteigen. Das entspricht einem rechnerischen Plus von nominal 2,8 Prozent und 633 Euro mehr pro Kopf.

GfK prognostiziert für das Jahr 2018 eine Kaufkraftsumme von 1.893,8 Milliarden Euro für Gesamtdeutschland. Das sind pro Kopf nominal 2,8 Prozent und 633 Euro mehr als im Vorjahr, basierend auf der revidierten Vorjahresprognose. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche pro-Kopf-Kaufkraft von 22.992 Euro, die den Deutschen im Jahr 2018 für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder Sparen zur Verfügung stehen.

Unter Kaufkraft versteht man das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld. Die für 2018 prognostizierte positive Kaufkraftentwicklung stützt sich auf wachsende Löhne in vielen Branchen und den stabilen Arbeitsmarkt. Auch bei den Renten wird 2018 ein Anstieg erwartet. Wie viel vom nominalen Kaufkraftzuwachs real übrig bleibt, hängt allerdings davon ab, wie sich 2018 die Verbraucherpreise entwickeln werden.

Auf Ebene der Bundesländer verändert sich im Jahr 2018 wenig. Im Ranking zieht nur Berlin an Bremen vorbei auf Rang 10. Die anderen ostdeutschen Bundesländer entwickeln sich ebenfalls positiv, mit einer Zunahme des Kaufkraftindexes zwischen 0,7 und 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt liegen sie aber noch immer deutlich unter dem Niveau der alten Bundesländer.

Den größten Rückgang verzeichnen Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Bremen mit Indexpunktverlusten zwischen 0,7 und 0,8 Prozent. Da der Index den Vergleich zum Bundesdurchschnitt darstellt, handelt es sich aber nur um einen relativen Rückgang. In der Summe steigt im nächsten Jahr die nominale pro-Kopf-Kaufkraft in allen Bundesländern an.

Umfrage: Die Deutschen überschätzen ihre Kenntnisse über Finanzen

01/2018 - Die Deutschen überschätzen ihre eigene Finanzkompetenz. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Bankenverbands hervor. „Die meisten Bürger interessieren sich zwar für Wirtschaftsthemen und glauben auch, dass sie sich in Finanzangelegenheiten gut auskennen. Jedoch entspricht diese Selbsteinschätzung leider nicht der Realität“, sagte Andreas Krautscheid, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, zu den Ergebnissen der repräsentativen Umfrage. So wusste ein Viertel (26 %) der Befragten nicht, was „Inflation“ bedeutet, und lediglich die Hälfte (52 %) konnte die ungefähre Höhe der gegenwärtigen Inflationsrate nennen. Mit 44 % konnte auch fast die Hälfte nicht erklären, was ein Investmentfonds ist.

„Es ist bedenklich, dass sich die Kompetenz der Deutschen in Finanzfragen seit 2014 noch verschlechtert hat“, so Krautscheid zu den Ergebnissen des sogenannten Finanzplanungsindex: „In Zeiten, in denen wir die Digitalisierung aller Lebensbereiche erleben, wird ein wirtschaftliches Grundverständnis immer wichtiger.“ Gerade jüngere Erwachsene (unter 30 Jahren) zeichneten sich nach Ergebnissen der Studie durch eine geringere Finanzkompetenz aus. Wenn dies in späteren Lebensphasen nicht mehr aufgeholt werde, bestehen schlechte Voraussetzungen, die eigenen Finanz- und Vorsorgeentscheidungen richtig zu treffen. Der Finanzplanungsindex wird an gleichbleibenden Fragen gemessen. Danach verfügen 2017 mehr als 60 % der Befragten über schlechte oder eher schlechte Finanzkenntnisse. 2014 lag der Wert noch bei 56 %.

Krautscheid weiter: „Es ist nicht nur Aufgabe der Schule und der Eltern, Finanzwissen zu vermitteln. Dies sehe ich vielmehr auch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der sich Unternehmen und Wirtschaftsorganisation ebenso angesprochen fühlen.“

Frohe Weihnachten und alles Gute für 2018

12/2017 - Das Team der Steuerberatungskanzlei Huesmann & Pfingstmann wünscht allen Mandanten, Kunden, Geschäftspartnern und Freunden eine schöne Adventszeit, fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir freuen uns auf viele weitere nette Kontakte im kommenden Jahr.


Sparen bei Weihnachtsgeschenken

12/2017 - Kurz vor Weihnachten hat die Stiftung Warentest TV-Geräte, Tablets, Kameras und Kaffeemschinen getestet. Und festgestellt, dass man bei Weihnachtsgeschenken dieser Kategorie so einiges sparen kann: Für einen mit gut bewerteten OLED-Fernseher mit 140 cm Bilddiagonale kann man 2860 Euro zahlen oder 1750 Euro, also mehr als 1000 Euro weniger. Ebenfalls 1000 Euro spart, wer statt eines guten Kaffeevollautomaten für 1460 Euro einen ebenfalls guten für 435 Euro kauft. Bei den hochwertigen Kompaktkameras mit Zoom sind ebenfalls 1000 Euro Ersparnis drin. Sie kosten dann statt 1490 Euro nur 445 Euro. Mit dem Qualitätsurteil gut bewertete Tablets können 1020 Euro kosten oder nur 182 Euro. Die jeweils besten Fernseher, Tablets, Kameras und Kaffeemaschinen finden sich in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/fernseher, www.test.de/tablets, www.test.de/kameras und www.test.de/espressomaschinen.


Unfall bei der Weihnachtsfeier - Wann zahlt die Versicherung?

12/2017 - Besinnliche Atmosphäre, Kerzenschein und leckeres Essen. In der Adventszeit treffen sich viele Belegschaften zu Weihnachtsfeiern. Wenn Beschäftigte dabei Unfälle erleiden, genießen Sie grundsätzlich Versicherungsschutz. Das gilt auch für den direkten Weg zur Feier und zurück nach Hause. Darauf weist die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) in einer Pressemitteilung hin. Danach könne der Versicherungsschutz jedoch entfallen, zum Beispiel wenn Alkohol im Spiel war.

Auch wenn Weihnachtsfeiern außerhalb der Arbeitszeit veranstaltet werden - auch an Sonntagen, genießen Betriebsangehörige den Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Wichtige Voraussetzung ist jedoch, dass die Feier im Einvernehmen mit der Unternehmensleitung erfolgt und den Zusammenhalt der Betriebsgemeinschaft fördert. Seit diesem Jahr gilt hierbei zudem eine neue Regelung: Beschäftigte einzelner Abteilungen oder Teams sind bei gemeinschaftlichen Feiern auch dann versichert, wenn die Unternehmensleitung nicht persönlich teilnimmt. Das hat das Bundessozialgericht in einem Urteil kürzlich festgestellt. Allerdings steht es der Unternehmensleitung offen, ihr Einvernehmen zu solchen dezentralen Feiern auszuschließen und nur zentrale Weihnachtsfeiern zu dulden.

Wo gefeiert wird, zum Beispiel in einem Restaurant, auf dem Weihnachtsmarkt, beim Tanzen oder bei sportlichen Events, spielt dabei keine Rolle. Die Feier muss aber allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eines Unternehmens oder bei Feiern einzelner Teams, allen Teammitgliedern, offen stehen. Außerdem muss die Weihnachtsfeier so ausgerichtet sein, dass sich alle Beschäftigten angesprochen fühlen und nicht nur ein Teil der Belegschaft. Wird zum Beispiel ein Fußballturnier oder eine Skifahrt durchgeführt, müssen Alternativangebote für Betriebsangehörige her, die nicht an solchen sportlichen Events teilnehmen möchten oder können.

Wie die BG BAU weiter mitteilt, werden die Wege von und zur Weihnachtsfeier dabei rechtlich wie Arbeitswege behandelt, die als Wegeunfälle gesetzlich versichert sind. Der Anfahrtsweg beginnt mit dem Verlassen des Gebäudes, in dem der Versicherte wohnt und endet mit dem Betreten der Örtlichkeit, in der gefeiert wird. Auch wer im Rahmen einer Fahrgemeinschaft mit anderen zur Feier und wieder zurück fährt, steht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Jeder Unfall während der Weihnachtsfeier unterliegt der Einzelfallprüfung. Wer etwa nach einem Glas Glühwein auf der Tanzfläche umknickt und sich dabei einen Bänderriss zuzieht, muss nicht um seinen Versicherungsschutz fürchten. War jedoch Alkoholeinfluss eindeutig die Unfallursache, so kann der Unfallversicherungsschutz versagt werden.

Geld oder Gold als Weihnachtsgeschenk: Darauf sollten Sie achten

12/2017 - Neun von zehn Bundesbürgern machen anderen an Weihnachten gerne eine Freude. Und das lassen sie sich auch etwas kosten: Das durchschnittliche Budget für Weihnachtsgeschenke liegt in diesem Jahr bei 278 Euro. Neben Gutscheinen, Spielwaren und Bekleidung liegen oft auch Umschläge mit Bargeld unter den deutschen Weihnachtsbäumen - dieses Jahr voraussichtlich im Wert von insgesamt 3,5 Milliarden Euro (GfK-Weihnachtsstudie 2017). Wem das zu einfallslos ist, der kann den Geldwert an seine Lieben auch anders überreichen. Gold ist als Geschenk besonders gefragt – es glänzt nicht nur, es ist vor allem wertbeständig. Darauf weist der Bundesverband Deutscher Banken in einer Pressemitteilung hin.

Beim Kauf des Edelmetalls gelte es danach einiges zu beachten: Klassische Goldbarren oder hochwertige Goldmünzen wie der südafrikanische Krügerrand, der kanadische Maple Leaf oder der Wiener Philharmoniker eignen sich laut Bankenverband als Geschenke am besten. Sowohl Barren als auch Münzen sind in unterschiedlichen Größen erhältlich. Doch je kleiner die Stückelung, desto stärker fallen die Herstellungskosten ins Gewicht. Um sich vor Fälschungen zu schützen, ist man bei seriösen Anbietern an der richtigen Adresse. Banken garantieren für die Echtheit der von ihnen angebotenen Goldbarren und -münzen. Wichtig: Das goldige Geschenk sollte diebstahlsicher aufbewahrt werden, etwa zuhause in einem Safe oder in einem Bankschließfach.

Zwar ohne Glanz, aber nicht weniger wertvoll, ist ein Sparplan-Geschenk für den langfristigen Vermögensaufbau der Kinder oder Enkel. Klassische Banksparpläne sind sicher, werfen allerdings derzeit kaum Zinsen ab. Höhere Renditechancen bieten zum Beispiel Aktienfonds-Sparpläne oder die günstigeren ETF-Sparpläne. Hätte man in den vergangenen zehn Jahren monatlich 50 Euro mit Aktienfonds Deutschland gespart, so wären bis heute aus den eingezahlten 6.000 Euro durchschnittlich 9.716 Euro geworden (Quelle: BVI). Es gibt zwar keine Garantie dafür, dass diese Renditen auch künftig erzielt werden, doch die Chancen sind gut. Wie man ein Depot für den Nachwuchs einrichtet, erfragt man nach Ansicht des Bankenverbandes am besten bei seiner Bank.

EU-Parlament beschließt ePrivacy-Verordnung

11/2017 - Mit der ePrivacy-Verordnung sollen Datenschutz und Vertraulichkeit in der elektronischen Kommunikation verbessert werden, unter anderem bei Tracking und Internettelefonie. Das Europäische Parlament hat am 26. Oktober 2017 seine Position zur ePrivacy-Verordnung beschlossen. Sobald der EU-Rat eine Entscheidung über seine Ausrichtung getroffen hat, können nun die Trilog-Verhandlungen beginnen.

Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), sieht in der Verordnung einen Vorstoß für besseren Verbraucherschutz: „Für Verbraucher ist es eine gute Nachricht, dass ihre Privatsphäre online und offline künftig besser geschützt werden soll. Der Datenschutz ist damit endlich im digitalen Zeitalter angekommen. Datenschutz gilt nach der Verordnung für Internettelefonie und Chats genauso wie für herkömmliche Telefonate und Briefe: Verbraucher müssen grundsätzlich einwilligen, bevor ihre Daten verarbeitet werden. Die Verordnung enthält außerdem wichtige Vorschläge zu Tracking, datenschutzfreundlichen Browser-Voreinstellungen, Verschlüsselungspflichten und Klagemöglichkeiten bei Verstößen. Die Details wird der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) nun prüfen. Der vzbv begrüßt, dass das Europäische Parlament sich nach langer Debatte dafür entschieden hat, diesen Ansatz der EU-Kommission fortzuführen. Die kommende Bundesregierung muss sich nun dafür einsetzen, dass die verbraucherschutzfreundlichen Regelungen in den Trilog-Verhandlungen zwischen EU-Parlament, EU-Kommission und EU-Rat erhalten bleiben.“

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Deutsche achten auf Produkte aus der Region

11/2017 - Bei der Auswahl ihrer Lebensmittel und Getränke legt fast die Hälfte (48 Prozent) der Konsumenten rund um den Globus größten Wert auf Produkte, die wenig Zucker enthalten oder frei von Gentechnik sind. Vor allem Chinesen haben ein wachsames Auge auf die Inhaltsstoffe von Essen und Trinken. Bei den Deutschen spielt der regionale Aspekt eine wichtige Rolle. Das zeigt eine aktuelle GfK-Onlineumfrage in 17 Ländern. Während im internationalen Vergleich die insgesamt 23.000 Befragten an dritter Stelle den Aspekt „Es ist ein Produkt mit niedrigem Natrium- bzw. Salzgehalt“ (45 Prozent) nennen, liegt in Deutschland die Wahrnehmung verstärkt auf der Regionalität der Produkte. Gentechnikfrei (43 Prozent), niedriger Zuckergehalt (42 Prozent) und aus der Region (37 Prozent) sind den Deutschen am wichtigsten, wenn es ums Essen und Trinken geht.

Unter den Befragten in Deutschland zeigt sich, dass mit zunehmendem Alter verstärkt auf die Auswahl des Einkaufs geachtet wird, speziell in der Altersgruppe der 50 bis 59-Jährigen und der Generation 60 plus. Wenn es allerdings um die Frage der Regionalität von Produkten geht, bezeugt die Altersgruppe der 40 bis 49-Jährigen mit 43 Prozent das größte Interesse. Im internationalen Durchschnitt verhält es sich genau anders herum. Hier sind es vor allem die 30 bis 39-Jährigen Internetnutzer, die ihre Lebensmittel und Getränke sehr gezielt auswählen.

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Frohes Fest für den stationären Handel

11/2017 - Auch 2017 darf sich der Einzelhandel auf das Weihnachtsfest freuen: Wie der Deloitte Christmas Survey zeigt, schenken die Verbraucher den stationären Händlern mehrheitlich ihr Vertrauen. Ganze zwei Drittel planen, ihre Geschenke hauptsächlich hier zu erstehen. Am häufigsten wollen sie dabei zu Büchern, Kosmetik und edlen Süßwaren greifen - aber auch Gutscheine und Bargeld finden sich weit oben auf der Liste. Dabei bleibt nur noch begrenzte Zeit: Deutlich über ein Drittel der Konsumenten hat sich vorgenommen, die Präsente im November zu besorgen. Erstaunlicherweise spielen spezielle Verkaufstage, wie der Black Friday, für deutsche Käufer so gut wie keine Rolle. Nur knapp über zwei Prozent der Befragten planen, an einem dieser Tage ihre Geschenke zu kaufen. Anfang Dezember wollen sich gut 25 Prozent auf den Weg machen. Dieser führt sie vor allem in lokale Fachgeschäfte, aber auch Kaufhäuser können sich auf viele Kunden freuen. Gerade der Fachhandel spielt hier seine Stärken aus: Die Käufer schätzen die hohe Beratungskompetenz, den unkomplizierten Umtausch sowie das einfache Bezahlen. Doch auch das Internet bleibt ein stark frequentierter Weihnachts-Marktplatz. Seine Vorteile: bessere Vergleichsmöglichkeiten, attraktivere Preise, mehr Zeitersparnis - und natürlich die 24/7-Öffnungszeiten. Im Vergleich zu 2016 (464 Euro) steigen die Budgets auf 484 Euro.

"Der Einzelhandel wurde bereits mehrmals abgeschrieben, bleibt aber dennoch Einkaufsziel Nummer eins bei den Verbrauchern. Die Vorteile des Online-Einkaufs werden von den Menschen aber immer mehr geschätzt. Es bestehen jedoch teilweise noch Bedenken wegen des Datenschutzes und sicherer Bezahlmethoden", erklärt Karsten Hollasch, Partner und Leiter Consumer Business bei Deloitte.

Bücher nicht mehr Spitzenreiter

Bücher sind nicht mehr die beliebtesten Geschenke. Zwar wollen sie 41 Prozent verschenken, 38 Prozent würden gerne welche bekommen - begehrter indes sind Süßigkeiten: Rund 44 Prozent würden sich über Pralinen freuen, knapp 41 Prozent haben gute Aussichten darauf. Anders als im Vorjahr ist Bargeld nicht mehr so begehrt (26%) - hier könnte das Angebot (38%) an Heiligabend die Nachfrage übersteigen. Ähnliches gilt für Gutscheine (von 33% gewünscht, von knappen 40% avisiert), während kosmetische Artikel nahezu eine Deckungsgleichheit aufweisen (33%/34%).

Alle lieben Pralinen

Wie unterschiedlich sind die Vorlieben von Frauen und Männern? Mit 43 Prozent ist die Zahl der Frauen, die sich über Bücher freuen, um elf Prozentpunkte höher als bei Männern. Diese liegen dagegen beim Bargeld um vier Prozentpunkte vorn (41%). Dass Kosmetik bei Frauen beliebter ist (42%), scheint offensichtlich - aber immerhin können sich auch 24 Prozent der Männer hierfür begeistern. Ganze 41 Prozent der Herren mögen Schokolade, bei den Damen sind es 46 Prozent. Gleichermaßen bei beiden Geschlechtern beliebt sind Gutscheine (M.: 32%, F.: 34%).

Technik immer noch Männer-, Lifestyle Frauensache

Im Vergleich zum Vorjahr scheinen sich die Präferenzen der Geschlechter einander etwas angenähert zu haben. Signifikante Unterschiede gibt es natürlich dennoch. Für Männer ist nach wie vor die Technik ein großes Thema: Bei Konsolen, PCs und externer Hardware liegen sie klar vorn. Frauen hingegen führen deutlich bei Beautyprodukten, Kochutensilien und Schmuck. Bemerkenswert: Bei Kleidung herrscht fast Übereinstimmung.

Top-10-Wunschzettel (Frage: Welches dieser Geschenke wünschen Sie sich?)

 

Frauen

  1. 1 Schokolade 46%
  2. 2 Bücher 43%
  3. 3 Kosmetika/Parfüms 42%
  4. 4 Bargeld 36%
  5. 5 Geschenkgutscheine 34%
  6. 6 Beauty 24%
  7. 7 Schmuck 21%
  8. 8 CD 19%
  9. 9 DVD 19%
  10. 10 Food & Drink 18%

 

Männer

  1. 1. Schokolade 41%
  2. 2 Bargeld 41%
  3. 3 Bücher 32%
  4. 4 Geschenkgutscheine 32%
  5. 5 Food & Drink 25%
  6. 6 Kosmetika/Parfüms 24%
  7. 7 DVD 22%
  8. 8 CD 20%
  9. 9 Kleidung/Schuhe 18%
  10. 10 Games 17%

 

Bücher für Kinder, Cash für Teens

Teenager lieben Bargeld als Geschenk: Cash ist mit 33 Prozent Präferenz klarer Spitzenreiter vor Büchern (minus fünf Prozentpunkte gegenüber 2016), Gutscheinen, Süßigkeiten und Konsolen. Aufsteiger bei Kindern unter zwölf sind traditionelle Spiele (Vorjahr 10, jetzt 28%), insgesamt dominieren Bücher vor Puppen/Plüschtieren und pädagogischem Spielzeug.

 

Ideenlieferant Internet

Inspirationen für schöne Weihnachtsgeschenke finden die Verbraucher in Geschäften, auf Webseiten oder durch Tipps von Bekannten. Im Netz sind vor allem Online-Stores und Suchmaschinen häufig verwendete Ressourcen. Soziale Netzwerke eignen sich gleichermaßen gut für den Ideenaustausch oder für Preischecks. Für den Online-Kauf nutzen die meisten noch die klassischen Zugänge über PC oder Laptop. Mobile Commerce als Kanal wächst aber rasant und ist bereits für 20 Prozent der Befragten eine Alternative. Für Händler wird es daher immer wichtiger, dies bei der Gestaltung ihrer Online-Stores zu berücksichtigen und die damit verbundenen Systeme und Prozesse entsprechend zu gestalten. Beim stationären Handel sind vor allem Fachgeschäfte, der Einzelhandel oder Kaufhäuser für das Weihnachtsshopping beliebt.

"Rund 484 Euro wollen die Menschen in diesem Jahr an Weihnachten durchschnittlich für Geschenke, Verpflegung, Reisen und Entertainment ausgeben. Das sind vier Prozent mehr als im letzten Jahr. Dies lässt auf ein nach wie vor hohes Verbrauchervertrauen in die allgemeine und individuelle wirtschaftliche Lage schließen. Wie im letzten Jahr übersteigen die geplanten Käufe vor Ort die Online-Ausgaben, in diesem Jahr sogar noch deutlicher als 2016", ergänzt Karsten Hollasch.

 

 


Passwortmanager: Sicherer als Schnucki123

10/2017 - Millionen Internetnutzer schützen ihre Onlinekonten fahrlässig mit simplen oder identischen Passwörtern. Für mehr Sicherheit können gute Passwort­manager sorgen, die schwer zu knackende Passwörter erzeugen und verwalten. Die Stiftung Warentest hat neun Passwortmanager getestet und kann vier Programme empfehlen. Vom Speichern der Passwörter im Browser raten die Tester dagegen ab. Sie bieten viel weniger Funktionen zum Schutz der eigenen Konten.

Ein Passwortmanager vereint zwei große Vorteile: Man muss sich nur noch ein Passwort merken und kann ganz komfortabel für alle Dienste unterschiedliche und viel komplexere Passwörter nutzen.

Sie haben aber auch Risiken. Wenn das Masterpasswort in falsche Hände gerät, sind alle anderen Passwörter auch futsch. Die empfehlenswerten Programme erhöhen hier den Schutz durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung – eine spezielle Anmeldung, die neben dem Masterpasswort einen zweiten Schlüssel, etwa einen Fingerabdruck, erfordert.

Die empfehlenswerten Passwortmanager kosten 20 bis 33 Euro pro Jahr. Es gibt auch kostenlose Varianten der getesteten Programme, die allerdings weniger Funktionen bieten. Sie synchronisieren sich zum Beispiel nicht über mehrere Geräte oder speichern nur eine begrenzte Anzahl an Passwörtern.

Die Regeln für ein gutes Passwort stellen IT-Experten gerade infrage. Statt Groß- und Kleinbuchstaben, gespickt mit Sonderzeichen, empfehlen sie neuerdings: Hauptsache, so lang wie möglich. 20 Zeichen sollten es mindestens sein. Die Passwortmanager generieren zufällige Passwörter mit bis zu 100 Zeichen.

Der ausführliche Test ist in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test erschienen und unter www.test.de/passwortmanager abrufbar.



Kunden vertrauen Banken beim Datenschutz

10/2017 - Die Mehrheit der Deutschen vertraut den Kreditinstituten, wenn es um den Schutz vor missbräuchlichem Zugriff auf persönliche Kundendaten geht. So sind sechs von zehn Deutschen (61%) überzeugt, dass Kundendaten bei Banken und Sparkassen gut oder sehr gut vor unerlaubten Zugriffen Dritter geschützt sind. Von den großen Internetunternehmen wie Google, Amazon oder Facebook glaubt dies nur jeder Zehnte und von den Technologieunternehmen, die Finanzdienstleistungen anbieten (FinTechs), weniger als jeder fünfte Befragte (17%). Dies ergab eine repräsentative Umfrage der GfK.

Der Schutz persönlicher Daten im Netz und beim Banking ist ein zentrales Thema, über das der Bankenverband im Rahmen des European Cyber Security Month (ECSM) informiert. In dem Aktionsmonat, der am 1. Oktober gestartet ist, soll europaweit Aufmerksamkeit für das Thema Cybersicherheit geschaffen werden. In Deutschland übernimmt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Aufgabe als Koordinierungsstelle für die Aktionen.



Bund der Steuerzahler: 500 Abgeordnete sind genug

10/2017 - Noch nie saßen so viele Frauen und Männer im Deutschen Bundestag: Die Rekordzahl von 709 Abgeordneten liegt 111 Sitze über der gesetzlich festgelegten Soll-Größe von 598 Parlamentssitzen. „Leider sind unsere Befürchtungen eingetreten: Jetzt haben wir einen XXL-Bundestag!“, bedauert der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel.
„Die Ausgaben für ein Parlament gehören zwar zu den Betriebskosten einer demokratischen Grundordnung, aber hier reißt der Bundestag das Fenster auf und dreht sprichwörtlich die Heizung hoch. Deshalb müssen die Fraktionen des neu gewählten Bundestags sofort ein neues Wahlrecht und eine absolute Mandats-Obergrenze für den Deutschen Bundestag anpacken. 500 Abgeordnete sind genug!“

Aus parteitaktischen Gründen haben es die Fraktionen vier Jahre lang versäumt, ein berechenbares Bundeswahlrecht auf die Beine zu stellen, kritisiert der Bund der Steuerzahler. Dieser Missstand hat sich am Wahlsonntag bitter gerächt: Der neue XXL-Bundestag wird nicht nur den Abgeordneten schlechtere Arbeitsbedingungen bieten, sondern kommt auch den Steuerzahlern viel teurer zu stehen.

So viel kostet der neue Deutsche Bundestag nur im Jahr 2018:

- Auf rund 517 Millionen Euro werden sich die Ausgaben für Entschädigungen, steuerfreie Kostenpauschale, Fraktionszuschüsse, Vergütung der Abgeordneten-Mitarbeiter (u.ä. mandatsbedingte Kosten) im Jahr 2018 summieren.
- Zum Vergleich: Ein Parlament mit der gesetzlichen Soll-Stärke von 598 Sitzen würde 75 Millionen Euro weniger kosten, ein Bundestag mit der bisherigen Größe von 630 Sitzen rund 54 Millionen Euro weniger.
- Wichtig: Weitere Millionen-Ausgaben werden zudem für neue Liegenschaften und eine Aufstockung des Beamtenpersonals der Bundestagsverwaltung fällig werden.

Das Problem mit dem Wahlrecht bringt BdSt-Präsident Holznagel auf den Punkt. „Das verkorkste Wahlrecht hat eine vermeidbare Kostenlawine für die Steuerzahler losgetreten, die in keinem Verhältnis zu einem parlamentarischen Mehrwert steht. Die neu gewählten Abgeordneten müssen Verantwortung übernehmen und das Wahlrecht sofort reformieren. Ein aufgeblähter Bundestag ist den Wählern nicht vermittelbar. Dieser XXL-Bundestag darf sich bei der nächsten Wahl nicht wiederholen!“

 


Tracking-Blocker: Kostenlos Spuren im Internet verwischen

09/2017 - Tracking-Blocker beschränken die Möglichkeiten von Schnüffelprogramme, das eigene Surfverhalten zu verfolgen und die Daten an zahlreiche Firmen weiterzuleiten. Die Stiftung Warentest hat für die aktuelle Ausgabe ihrer Zeitschrift test zehn dieser Tracking-Blocker getestet und rät jedem Internetnutzer, eines oder mehrere dieser Programme zu installieren. Denn die Privatsphäre ist damit auf jeden Fall besser geschützt als ohne.

Die Verfolgung des Surfverhaltens heißt Tracking. Sie findet auf fast jeder Seite im Internet statt. Dabei sammeln Firmen Daten, die präzise Rückschlüsse auf Interessen und Bedürfnisse des Nutzers sowie auf seine finanzielle Lage, gesundheitliche Probleme, politische Haltungen oder sexuelle Präferenzen zulassen. Darauf basierend wird personalisierte Werbung generiert, es kann aber auch die Bonität von Verbrauchern bewertet werden. Tracking senkt oft auch die Surfgeschwindigkeit, denn zahlreiche Firmen greifen im Hintergrund auf die Daten des Surfers zu – ihre Schnüffelprogramme erhöhen die Datenmenge, sodass Seiten länger zum Laden brauchen.

Wer seine Spuren im Netz verwischen will, ist am besten mit dem Programm uBlock Origin bedient. Mit den Grundeinstellungen verringert es die Tracker-Anzahl um 77 Prozent – und es ist für Normalnutzer sehr gut handhabbar. Aber auch die anderen Programme sind besser als gar kein Tracking-Blocker. Bei manchen kann es allerdings sein, dass nach der Installation Bilder oder Videos von Internetseiten verschwinden oder Texte zerbröseln. In solchen Fällen ist es ratsam, die Intensität des Blockens in den Programmeinstellungen abzumildern.

Der ausführliche Test Tracking-Blocker erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift test und ist unter www.test.de/tracking-blocker abrufbar.



Ausgezeichnet! Das sind die erfolgreichsten Online-Jobbörsen

09/2017 - Mehr als 23.000 Bewerber und über 10.000 Arbeitgeber bewerten ihre Zufriedenheit mit Online-Jobbörsen unter Jobboersencheck.de. Als Testsieger in verschiedenen Kategorien gehen hervor: Jobware, StepStone, Regio-Jobanzeiger, Jobvector, Empfehlungsbund, Gigajob, Azubiyo, Unicum, Kimeta, Glassdoor, Aerzteblatt.de/aerztestellen und Stellenwerk.

Regelmäßig jährlich ermittelt die PROFILO Rating-Agentur GmbH mit Jobboersencheck.de, dem kostenlosen Bewertungs- und Vergleichsportal für Online-Jobbörsen in Deutschland, die besten Jobbörsen in verschiedenen Kategorien.

Höchste Zufriedenheitswerte von Arbeitgebern und Bewerbern gleichermaßen erhalten die generalistischen Online-Jobbörsen Jobware, StepStone, Jobstairs und Regio-Jobanzeiger. Bei diesen Jobbörsen treffen Arbeitgeber auf die passenden Bewerber und Bewerber auf die passenden Jobangebote.

Die auf Naturwissenschaftler, Mediziner, Informatiker und Ingenieure spezialisierte Jobbörse Jobvector liegt in der Kategorie der Spezialjobbörsen auf dem 1. Rang, gefolgt von Yourfirm, einer spezialisierten Jobbörse für den Mittelstand und die Hidden Champions. Im Small-Cluster der Arbeitgeber präsentiert sich Empfehlungsbund.de auf dem vorderen Platz und das Portal aerzteblatt.de/aerztestellen.de punktet bei Bewerbern.

Das Arbeitgeber-Bewertungsportal Glassdoor fällt als Newcomer im Ranking der Bewerber auf und sichert sich sofort im Small-Cluster die Poleposition. Kununu, das Tochterunternehmen von Xing, schafft es dagegen nur auf einen undankbaren 4. Rangplatz.




Einkommenserwartung stellt erneut Rekord auf

09/2017 - Die Stimmung der Verbraucher zeigt im August ein positives, wenn auch nicht einheitliches, Bild. Sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung können ihr ohnehin exzellentes Niveau noch einmal verbessern, während die Konjunkturerwartung nach fünf Anstiegen in Folge einen Dämpfer erhält. GfK prognostiziert für September einen Anstieg des Konsumklimas gegenüber dem Vormonat um 0,1 Zähler auf 10,9 Punkte.

Die Bundesbürger sehen die Binnenkonjunktur in Deutschland weiter auf einem überaus guten Weg. Dies belegt der erneute Anstieg der Einkommenserwartung sowie der Anschaffungsneigung. Beide können ihr hohes Niveau noch einmal steigern. Dagegen erleidet die Konjunkturerwartung einen Rückschlag. Dennoch deutet ihr gegenwärtiges Niveau nach wie vor darauf hin, dass die Verbraucher die deutsche Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs sehen.

Nachdem die Konjunkturaussichten der Verbraucher seit April Zuwächse vermeldeten, müssen sie im August einen Rückschlag hinnehmen. Die Konjunkturerwartung verliert 14,2 Zähler und sinkt damit auf 30,4 Punkte. Dennoch weist der Indikator nach wie vor ein gutes Niveau auf. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnet er noch immer ein stattliches Plus von knapp 22 Punkten.

Trotz der Einbußen sehen die deutschen Verbraucher die deutsche Wirtschaft auf einem soliden Wachstumskurs. Ob es sich bei dem Rückgang des Indikators im August um einen einmaligen „Ausrutscher“ handelt, muss man abwarten. Möglicherweise ist eine Reihe von Bundesbürgern etwas verunsichert darüber, ob sich die Exportnation Deutschland angesichts der Diskussionen um die Zukunft des Diesel-Pkws sowie zahlreicher Krisenherde auch künftig so dynamisch entwickeln kann wie bisher.

Die Wirtschaftsexperten gehen dagegen davon aus, dass Deutschland seinen Wachstumskurs beibehalten wird. So berichtet das Statistische Bundesamt, dass das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2017 um 0,6 Prozent gegenüber der Vorperiode zugenommen hat (1. Quartal: 0,7 Prozent). Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gibt es im zweiten Vierteljahr kalenderbereinigt – also unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Anzahl der Arbeitstage – ein Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent an, nach 2,0 Prozent im ersten Quartal 2017. Folglich geht die Deutsche Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht auch davon aus, dass die Wirtschaft in diesem Jahr sogar noch etwas stärker wachsen kann als die im Juni prognostizierten 1,9 Prozent.

Trotz moderater Konjunkturaussichten in diesem Monat eilt die Einkommenserwartung weiter von Rekord zu Rekord. Im August gewinnt der Indikator 0,5 Zähler hinzu und steigt damit auf 61,4 Punkte. Dies ist bereits der fünfte Anstieg in Folge. Damit erreicht der Indikator einen erneuten Höchstwert seit der Wiedervereinigung. Noch nie seit 1991, als die Erhebung der Verbraucherstimmung für Gesamtdeutschland startete, wurde ein besserer Wert gemessen.

Wesentlicher Grund für diese Rekordfahrt ist und bleibt die äußerst gute Situation auf dem Arbeitsmarkt, der ebenfalls von Bestmarke zu Bestmarke eilt. So nimmt die Anzahl der Erwerbstätigen ständig zu. Im zweiten Quartal waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 44,2 Millionen Menschen im Inland erwerbstätig, so viele wie noch nie in Deutschland. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs von mehr als 660.000 Personen oder 1,5 Prozent.

Trotz gemäßigter Konjunkturaussichten bleiben die Bundesbürger auch im August in bester Kauflaune. Die Anschaffungsneigung gewinnt 3,3 Zähler hinzu und klettert damit auf 58,1 Punkte. Damit werden die Einbußen des Indikators aus dem Vormonat (-3,1 Punkte) mehr als kompensiert.

Die sehr gute Beschäftigungssituation in Deutschland ist und bleibt der wichtigste Grund für gute Konsumstimmung. Stabile Beschäftigungsverhältnisse lassen kaum Angst aufkommen, den Job zu verlieren. Folglich sind die Bundesbürger eher bereit, sich finanziell etwas risikofreudiger zu engagieren und größere Anschaffungen zu tätigen, die auch mit einer Kreditaufnahme verbunden sein können.
Eine nach wie vor sehr schwache Sparneigung gibt der Konsumlaune zusätzlichen Schub. Zwar ist der Indikator im August angestiegen, konnte aber die starken Verluste aus dem Vormonat nicht wettmachen. So verharrt die Sparneigung auch im Sommer 2017 weiter tief im Keller.

Nach 10,8 Zählern im August prognostiziert GfK für September einen Anstieg auf 10,9 Punkte. Dies bedeutet den fünften Anstieg in Folge und den höchsten Wert seit Oktober 2001. Damit bleibt die Konsumstimmung in Deutschland weiterhin auf einem stabilen Wachstumskurs.

GfK bestätigt seine zu Jahresbeginn veröffentlichte Prognose, wonach die realen privaten Konsumausgaben 2017 um etwa 1,5 Prozent zunehmen werden. Die Binnennachfrage wird folglich auch in diesem Jahr einen wesentlichen Beitrag zum Wirtschaftswachstum in Deutschland leisten können.
Mögliche Risiken für die Konsumkonjunktur kommen weniger aus dem Inland als vielmehr aus dem internationalen Umfeld. Die sehr schleppend verlaufenden Brexit-Verhandlungen, die wenig transparente US-Politik, eine Verschärfung der Lage in diversen Krisenregionen, wie Nordkorea oder dem Nahen Osten, sowie die Terrorgefahr könnten auch dem Konsumklima künftig Schaden zufügen.

 


Girokonto: Wer mehr als 60 Euro Gebühren zahlt, sollte wechseln

09/2017 - Bankkunden müssen sich nicht alles bieten lassen. Gebühren für ein Girokonto, die 60 Euro im Jahr übersteigen, sind nach Ansicht der Stiftung Warentest ein Grund, sich ein günstigeres Konto zu suchen. Die Tester haben für die September-Ausgabe von Finanztest 231 Gehalts- und Girokonten von 104 Banken geprüft und sogar noch 23 Kontomodelle gefunden, die ohne Wenn und Aber kostenfrei sind.

Spätabends vor der Party schnell noch Geld ziehen kann für Kunden der Frankfurter Volksbank, die ein Konto mit Einzelabrechnung haben, teuer werden. Denn kostenlos ist die Abhebung nur während der Geschäftszeiten der Filiale. Classic-Kunden der Salzlandsparkasse zahlen für jede Buchung 50 Cent, auch wenn sie am eigenen Automaten Geld abheben. Die Ethikbank kassiert allein für die bei anderen Banken oft kostenlose Girocard 15 Euro. Viele Banken entwickeln eine große Kreativität um sich neue Gebühren auszudenken. Das ist zulässig, aber alles andere als kundenfreundlich. So hat vor kurzem der Bundesgerichtshof entschieden, dass auch Gebühren für eine SMS mit einer Tan berechnet werden dürfen.

Doch es gibt sie noch, die kostenlosen Konten. Onlinebanking-Fans können unter neun Direktbanken wählen, wer gern persönlich mit dem Bankberater spricht, ist bei 14 überregionalen und regionalen Filialbanken am besten aufgehoben. Der Wechsel ist leicht (Anleitung unter test.de/kontowechsel).

Die große Tabelle und viele Tipps und Informationen finden sich in der September-Ausgabe von Finanztest und dem Produktfinder Girokonto unter test.de/girokonto. Dort kann jeder das für ihn passende Konto ermitteln.

 

Spiele-Apps: Daten- und Kinderschutz häufig inakzeptabel

08/2017 - Von 50 beliebten Smartphone-Spielen ist kein einziges unbedenklich. „Kostenlose“ Apps können sehr teuer werden und oft hapert es am Daten- und Kinderschutz. Zu diesem Ergebnis kommen die Stiftung Warentest und Jugendschutz.net, das gemeinsame Kompetenzzentrum von Bund und Ländern für den Jugendschutz im Internet. Zusammen haben sie 50 beliebte und umsatzstarke Apps, die für Kinder freigegeben sind, auf Kinderschutz und Verbraucherfallen untersucht. „Was wir gefunden haben, ernüchtert“, sagt Danielle Leven, Projektleiterin für die Untersuchung bei der Stiftung Warentest.

https://www.test.de/Pokemon-Go-Minecraft-Co-So-werden-Kids-mit-Apps-abgezockt-5197290-0/

19 Apps schützen Kinder zu wenig vor Mobbing und unangemessener Kontaktaufnahme durch Fremde. 19 Apps nerven mit Werbung, die sich ohne klare Kennzeichnung mit dem Spiel vermischt. Geldfallen sind zahlreiche Apps, die Anbieter als kostenlos anbieten. Viele sind so programmiert, dass Spieler zunächst große Fortschritte erzielen, dann aber Ressourcen kaufen müssen, um sofort weiterspielen zu können. In drei Spielen kosten Käufe bis zu knapp 350 Euro. Oft sind die Preise nicht transparent und der Überblick über die Kosten kann schnell verloren gehen.

Nur bei 4 von 50 Apps halten die Stiftung Warentest und Jugendschutz.net den Datenschutz und Geschäftsbedingungen für angemessen. Die meisten sammeln Daten der Spieler, etliche kontaktieren gleich beim Spielstart mehrere Werbenetzwerke, eine App hat schon beim Start 87 Kontakte mit 13 Internetservern. Über die Hälfte der Apps senden Daten, mit denen Nutzer identifiziert werden können. Im Test belohnen es 24 Apps, wenn sich Spieler mit Facebook-Zugangsdaten anmelden. Da Facebook Nutzer unter 13 Jahren ausschließt, werden Jüngere verleitet, sich mit einer falschen Altersangabe dennoch anzumelden. Durch den Zugriff auf Facebook können weitere Daten gesammelt werden.



Online-Banking: Nicht jede SMS-TAN darf etwas kosten

08/2017 - Kreditinstitute dürfen beim Online-Banking künftig nicht mehr für jede SMS-TAN Gebühren verlangen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen die Kreissparkasse Groß-Gerau entschieden. Der BGH sprach jedoch kein generelles Verbot für SMS-TAN-Gebühren aus.

„Das Ergebnis ist ernüchternd“, so Klaus Müller, Vorstand des vzbv. „Das Urteil könnte bedeuten, dass Verbraucherinnen und Verbraucher selbst für einen so einfachen Vorgang wie eine Online-Überweisung keine Preistransparenz mehr haben.“
Nicht jede SMS-TAN darf kosten

Der vzbv hatte vorgetragen, dass Entgelte dann unzulässig seien, wenn sie mit anderen Gebühren bereits abgegolten sind. Dies entsprach auch der bisherigen Rechtsprechung des BGH. Im vorliegenden Falle konnte sich der BGH aber nur zu einem Verbot der konkreten Klausel durchringen. Danach dürfe die Kreissparkasse also nicht mehr für jede SMS-TAN Gebühren verlangen. „Leider verbietet der BGH Gebühren für SMS-TAN jedoch nicht grundsätzlich“, so Müller.

Die Kreissparkasse hatte auf ihrer Internetseite damit geworben, dass SMS-TAN je 0,10 Euro kosten, unabhängig vom gewählten Kontomodell. Daneben berechnete die Sparkasse für die Nutzung des Internetkontos eine monatliche Pauschale von 2 Euro.
Wildwuchs bei der Preisgestaltung stoppen

„Bei der Preisgestaltung herrscht noch immer Wildwuchs“, so Müller. „Verbraucher müssen vermutlich auch weiterhin nach Kosten suchen, wenn sie Kontomodelle vergleichen. Transparenz sieht anders aus.“ Der Gesetzgeber verlange eigentlich, dass Verbraucher gut vergleichbare Entgeltstrukturen bei Konten vorfinden. „Davon ist man in der Praxis leider noch weit entfernt“, so Müller. Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs basiere auf Vorgaben aus dem Zahlungsdienstrecht. Über diese Vorgaben werde man auf politischer Ebene noch einmal nachdenken müssen.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 13.06.2017, Az.: XI ZR 260/15



Kaufen oder Mieten? Auf die Lage kommt es an!

08/2017 - Trotz steigender Preise für Wohneigentum ist Kaufen in vielen Regionen Deutschlands immer noch lohnender als Mieten. Vielerorts heißt es jedoch "Augen auf beim Immobilienkauf", denn die Kaufpreise haben die Mieten dort weit abgehängt. Experten raten dann dazu, das Investment in eine Immobilie sehr sorgfältig zu prüfen. Das gilt sowohl für Selbstnutzer als auch Investoren, die eine Immobilie als Geldanlage nutzen wollen. Der Postbank Wohnatlas 2017, für den das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) die Immobilienmärkte bundesweit unter die Lupe genommen hat, gibt einen Überblick über das regionale Verhältnis von Kauf- und Mietpreisen.

Entscheidend für die Bewertung eines Immobilieninvestments ist bei einer günstigen Entwicklung der Haushaltszahlen und der Einkommen in einer Region das Verhältnis der Jahresnettokaltmiete zum Kaufpreis: Wie viele durchschnittliche Jahresmieten kostet eine normal ausgestattete 100-Quadratmeter-Wohnung? Je kleiner dieser sogenannte Vervielfältiger ausfällt, umso höher die Ertragschancen - sowohl für Vermieter, die mit den Mieteinnahmen die Immobilie finanzieren wollen, als auch für Selbstnutzer, die keine steigenden Mieten mehr zahlen möchten.

"Wohnimmobilien zu vergleichsweise moderaten Preisen finden sich in 195 der 402 Landkreise und kreisfreien Städte", erläutert Georg Hoogendijk, Geschäftsführer der Postbank Immobilien GmbH. "Dort werden für den Kauf einer Immobilie nicht mehr als rund 20 Jahresnettokaltmieten fällig, in 51 Kreisen sogar nur bis zu rund 15 Jahresmieten." Bundesweit reicht die Spanne von zehn Jahresnettokaltmieten im thüringischen Kyffhäuserkreis bis zu knapp 61 im Landkreis Nordfriesland, zu dem die begehrten Lagen auf Sylt gehören.

Große Unterschiede zwischen Stadt und Land

Besonders hoch in Relation zu den Mieten sind die Kaufpreise an der Küste und in einer Reihe von Kreisen in Süddeutschland. Die positive Wirtschaftsentwicklung im Süden der Republik zieht immer mehr Arbeitnehmer an, zusätzlich befeuern die niedrigen Zinsen die Nachfrage am Immobilienmarkt. Eine Sonderentwicklung gibt es an Nord- und Ostsee. Hier sind vor allem Ferienimmobilien begehrt. Die Mehrheit der Kreise, in denen die Kaufpreise bis auf das 25-fache und mehr der örtlichen Jahresmieten angestiegen sind, liegt in Bayern. Ähnlich sieht es bundesweit in den großen Städten aus, während auf dem Land im Verhältnis zu den örtlichen Mieten noch günstigere Preise zu finden sind.


Beim Shopping auf Schritt und Tritt überwacht

07/2017 - Die EU-Institutionen verhandeln zurzeit die Reform der ePrivacy-Verordnung. Schon heute können einzelne Menschen über ihr Smartphone zum Beispiel von Geschäften identifiziert werden. Das könnte in Zukunft zum Alltag gehören, denn die geplante EU-Verordnung setzt dieser Praxis keine Grenzen.

„Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland sehen das Offline-Tracking sehr kritisch. Die Bundesregierung sollte sich im Europäischen Rat dafür einsetzen, dass die Interessen der Verbraucher berücksichtigt werden. Der aktuelle Entwurf der ePrivacy-Verordnung schützt Verbraucher in diesem Punkt unzureichend“, sagt Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

Mehr als die Hälfte der Verbraucher (54 Prozent) fordert ein komplettes Verbot von Offline-Tracking, wie eine aktuelle repräsentative Umfrage von forsa im Auftrag des vzbv zeigt. Für 34 Prozent der Verbraucher wäre es unter gewissen Bedingungen akzeptabel. Hiervon wiederum sagen 68 Prozent, dass die Daten erst genutzt werden dürfen, wenn sie ausdrücklich zugestimmt haben.

Der aktuelle Entwurf der EU-Kommission sieht für das Offline-Tracking jedoch noch nicht einmal Widerspruchsmöglichkeiten vor. Verbraucher sollen lediglich Hinweise erhalten, wenn sie einen derart überwachten Bereich betreten. Wie die Hinweise gestaltet werden müssten, damit Verbraucher sie auch wahrnehmen und verstehen können, ist unklar.

„Die vorgeschlagenen Regelungen sind absolut inakzeptabel. Verbraucher, die nicht überwacht werden wollen, hätten nur die Möglichkeit, den Flugmodus anzuschalten. Da macht ein Mobiltelefon kaum noch Sinn. Die EU muss Regeln treffen, damit Verbraucher selbst entscheiden können, ob ihre Daten erhoben werden dürfen“, so Müller.
Wie Offline-Tracking funktioniert

Mit Offline-Tracking sind Möglichkeiten gemeint, Verbraucher in der Offline-Welt über ihr Smartphone zu identifizieren. Smartphones senden eindeutig wiedererkennbare Signale und Identifikationsnummern – etwa um Internet-, WLAN- oder Bluetooth-Verbindungen zu ermöglichen.

Diese Signale können auch von Dritten verwendet werden, um Verbraucher zu identifizieren. Interessant ist dies zum Beispiel für Geschäfte: So können sie die Bewegungen von Kunden innerhalb eines Geschäfts anhand des Smartphones verfolgen oder Kunden wiedererkennen, wenn sie zum wiederholten Mal am Schaufenster stehen bleiben – ganz ohne, dass der Kunde davon etwas erfährt.
Gezielte Werbung

Hinzu kommt: Viele Apps enthalten Werbemodule, die viele verschiedene Informationen erfassen und übermitteln, die auf den Mobiltelefonen der Nutzer gespeichert sind. Darunter können auch Identifikationsnummern fallen, die eindeutig einem bestimmten Gerät zugeordnet werden können.

Die Informationen, die von den Mobiltelefonen erfasst werden, können mit Informationen verknüpft werden, die in den Geschäften gesammelt werden. So kann nachvollzogen werden, ob ein Kunde tatsächlich ein entsprechendes Geschäft betreten hat, nachdem ihm eine Werbung für dieses Unternehmen in einer App angezeigt wurde. Auf der anderen Seite könnte auch Kunden eines Geschäftes in einer App gezielt Werbung für dieses Unternehmen angezeigt werden.

Am 21. Juni 2017 präsentiert die Berichterstatterin des Europäischen Parlaments ihren Bericht über den Verordnungsvorschlag. Darin schlägt sie auch vor, die Regelungen zum Offline-Tracking zu verschärfen. Diese Vorschläge werden vom vzbv unterstützt. Nach derzeitigen Plänen soll die Verordnung im Mai 2018 in Kraft treten.



Baufinanzierung: Zinsen unter 2 Prozent bis zum Schluss

07/2017 - Immobilienkäufer können sich Zinsen unter 2 Prozent sichern, bis sie schuldenfrei sind. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift Finanztest in ihrer Juli-Ausgabe, für die sie die Konditionen für zinssichere Kredite bei 67 Banken, Versicherern, Kreditvermittlern und Bausparkassen ermittelt hat. Das günstigste Volltilgerdarlehen mit 20 Jahren Laufzeit gab es schon zum Effektivzins von 1,57 Prozent. Der Topzins für einen Kredit mit 25 Jahren Laufzeit lag bei 1,86 Prozent. Auch bei Kombikrediten mit Bausparverträgen stand oft eine Eins vor dem Komma.

Ein Volltilgerdarlehen oder ein günstiger Kombikredit ist eine gute Wahl, wenn sich Immobilienkäufer dauerhaft vor steigenden Zinsen schützen wollen und keine größeren Sondertilgungen planen. So lässt sich die Monatsrate von Anfang bis zum Ende der Finanzierung genau kalkulieren. Das gilt für Bankdarlehen ebenso wie für Bausparfinanzierungen, die das Zinserhöhungsrisiko durch Kombination eines Kredits mit einem Bausparvertrag ausschalten. Gute Angebote gibt es in beiden Varianten. Im Test waren die Topangebote von Banken und Vermittlern allerdings besser als die günstigsten Kombikredite.

Die Sicherheit hat ihren Preis. Für einen Kredit mit festen Zinsen für eine Laufzeit von 20 oder 25 Jahren zahlen Kreditnehmer anfangs mindestens ein halbes Prozent mehr Zinsen im Jahr als für einen Kredit, dessen Zinsbindung bei gleicher Laufzeit schon nach zehn Jahren endet. Dafür muss sich der Kunde nicht sorgen, dass die Zinsen in fünf oder zehn Jahren vielleicht doppelt oder dreifach so hoch sind wie heute.

Der ausführliche Test und ist unter www.test.de/immobilienkredit abrufbar.




Bedrohungen aus dem Cyberspace überfordern Untenehmen

07/2017 - Laut einer aktuellen Studie zum Thema Cyber-Sicherheit der globalen Risikomanagementberatung Control Risks fühlen sich viele Führungskräfte angesichts der Bedrohungen aus dem Cyberspace überfordert. Die von Control Risks weltweit durchgeführte Umfrage unter Führungskräften und IT-Entscheidern ergab, dass fast die Hälfte der Befragten davon überzeugt ist, die Führungsetage ihres Unternehmens würde Cyber-Risiken nicht ernst genug nehmen. Und dies, obwohl 77 % der Befragten die Mitglieder der Führungsebene als Hauptverantwortliche für Cyber Security Management in ihrem Unternehmen ansehen - und nicht die traditionell zuständige IT-Abteilung.

Gut 31 % der Befragten gaben zudem an, sehr oder sogar extrem besorgt zu sein, ihr Unternehmen könne im Laufe des nächsten Jahres Opfer einer Cyber-Attacke werden. Bei einem Drittel (34 %) der Unternehmen sei jedoch kein Krisenmanagement-Plan für den Fall eines Cyber-Angriffs vorhanden. Angesichts des bis dato schwersten Malware-Angriffs vom 12. Mai 2017, der WannaCry Ransomware-Attacke, bei der in weniger als 12 Stunden 150 Länder betroffen waren, ist dieser Mangel an Vorbereitung erstaunlich.

 


Finanzvergleichsportale sind nicht so objektiv, wie sie sich darstellen

06/2017 - Verbraucher nutzen Vergleichsportale für Finanzdienstleistungen, um sich einen Marktüberblick über die besten Angebote und Konditionen verschaffen zu können – sie vertrauen auf die Rankings. Ein umfassender und objektiver Vergleich ist jedoch oft nicht möglich. Das zeigt eine Studie des Instituts für Finanzdienstleistungen (iff) im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Die Ergebnisse der Studie zeigen politischen Handlungsbedarf auf. Der vzbv fordert klare Kriterien zur Sicherung der Objektivität von Online-Produktvergleichen bei Finanzdienstleistungen.

 

„Damit Verbraucher Finanzdienstleistungen wie Girokonten und Ratenkredite vergleichen können, brauchen sie einen umfassenden und objektiven Marktüberblick. Vergleichsportale bilden dies jedoch oftmals nicht ab“, sagt Dorothea Mohn, Leiterin Team Finanzmarkt beim vzbv.

 

Die „Studie zur Bewertung des Rankings von Vergleichsportalen in Bezug auf Finanzdienstleistungsprodukte“ untersuchte von November bis Dezember 2016 die fünf am häufigsten genutzten Vergleichsportale für die Finanzdienstleistungen Girokonto, Ratenkredit und Kfz-Versicherung.

 

Die Studie zeigt, dass alle untersuchten Portale den Eindruck vermitteln, explizit Verbraucherinteressen zu bedienen. Bei drei von fünf untersuchten Portalen wurden jedoch Produkte, deren Abschluss nicht über das jeweilige Portal erfolgen kann, in der Voreinstellung herausgefiltert. So kann es passieren, dass gerade das für Verbraucher beste Produkt ganz aus dem Vergleich herausfällt.

 

Laut einer vom vzbv beauftragten repräsentativen forsa-Umfrage zur Nutzung von Online-Vergleichsportalen, glauben 48 Prozent aller Nutzer, dass Angebote nach aufsteigendem Preis angezeigt werden – also das günstigste zuerst. „Wenn Vergleichsportale Angebote von solchen Unternehmen herausfiltern, die keine Vertragspartner der Plattform sind, sollten sie sich nicht länger als objektiv präsentieren dürfen. Sie sollten deutlich als das erkennbar sein, was sie tatsächlich sind: Finanzproduktvermittler“, so Mohn. „Andernfalls täuschen sie Verbraucher, die aufgrund der Aufmachung des Portals davon ausgehen, das günstigste Produkt angezeigt zu bekommen.“

 

Hinzu kommt, dass bei keinem der untersuchten Produkte auf den Vergleichsportalen nachvollzogen werden konnte, ob der Marktvergleich vollständig ist. Auch die Finanzierung der untersuchten Portale, das Zustandekommen der Rankings und die Aktualität der Daten waren laut Studie nicht transparent dargelegt.

 

Vertrauensgüter wie Finanzdienstleistungen sind Güter, deren Qualität Verbraucher nach dem Kauf meist selbst nicht sicher feststellen können. Sie sind häufig komplex und ihre Auswahl hat oftmals weitreichende oder sogar existenzielle Konsequenzen. Deshalb müssen sich Verbraucher bei der Produktauswahl darauf verlassen können, von einem Vergleichsportal, das verspricht „objektiv“ zu sein, keine interessengeleiteten Informationen oder Empfehlungen zu erhalten.

 

Der vzbv fordert daher gesetzlich definierte Kriterien. Vergleichsportalbetreiber müssten die darin beschriebenen Anforderungen erfüllen, um ihre Dienstleistungen als objektiv und unabhängig darstellen zu dürfen. Diese Kriterien umfassen ein Verbot der Finanzierung durch Provisionen oder Affiliate Marketing. Könnten sie dies nicht, müssten sie sich deutlich und an prominenter Stelle als Finanzproduktvermittler zu erkennen geben.



Deutsche im Urlaub lieber entspannt als aktiv

06/2017 - Entspannen und faulenzen oder aktiv sein und viel besichtigen? Urlaub lässt sich ganz unterschiedlich gestalten. Über die Hälfte der deutschen Befragten will es im Urlaub jedoch lieber etwas ruhiger angehen lassen. Nur bei den 15 bis 19-Jähringen ist die Mehrheit gerne aktiv. Das zeigt eine GfK-Umfrage unter 22.000 Internetnutzern.

Insgesamt 57 Prozent der Befragten in Deutschland bevorzugen „Erholungsurlaub zum Entspannen und Faulenzen“. Rund 32 Prozent geben dagegen an, lieber einen „Aktivurlaub mit vielen Aktivitäten oder Besichtigungen“ zu verbringen. Die Ergebnisse unter Internetnutzern in Deutschland fallen sowohl bei Männern als auch Frauen eindeutig aus. Entspannung und Erholung werden im Urlaub groß geschrieben (Frauen: 60 Prozent, Männer: 54 Prozent). Action und Sightseeing bevorzugen dagegen 30 Prozent der Frauen und 35 Prozent der Männer.

 

Auch im internationalen Länderdurchschnitt gibt die Mehrheit der Befragten (59 Prozent) an, im Urlaub lieber zu entspannen. Knapp über ein Drittel möchte dagegen eher aktiver sein, und sechs Prozent sind sich unsicher, wie sie ihren Urlaub verbringen wollen.

 

Durch Teenager im Haushalt ergeben sich feine Unterschiede in der Art, wie deutsche Familien ihren Urlaub verbringen. Familien mit Kindern bis zwölf Jahren richten ihre freien Tage beispielsweise eher auf Entspannung und Erholung aus. Haushalte mit Kindern im Alter von 13 bis 19 Jahren tendieren eher dazu, den Urlaub aktiver und actionreicher zu gestalten.

 

Diese Ergebnisse lassen sich auch in der Betrachtung einzelner Altersgruppen nachvollziehen. Auch hier zeigen sich Teenies als besonders aktiv. Während knapp die Hälfte der 15 bis 19-Jährigen lieber Aktivurlaub plant, kehrt sich dieser Wunsch bei den älteren Befragten ins Gegenteil. Hier bevorzugen über die verschiedenen Altersgruppen hinweg jeweils über die Hälfte einen Urlaub, in dem man sich entspannen und erholen kann. Im internationalen Durchschnitt fallen die Ergebnisse ähnlich aus.




Finanzbranche setzt auf Digitalisierung

06/2017 - Bankberatung per Videokonferenz im Wohnzimmer, Bezahlen im Supermarkt per Smartphone oder Online-Zinsportale, die es jedermann ermöglichen, sein Geld zu höheren Zinsen im Ausland anzulegen: Die Digitalisierung verändert derzeit das Finanzwesen grundlegend. Damit Deutschlands Banken und FinTech-Unternehmen ihre hervorragende Ausgangsposition im internationalen Wettbewerb nutzen können, müssen nach Ansicht des Bankenverbands und des Digitalverbands Bitkom Rahmenbedingungen geschaffen werden, die neue Geschäftsmodelle ermöglichen.

 

„Wir brauchen gleiche Wettbewerbsbedingungen in Europa. So bietet unter anderem die Zweite EU-Zahlungsdiensterichtlinie die Chance, eine Vollharmonisierung in diesem Bereich in Europa zu schaffen, ein echtes Level-Playing-Field.“, sagt Andreas Krautscheid, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bankenverbandes. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder betont: „Neue Technologien haben in der Finanzbranche schon immer vor allem auch zu mehr Komfort und mehr Sicherheit für die Kunden geführt – das gilt für die Einführung von Banknoten über Geldautomaten und Kreditkarten bis zum mobile Banking per Smartphone. Innovative Ideen, ob sie von etablierten Banken oder von Start-ups kommen, brauchen aber Freiraum und dürfen nicht schon im Ansatz wegreguliert werden.“

 

Bankenverband und Bitkom fordern daher gemeinsam, die Umsetzung der zweiten EU-Zahlungsdiensterichtlinie mit ihren neuen technischen regulatorischen Standards der Europäischen Bankenaufsicht zu nutzen, um

 

      1. 1. eine zukunfts- und wettbewerbsfähige europäische Basis für die deutsche Finanzbranche zu legen,
      2. 2. ein innovationsfreundliches Klima zu schaffen, bei dem die Möglichkeiten von digitalen Lösungen umfänglich genutzt werden können,
      3. 3. Rechtssicherheit für Banken und FinTechs im Umgang mit den neu zu schaffenden Schnittstellen und technischen Möglichkeiten herzustellen und
      4. 4. europaweit einheitliche Maßstäbe für den Daten- und Verbraucherschutz im Zahlungsverkehr zu entwickeln sowie Daten- und Kundensicherheit digitaler Geschäftsmodelle zu garantieren.


Immobilienkauf: Auf welche Stolperfallen Immobilienkäufer achten sollten

05/2017 - Vor Stolperfallen beim Immobilienkauf warnt die Stiftung Warentest in der Mai-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest. Der Käufer verlangt plötzlich einen höheren Preis, Reservierungsvereinbarungen erweisen sich als nicht verbindlich oder Makler bieten Immobilien ohne Auftrag der Eigentümer an. Das sind nur einige der Fallstricke, die für Immobilienkäufer besonders in Großstädten lauern. Veröffentlicht ist der Artikel auch online unter www.test.de/immoblienkauf.

Der Ansturm auf Immobilien verlange Kaufinteressenten viel ab, so die Stiftung Warentest in einer Pressemitteilung. Makler antworteten ihnen manchmal erst gar nicht, sie müssten Immobilien in Gruppen mit anderen Interessenten besichtigen, sich häufig sehr schnell entscheiden und brauchten dann sehr schnell eine Finanzierungszusage eines Baufinanzierers. Vermehrt sollen sie sich an Bieterverfahren beteiligen. Doch auch eine Zusage des Maklers oder eine Reservierungsvereinbarung, für die oft vierstellige Beträge verlangt werden, bieten dem Käufer in aller Regel keine Sicherheit. Denn der Eigentümer kann trotzdem verkaufen, an wen er will. Und auch eine Garantie für den vereinbarten Preis bietet diese Reservierungsvereinbarungen ebenfalls nicht.

Nicht jeder Makler, der eine Immobilie anbietet, ist auch vom Eigentümer mit dem Verkauf beauftragt worden. Manche Makler bieten Immobilien auf eigene Faust an, indem sie die Daten zur Immobilie und die Fotos aus dem Angebot anderer Makler übernehmen. Ob der Verkäufer willig ist, Interessenten dieses Maklers überhaupt in Betracht zu ziehen, ist völlig offen.

Wie man möglichst viele Fallstricke vermeidet und Tipps zum Immobilienkauf findet sich im ausführlichen Artikel in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest.



Wonnemonat Mai: Finanztipps für frisch Vermählte

05/2017 - Ein neuer Lebensabschnitt beginnt, wenn Paare sich das Jawort geben. Auch bei den Finanzen kann es dann günstiger aussehen, denn Verheiratete haben die Möglichkeit, ordentlich zu sparen. Was sie nach der Hochzeit beachten sollten, fasst der Bundesverband deutscher Banken in einer Pressemitteilung zusammen:

Einkommensteuer: Ehepaare werden vom Finanzamt gemeinsam veranlagt, sofern sie nicht die Einzelveranlagung beantragen. Durch das Ehegatten-Splitting lohnt sich die gemeinsame Veranlagung besonders dann, wenn ein Partner wesentlich mehr verdient als der andere. Die Wahl der Steuerklassen-Kombination für Ehepaare ist zwar wichtig, ändert aber an der Gesamtsteuerlast nichts. Allerdings: Die richtige Kombination sorgt dafür, dass nach der Steuererklärung keine große Nachzahlung fällig wird.

Sparer-Pauschbetrag: Einkünfte aus Kapitalvermögen sind bis zu 801 Euro pro Person steuerfrei. Für Verheiratete gilt demnach ein Freibetrag von 1.602 Euro, der gemeinschaftlich genutzt und auf mehrere Banken aufgeteilt werden kann.

Steuervorteile: Bis zu 500.000 Euro können sich Ehepartner steuerfrei schenken oder vererben. Werden Immobilien oder Grundstücke übertragen, fällt grundsätzlich keine Grunderwerbsteuer an.

Versicherungen: Verheiratete können beim Abgleich ihrer Versicherungen sparen. Viele Policen können zusammengelegt bzw. erweitert werden, etwa Rechtsschutz-, Privathaftpflicht-, Hausrat-, Unfall- und Auslandskrankenversicherung. Zur finanziellen Absicherung sollten sich Eheleute bei bestehenden privaten Renten-, Unfall- und Lebensversicherungen gegenseitig als Begünstigte eintragen lassen. Außerdem sollte über eine Risikolebensversicherung nachgedacht werden – spätestens wenn sich Nachwuchs ankündigt.

Krankenversicherung: Hört ein Ehepartner auf zu arbeiten, beispielsweise um Kinder zu betreuen, kann der andere Partner ihn und die Kinder bei der gesetzlichen Krankenversicherung beitragsfrei mitversichern.

Gemeinschaftskonto: Viele Paare eröffnen ein gemeinsames Konto für laufende Ausgaben. Beim Gemeinschaftskonto gibt es zwei Varianten. Eheleute wählen meist das Oder-Konto, bei dem jeder Kontoinhaber grundsätzlich allein über das Konto verfügen kann. Dies ist beim Und-Konto anders, hier bedarf jede Verfügung eines Kontoinhabers der Zustimmung des anderen. Nicht vergessen: Entscheiden Sie sich für ein Und-Konto oder behält jeder Partner sein eignes Konto, sollte mittels einer Vorsorgevollmacht sichergestellt werden, dass im Notfall (z. B. Krankheit oder schwerer Unfall) die Bankangelegenheiten des jeweiligen anderen Partners geregelt werden können. Vordrucke hierfür bieten die Kreditinstitute an.

Übrigens: Auch für Verpartnerte gelten diese Regelungen und Steuervorteile.




Studie: 59 Prozent der Deutschen wollen "smarte Energiewende" auf eigene Faust

05/2017 - 59 Prozent der Bundesbürger wollen smarte Haustechnik einsetzen, um damit so viel erneuerbare Energie wie möglich für die private Energiewende zu nutzen. Der Heizungskeller der Zukunft soll sich dabei nach dem Vorbild von Smartphones intuitiv steuern lassen. Das sind Ergebnisse des Stiebel Eltron Energie-Trendmonitors 2017, für den 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden.

"Im Smart Home macht sich die Nutzung von selbst erzeugtem Strom unmittelbar in niedrigen Energiekosten bemerkbar", sagt Diplom-Ingenieur Henning Schulz, Sprecher des Haus- und Systemtechnikherstellers. Smart vernetzte Heizungsanlagen auf Wärmepumpenbasis ermöglichen es, den produzierten Überschuss zeitlich flexibel zu nutzen. Heizung und Warmwasserzubereitung sind wichtige Stellschrauben, um die Kosten zu senken. Denn hier wird in den Privathaushalten die meiste Energie verbraucht.

Stiebel Eltron bietet künftig mit Easytron Connect ein besonders fortschrittliches Regelsystem für Einzelräume an. Hier wird nicht nur die Energieverteilung zwischen Heizkörpern oder der Fußbodenheizung intelligent geregelt - das System kommuniziert auch direkt mit der Wärmepumpen-Heizungsanlage, so dass deren Betrieb stets optimiert wird. Für eine besonders einfache Handhabung lässt sich das System per Smartphone steuern. Wie die Umfrageergebnisse aus dem Trendmonitor zeigen, ist 60 Prozent der Verbrauchern eine solche Überwachung smarter Haustechnik wichtig, die sich am Vorbild intuitiv bedienbarer Handys orientiert.

Neben modernen Regelsystemen helfen die jüngsten KFW-Förderprogramme zusätzlich dabei, mit dem umweltfreundlichen Zusammenspiel von Sonnenenergie und grüner Heizwärme zu sparen. Die höchste Stufe ist dabei das Effizienzhaus 40 Plus. Eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung zählt für diese Förderstufe zu den fünf Anforderungen an einen Neubau. Sonnenenergie lässt sich so als Strom von der PV-Anlage über eine Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser nutzen. Beides ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll.

Für Photovoltaikanlagen gilt das Programm 274, das bei Neubauten mit dem Programm "Energieeffizient Bauen" (153) kombiniert werden kann. Für die Errichtung von Solaranlagen zur Erzeugung von Warmwasser kommt für Neubauten das Programm 153 zur Anwendung, bei Gebäudesanierungen Nummer 151 ("Energieeffizient Sanieren"). Der Kreditzins für diese Gelder wird normalerweise über zehn Jahre festgeschrieben. Wichtig: Der Antrag auf KFW-Förderung ist bei der Hausbank vor der Tätigung der Investition einzureichen.


Frühlingstipp zum Steuern sparen

04/2017 - Wie man bei Frühjahrsthemen Steuern sparen kann, erklärt die Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) in einer Pressemitteilung:

1. Einmalige Gartenarbeiten als Handwerkerleistungen absetzen: Terrasse erneuern, Innenhof pflastern, Grundstück verschönern

Viele Hobbygärtner möchten im Frühling ihren Garten neu gestalten, vielleicht eine neue Terrasse anlegen, das Grundstück ebnen oder den Hof neu pflastern. Viel Arbeit, wovon man einiges nicht selbst machen kann. Hier helfen häufig Profis wie Gärtner, Pflasterer oder Garten- und Landschaftsbauer. Dabei bleibt eine Frage: Was kann ich von der Steuer absetzen?

Die Antwort: Handelt es sich um Aushub- und Erdarbeiten, Pflanzarbeiten, Pflasterarbeiten oder umfangreiche Arbeiten zur Gartengestaltung oder Gartenpflege, kann der Besitzer die Kosten in seiner Steuererklärung als Handwerkerleistung angeben. Ob ein bereits vorhandener Garten dabei neu angelegt oder lediglich umgestaltet wird, spielt keine Rolle. Das entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in seinem Urteil vom 13. Juli 2011 (Aktenzeichen: VI R 61/10).

An zwei Bedingungen knüpft der BFH die Gewährung steuerlicher Vorteile für Handwerkerleistungen auf dem Grundstück:

Erstens: Das zum Grundstück gehörende Haus wird vom Besitzer selbst bewohnt und ist kein Neubau. Das gilt auch für Ferienhäuser oder Schrebergartenlauben, die nicht das ganze Jahr über bewohnt sind. Laut dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 9. November 2016 (Aktenzeichen: IV C 8 - S 2296-b/07/10003:008) sind Zweit-, Ferien- oder Wochenendwohnungen sogar ausdrücklich begünstigt. Auch Haushalte, die im europäischen Ausland liegen, fallen unter diese Regelung.
Zweitens: Maximal 20 Prozent der Kosten im Jahr kann man absetzen. Generell gilt für alle Handwerkerleistungen, dass man 20 Prozent der Lohnkosten und maximal 1.200 Euro im Jahr in der Steuererklärung absetzen kann.

 

2. Regelmäßige Gartenarbeiten als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen: Rasen mähen, Unkraut jäten, Hecken schneiden

Gartenbesitzer haben immer viel zu tun. So mancher Berufstätige oder auch älterer Mensch holt sich für die regelmäßigen Gartenarbeiten Hilfe vom Gärtner - und kann die Kosten dafür als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen. Auch hier beteiligt sich der Fiskus mit 20 Prozent. Der Unterschied zu den Handwerkerleistungen: Für haushaltsnahe Dienstleistungen können sogar bis zu 4.000 Euro im Jahr steuerlich geltend gemacht werden.

Wichtig für die Anerkennung seitens der Finanzverwaltung ist, dass die entsprechenden Rechnungen über die Dienstleistung inklusive Zahlungsbeleg beigelegt werden, zum Beispiel ein Überweisungsträger samt passendem Kontoauszug. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass die Materialkosten getrennt von den Arbeits-, Fahrt- und Maschinenkosten ausgewiesen sind - nur auf die drei letztgenannten Kostenarten erhalten Steuerzahler eine Steuervergünstigung.

 

3. Frühjahrsputz als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen: Fenster putzen, Gardinen waschen, Teppiche reinigen

Viele nehmen ab März Schrubber, Besen und Putzmittel in die Hand, um den eigenen Haushalt auf Vordermann zu bringen. Manche engagieren auch einen professionellen Dienstleister, der die Reinigungs- und Pflegearbeiten übernimmt. Da diese Tätigkeiten regelmäßig im Haushalt anfallen und auch von einem Haushaltsmitglied erledigt werden könnten, lassen sich die Ausgaben für den Profi als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen.

Hierfür gilt, steuerlich gesehen, Folgendes: 20 Prozent der jeweils anfallenden Anfahrts-, Arbeits- und Maschinenkosten können geltend gemacht werden, nämlich insgesamt bis zu 4.000 Euro im Jahr. Materialkosten werden nicht berücksichtigt, deshalb sollten die verschiedenen Kostenarten in der Rechnung getrennt ausgewiesen werden. Außerdem: Die Rechnungssumme immer überweisen, denn das Finanzamt erkennt keine Barzahlung an.



Depotbesitzer verschenken 5 Prozent Rendite

04/2017 - Mehr als 5 Prozent Rendite ist Zigtausenden Kleinanlegern zwischen 2005 und 2015 pro Jahr durchschnittlich durch die Lappen gegangen, weil sie Fehler mit ihren Depots gemacht haben. Das zeigt eine Studie im Auftrag der Zeitschrift Finanztest, für die Wertpapierdepots von 40.000 Direktbankkunden analysiert wurden. Welches die häufigsten Anlagefehler sind, deren Auswirkungen und wie sie vermieden werden können, beschreibt die Zeitschrift in ihrer April-Ausgabe (online unter www.test.de/anlageerfolg).

Auch gut informierte Anleger treffen oft fragwürdige Entscheidungen. Wenige Anleger behalten den dauerhaften Blick auf das große Ganze, nämlich ihr Gesamtvermögen. Zu den typischen Anlagefehlern gehört z.B. eine mangelnde Streuung. Sie ist die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Geldanlage. Zu empfehlen seien mindestens 30 Wertpapiere aus verschiedenen Branchen, schreibt die Zeitschrift Finanztest. In den untersuchten Depots lagen aber nur durchschnittlich 12.

Wie Finanztest betont, können Anleger sehr einfach Abhilfe schaffen: Mit einem börsengehandelten Indexfonds (ETF) auf den Weltaktienindex MSCI World erhalten sie eine vorbildliche Streuung.

Viele Depotbesitzer lassen sich von der Aussicht auf schnelle Gewinne in spekulative Aktien oder Modetrends locken. Neuer Markt, Umweltaktien, Rohstoffe sind drei Musterbeispiele. Nur wenige Anleger wurden damit reich, viele andere zahlten drauf. Anleger beschränken sich außerdem gerne auf Unternehmen, die sie kennen, folglich landen sie oft bei deutschen Aktiengesellschaften. Diese Fokussierung auf einen kleinen Ausschnitt des globalen Aktienmarktes erhöht aber die Wertschwankung des Depots und das Anlageergebnis wird weniger berechenbar. Deutsche Aktien sollten daher nur eine Beimischung für ein Wertpapierdepot sein, als Basisanlage sind sie nicht geeignet.

Welche weiteren Fehler es gibt und wie es besser geht, steht in dem ausführlichen Artikel „Typische Anlagefehler“ in der April-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest.




Wann sind Veräußerungsgewinne steuerfrei?

04/2017 - Von den gestiegenen Preisen an Immobilienmärkten und Aktienbörsen kann so mancher Anleger profitieren. Häufig fallen bei einem Verkauf beträchtliche Gewinne an. Doch Achtung: Nicht immer ist der Veräußerungsgewinn steuerfrei. Im Gegenteil, in vielen Fällen müssen auch Privatanleger Veräußerungsgewinne versteuern – aber eben nicht immer. Je nach Anlageobjekt gelten unterschiedliche Steuerregeln, so der Bundesverband Deutscher Banken in einer Pressemitteilung.

Wer seine Immobilie innerhalb von zehn Jahren nach dem Erwerb wieder verkauft, muss den Veräußerungsgewinn grundsätzlich versteuern, es sei denn, die Immobilie wurde selbst zu Wohnzwecken genutzt. Liegen zwischen Anschaffung und Verkauf dagegen mindestens zehn Jahre, ist der Gewinn bei Privaten einkommensteuerfrei.
Verkaufen Privatanleger Goldbarren oder andere Edelmetalle, Kunstwerke oder Münzen, gilt eine einjährige Spekulationsfrist. Liegt also zwischen Erwerb und Verkauf mindestens ein Jahr, ist der Veräußerungsgewinn steuerfrei, ansonsten grundsätzlich einkommensteuerpflichtig.
Veräußerungsgewinne aus Wertpapieren wie Aktien, Anleihen und Investmentfondsanteilen unterliegen grundsätzlich der Abgeltungsteuer von 25 Prozent (zuzüglich Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer). Ausnahmen gelten für Anleger, die ihre Wertpapiere vor Einführung der Abgeltungsteuer am 1. Januar 2009 erworben haben. Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf von solchen „Altbeständen“ sind für Privatanleger steuerfrei.

Tipp: Vor einem Verkauf prüfen, wie daraus entstehende Gewinne steuerlich behandelt werden. Ein Abwarten bis zum Ende der Spekulationsfrist kann möglicherweise erhebliche Steuerzahlungen ersparen. Im Zweifelsfall zumindest bei größeren Beträgen einen Steuerberater konsultieren.


Nur wenige Verbraucher wechseln den Energieversorger

03/2017 - Der Wechsel des Energieversorgers kann Haushaltskunden viel Geld sparen. Aber nur 22 Prozent der Gaskunden haben diese Chance in den letzten vier Jahren genutzt. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Stromkunden sind hingegen wechselfreudiger.

„Gaskunden können mit einem Anbieterwechsel bis zu mehrere hundert Euro im Jahr sparen“, sagt Thomas Engelke, Energieexperte des vzbv. „Da überrascht es, dass nur 22 Prozent der Gaskunden ihren Anbieter wechseln.“ Etwa genauso viele Verbraucher haben kein Interesse, sich mit dem Wechsel auseinanderzusetzen. 52 Prozent sind mit ihrem aktuellen Anbieter zufrieden. Dabei wäre ein Wechsel durchaus von Vorteil für Verbraucher. „Die niedrigen Rohstoffpreise kommen bei den Verbrauchern bisher nicht an. Wenn viele Verbraucher ihren Anbieter wechseln, erzeugt das den notwendigen Preisdruck auf die Anbieter“, so Engelke. Stromkunden kennen ihre Möglichkeiten dagegen besser: 45 Prozent der Verbraucher haben in den letzten vier Jahren ihren Stromanbieter gewechselt. Die meisten davon wechselten, weil sie Geld sparen wollten. Die Umfragen hat der vzbv bei der GfK (Gasanbieterwechsel) und bei YouGov (Stromanbieterwechsel und Fernwärme) in Auftrag gegeben.



Baufinanzierung: Nur 5 von 21 Banken und Vermittlern beraten gut

03/2017 - Ob Wohnung oder Haus, für Immobilienkäufer bleibt eine gute Beratung die Ausnahme. Im Praxistest zur Baufinanzierung stellte die Zeitschrift Finanztest bei vielen der 21 getesteten Banken und Kreditvermittlern erhebliche Mängel fest. Mal klaffte im Finanzierungsplan eine Lücke von vielen tausend Euro, mal waren die Kreditraten für den Kunden viel zu hoch. Im Angebot fehlten oft wichtige Informationen über die Restschuld oder Möglichkeiten zur Sondertilgung. Und einige Kredite waren einfach viel zu teuer, berichtet Finanztest in ihrer März-Ausgabe und unter www.test.de/baufi-beratung.

Der Testfall war nicht schwer, er hätte den Beratern keine Probleme bereiten dürfen. Doch viele Bankberater patzten gleich mehrfach. So empfahl ein Mitarbeiter der Sparda West eine Kreditsumme, die fast 33.000 Euro höher war als der Kreditbedarf des Kunden. Die monatliche Kreditrate war zu hoch und die Kreditkombination passte nicht zusammen.

Die Bilanz der insgesamt 143 Testgespräche in jeweils sechs bis sieben Filialen von Banken und Kreditvermittlern ist ernüchternd. Die meisten Banken kamen über ein Befriedigend oder Ausreichend nicht hinaus. Zwei Banken erhielten sogar ein Mangelhaft. Nur fünf Baufinanzierer überzeugten mit durchdachten Finanzierungskonzepten, niedrigen Zinsen und meist übersichtlichen Kreditinformationen..


Was liegt in den Depots der Deutschen?

03/2017 - Über 900 Milliarden Euro haben die Deutschen in Wertpapieren angelegt, teilt der Bundesverband deutscher Banken in einer Pressemitteilung mit. Das sei eine Steigerung von rund 20 Prozent in vier Jahren (766 Milliarden Euro Ende 2012). Am beliebtesten sind demnach offensichtlich Investmentfonds. So haben die privaten Haushalte in Deutschland inzwischen deutlich mehr als die Hälfte ihres Wertpapiervermögens in Fondsanteilen angelegt. Auf Aktien entfallen danach 30 Prozent, auf Schuldverschreibungen wie Anleihen, Pfandbriefe und Zertifikate nur 14 Prozent. Allerdings: Im Vergleich zu den rund zwei Billionen Euro, die die Deutschen traditionell auf Konten horten, sei die Anlage in Wertpapieren immer noch relativ niedrig. Dabei können nach Ansicht des Bankenverbands beispielsweise Fonds für längerfristig orientierte Anleger eine lohnende Alternative zu kaum noch verzinsten Sparkonten sein. Vor allem Aktienfonds und gut geführte Mischfonds böten langfristig attraktive Renditechancen. Nicht zuletzt für einen allmählichen Vermögensaufbau mit regelmäßigen monatlichen Sparbeiträgen seien Investmentfonds gut geeignet.


Versicherungscheck: Ausmisten und sparen

02/2017 - Wie Familien, Studenten oder Rentner bei Versicherungen sparen können, zeigt der Versicherungscheck in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und unter test.de/versicherungsbedarf. Versicherte können häufig durch einen Tarif- oder Versicherungswechsel teilweise mehrere Hundert Euro im Jahr sparen. Oder die Bedingungen für die Verträge ändern sich und neue Tarife leisten mehr als alte. Und: Wenn Paare zusammenziehen oder heiraten, können Policen zusammengelegt werden.

Grundsätzlich gilt: Unabhängig von Alter, Familienstand und Lebenssituation sollte sich jeder vor existenziellen Risiken schützen. Dazu gehören eine Kranken- und eine Haftpflichtversicherung. Darüber hinaus sollte jeder prüfen, welche Policen für ihn existenziell sind, welche überprüft werden müssen und welche gekündigt werden können. Der persönliche Versicherungscheck in Finanztest hilft dabei und nennt auch die besten Tarife aus den Tests der Stiftung Warentest. Der Versicherungscheck ist auch kostenlos unter www.test.de/versicherungsbedarf abrufbar. Dort findet sich zudem ein interaktives Tool für alle, die ihren Versicherungsbedarf lieber spielerisch herausfinden möchten.

Junge Menschen sind beispielsweise oft noch bei den Eltern haftpflichtversichert, bis sie ihr Studium beendet haben. Wer aber eine eigene Wohnung hat, benötigt eine separate Hausratversicherung, wenn er hochwertige Elektronik, eine Foto- oder Sportausrüstung oder vielleicht ein teures Fahrrad versichern möchte. Junge Familien sollten sich über eine Risikolebensversicherung Gedanken machen, wenn sich die Ehepartner gegenseitig absichern wollen, und über Invaliditätsschutz für ihre Kinder. Senioren werden manchmal mehr zur Kasse gebeten als Jüngere, etwa in der Autoversicherung oder Auslandsreise-Krankenversicherung. Hier lohnt sich ein Preisvergleich besonders.



Deutsche behalten persönliche Daten lieber für sich

02/2017 - Rund 40 Prozent der Internetnutzer in Deutschland sind nicht dazu bereit, Angaben wie Gesundheits-, Finanzdaten oder Stromverbrauch im Austausch für Vorteile oder Prämien zu teilen. Das zeigt eine aktuelle GfK-Umfrage. In der internationalen GfK-Umfrage wurden mehr als 22.000 Verbraucher ab 15 Jahren online gefragt, wie stark sie folgender Aussage zustimmen: “Ich bin bereit, meine persönlichen Daten (Gesundheits-, Finanzdaten, Fahrtenschreiber, Stromverbrauch usw.) im Austausch gegen Vorteile wie niedrigere Kosten oder personalisierten Service offenzulegen.“ Die Antwortskala reichte dabei von eins („Stimme überhaupt nicht zu“) bis sieben („Stimme voll und ganz zu“).

In Deutschland lehnen insgesamt 40 Prozent der Onlinebefragten ab, persönliche Daten im Austausch für Vorteile oder Prämien zu teilen. Nur 12 Prozent würden diese offenlegen. Vor allem ältere Befragte in Deutschland teilen nur ungern ihre persönlichen Daten. Rund 44 Prozent der 50 bis 59-Jährigen und über die Hälfte der Befragten ab 60 Jahren geben an, diese nicht offenzulegen. Anders sieht es bei den jüngeren Onlinenutzern aus. Hier sinkt der Anteil auf 28 Prozent (15 bis 19 Jahre) beziehungsweise 32 Prozent (20 bis 29 Jahren).

In Deutschland wurde die Umfrage unter 1.500 Personen online durchgeführt. Fragestellung: “Ich bin bereit, meine persönlichen Daten (Gesundheits-, Finanzdaten, Fahrtenschreiber, Stromverbrauch usw.) im Austausch gegen Vorteile wie niedrigere Kosten oder personalisierten Service offenzulegen.“ Antworten: 1. Stimme überhaupt nicht zu, 2. Stimme nicht zu, 3. Stimme eher nicht zu, 4. Weder noch, 5. Stimme eher zu, 6. Stimme zu, 7. Stimme voll und ganz zu, 8. Weiß nicht..


Studie: Nur jeder vierte Chef kann seine Mitarbeiter psychisch positiv beeinflussen

02/2017 - 74 Prozent der Vorgesetzten in deutschen Unternehmen sind nur mittelmäßig oder kaum dazu in der Lage, die seelische Widerstandsfähigkeit ihrer Beschäftigten zu stärken. Diese Fähigkeit besitzen nur 26 Prozent der Manager. Der Knackpunkt: Eine geringe emotionale Robustheit ist ein wesentlicher Risikofaktor dafür, psychosomatische Krankheiten zu entwickeln. Das sind Ergebnisse der Studie "Erfolgsfaktor Wertschätzung", für die im Auftrag der Personalberatung Rochus Mummert rund 100 HR-Führungskräfte aus meist größeren mittelständischen Unternehmen befragt wurden.

"Das Ergebnis unserer Studie ist alarmierend. Denn unter solchen Voraussetzungen entwickeln viele Mitarbeiter psychosomatische Erkrankungen bis hin zum Burnout", warnt Dr. Linus Gemmeke, Studienleiter und Partner bei der Personalberatung Rochus Mummert. "Anerkennung und Wertschätzung sind ein wichtiges Mittel, um die Flexibilität, seelische Stärke und damit die psychische Gesundheit der Angestellten positiv zu beeinflussen, ebenso wie eine regelmäßige Kommunikation. Und auf beidem basiert letztlich eine positive Firmenkultur", erläutert Gemmeke.


Frohes neues Jahr!

01/2017 - Das Team der Steuerberatungskanzlei Huesmann & Pfingstmann wünscht allen Mandanten, Kunden, Geschäftspartnern und Freunden Glück, Gesundheit und gute Geschäfte in 2017!


Es gibt kein Grundrecht auf Umtausch

01/2017 - Nach den Weihnachtsfeiertagen beginnt die Zeit des Umtauschs. Dabei ist man in Geschäften und Kaufhäusern auf die Bereitschaft der Händler angewiesen – eine gesetzliche Pflicht, Ware umzutauschen haben sie nicht. Anders ist es im Internet. Hier ist der Umtausch gesetzlich garantiert. Die Deutsche Anwaltauskunft (anwaltauskunft.de) informiert über die Regeln für Händler, Beschenkte und Schenker, wie der Umtausch einfacher gestaltet werden kann und welche Rechte Besitzer von Geschenkgutscheinen haben.

Besteht generell ein „Recht auf Umtausch“?

Ungeliebte Weihnachtsgeschenke unverzüglich umzutauschen – das fänden viele Beschenkte sicher praktisch. Rechtsanwalt Swen Walentowski, Sprecher der Anwaltauskunft, dämpft allerdings die Erwartungen: „Ein grundsätzliches Recht auf Umtausch gibt es nicht. Ob Geschäfte Waren zurücknehmen, hängt vor allem von ihrer eigenen Bereitschaft ab.“ Im Einzelfall gilt also: Der Händler legt die Fristen und Bedingungen für ein Rückgaberecht fest. Im Umkehrschluss muss er sich aber auch daran halten. Billigt also ein Kaufhaus zum Beispiel ein vierwöchiges Rückgaberecht zu, bindet es sich damit rechtlich. Die Festlegung von Fristen ist dabei ebenso dem Händler überlassen wie die Art der Rückerstattung.

Möchte ein Verkäufer bei einem Umtausch nur Gutscheine in der Höhe des Warenwertes ausstellen, müssen Kunden dies akzeptieren – einen Anspruch auf die Auszahlung von Bargeld haben sie nicht. Kunden sollten sich also bereits vor einem Kauf über ihre Rückgaberechte informieren. Das gilt für reguläre Käufe ebenso wie für Weihnachtsgeschenke. „Wegen der Fristen kann auch ein Hinweis auf dem Kassenbon reichen, dass es sich um ein Weihnachtsgeschenk handelt und man erst danach weiß, ob ein Umtausch notwendig ist“, erläutert Rechtsanwalt Walentowski.

Muss der Kaufbeleg beim Umtausch immer vorgelegt werden?

Auch hier gilt: Ob bei der Rückgabe von Waren ein Kaufbeleg vorgelegt werden muss, ist den Händlern selbst überlassen. Verlangen müssen sie ihn nicht, allerdings tun das in der Regel die allermeisten Geschäfte. Wer also ein Geschenk umtauschen möchte, kommt vermutlich nicht darum herum, den Schenkenden darum zu bitten, den Kaufbeleg auszuhändigen. Ist man als die schenkende Partie nicht sicher, wie das ausgewählte Geschenk ankommt, empfiehlt es sich eventuell, den Beleg gleich beizulegen oder zumindest gut aufzubewahren.


Reiseportale: Schwache Beratung, Preise klettern während der Suche

01/2017 - Wer genau weiß, was er will, kann einen Pauschalurlaub gut übers Internet buchen. Beim Suchen und Buchen schafften 7 von 14 Portalen für Pauschalreisen das Qualitätsurteil Gut. Ein fast durchgängiger Makel der Onlineportale ist allerdings die Beratung. Die Auskünfte lassen selbst bei einfachen Fragen sehr zu wünschen übrig. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Januar-Ausgabe ihrer Zeitschrift test, veröffentlicht sind die Ergebnisse auch auf www.test.de/reiseportale.

Die Tester haben die Portale von Reisevermittlern wie Holidaycheck, Expedia oder Opodo und die von Reiseveranstaltern wie Tui, ITS und Alltours untersucht. Wer eine Pauschalreise übers Netz buchen und dafür Angebote von möglichst vielen Veranstaltern vergleichen möchte, sollte dafür ein Reisevermittlungsportal wählen. 4 von 8 Portalen schnitten gut ab, eine Beratung darf man aber nicht erwarten. Alle Reisevermittler greifen auf dieselbe Datenbank von Traveltainment zu, nicht alle vermitteln aber die Reisen der 120 Veranstalter, die mit der Datenbank zusammenarbeiten. Preisvergleiche zwischen den Portalen können sich also lohnen.

Bei jeder vierten überprüften Reise änderte sich außerdem der anfangs gezeigte Preis, in den meisten Fällen wurde es teurer. Besonders negativ fällt Ab-in-den-Urlaub auf: Bei 17 von 30 Reisen stieg der angezeigte Preis nach dem Check der Verfügbarkeit* – mitunter deutlich. Ein All-Inclusive-Urlaub in die Dominikanische Republik sollte laut erster Anzeige 1161 Euro kosten, später dann 1436,50 Euro.


 


Schuldenuhr tickt langsamer

01/2017 - Erstmals in ihrer Geschichte wird die Schuldenuhr Deutschlands nur noch einen zweistelligen Schuldenzuwachs ausweisen: 68 Euro pro Sekunde für das Jahr 2017. Zuvor betrug die sekündliche Neuverschuldung 129 Euro. Denn auch im neuen Jahr will der Bund ohne Nettokreditaufnahme auskommen – dies wird auch für die Gesamtheit aller Kommunen angenommen. Somit halten allein die Bundesländer die neue BdSt-Schuldenuhr am Laufen.

„Mit mehr als 2.000 Milliarden Euro verharrt der gesamte Schuldenstand Deutschlands immer noch auf einem viel zu hohen Niveau“, betont der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel. „Die historisch hohen Steuereinnahmen müssen die Politik dazu verpflichten, unsere Altschulden endlich abzubauen!“

Insgesamt hat sich die finanzielle Lage der Länderhaushalte verbessert. Vor allem aufgrund hoher Steuereinnahmen und weiter sinkender Zinsausgaben planen die 16 Länder mit einer Nettokreditaufnahme von zusammen nur noch knapp 2,2 Milliarden Euro (gegenüber rund vier Milliarden Euro 2016). So sehen es die bereits verabschiedeten bzw. geplanten Länderhaushalte für 2017 vor. „Dass inzwischen elf Länder mit einer Schwarzen Null oder sogar mit einem Schuldenabbau planen, stimmt mich positiv“, sagt BdSt-Präsident Holznagel. „Dennoch habe ich Bedenken, dass einige Länder die Schuldenbremse einhalten werden, die ab 2020 gesetzlich vorgeschrieben ist. Für Nordrhein-Westfalen, Bremen und das Saarland sehe ich schwarz. Ab 2020 soll für die Pleite-Länder Bremen und Saarland sogar der Bund mit jährlich 800 Millionen Euro einspringen. Das ist ein klassischer Bail-out, also eine Notrettungsaktion, wie wir sie auch bei Griechenland gesehen haben – diesmal aber vor unseren Haustüren quer durch Deutschland.“