News Juli 2020

10-Jahresvergleich: Immobilien schlagen DAX bei Wertanstieg um 43 Prozent

07/2020 - Immobilien gelten als sichere Wertanlage. Aktien-Depots haben hingegen den Ruf, höhere Rendite zu liefern. Eine Analyse von immowelt zeigt nun: In den vergangenen 10 Jahren war die mittlere Wertsteigerung bei Immobilien deutlich höher als bei den größten deutschen Wertpapieren. Der Kaufpreis von Eigentumswohnungen (40 bis 120 Quadratmeter) ist deutschlandweit seit 2010 im Median um 126 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum wuchs der wichtigste deutsche Aktienindex DAX um 88 Prozent. Betrachtet man den Index als Maßstab für die mittlere Wertsteigerung bei Aktien im abgelaufenen Jahrzehnt, dann fallen in einer Beispielrechnung die Wertzuwächse von Eigentumswohnungen in Deutschland um 43 Prozent höher aus als bei Wertpapieren.

Nicht in der Beispielrechnung berücksichtigt wurden unter anderem etwaige Transaktions- oder Instandhaltungskosten, Steuern sowie renditesteigernde Faktoren wie Dividenden oder Mieteinnahmen. Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise in den 14 größten Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern waren auf immowelt.de inserierte Angebote. Die Preise sind jeweils Angebots-, keine Abschlusspreise. Dabei wurden ausschließlich Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Die Preise geben den Median der jeweils im Jahr 2010 sowie in den ersten 5 Monaten des Jahres 2020 angebotenen Eigentumswohnungen (40 bis 120 Quadratmeter) wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise. Die Daten über die historische Entwicklung des DAX stammen von www.finanzen.net. Verglichen wurden der Mittelwert des Jahres 2010 (6190,9 Punkte) sowie der Mittelwert der Monate Januar bis Mai 2020 (11634,9 Punkte).


Vorsorgevollmacht - schriftliche Vereinbarung ist sinnvoll

07/2020 - Für einen nicht entscheidungsfähigen Patienten dürfen Angehörige oder Freunde keine medizinischen Entscheidungen treffen, auch nicht der Ehepartner oder die Kinder. Anders ist es, wenn es eine Vorsorgevollmacht gibt. Die Zeitschrift Finanztest beschreibt in ihrer Juli-Ausgabe ausführlich, was bei einer ?Vorsorgevollmacht zu beachten ist, was darüber hinaus für den Ernstfall geregelt sein sollte und was passiert, wenn Menschen nicht vorgesorgt haben. Außerdem erläutern die Experten, welche Besonderheiten es gibt, wenn Immobilien im Spiel sind.

In einer Vorsorgevollmacht legt ein Mensch in gesunden Tagen fest, wer für ihn handeln darf, wenn er selbst vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr selbst entscheiden kann. Geht es um Konto, Vermögensverwaltung oder Immobilien, müssen Vollmachtgeber ihre Unterschrift beglaubigen oder beurkunden lassen oder eine Bankvollmacht erteilen. Die Beglaubigung einer Unterschrift ist günstig für 10 Euro bei einer örtlichen Betreuungsbehörde möglich. Die Stiftung Warentest bietet unter www.test.de/betreuungsbehoerde eine Suche nach der zuständigen Behörde an.

Alternativ oder ergänzend zur Vorsorgevollmacht ist eine Betreuungsverfügung sinnvoll. Ein Mensch legt darin fest, wer im Notfall für ihn als Betreuer handeln soll. Sinnvoll ist es, Wünsche aufzulisten, zum Beispiel welches Pflegeheim erste Wahl ist oder wer sich um das Haustier kümmern soll.

Der ausführliche Artikel Vorsorgevollmacht findet sich in der ?Juli-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter ?www.test.de/vorsorgevollmacht. Passende Formulare zum Ausfüllen bietet das ?Vorsorge-Set der Stiftung Warentest.

 

Urlaub und Corona: Krankenversicherungsschutz im Reisegepäck

07/2020 - Die Aufhebung der Reisewarnung für die meisten europäischen Länder lässt für viele Menschen den lang ersehnten Urlaub Wirklichkeit werden. Wichtig zu wissen ist, dass der Schutz der Krankenversicherung gewährleistet wird, auch bei Erkrankungen von COVID-19 im Ausland.

Bei einem Urlaub in einem EU-Mitgliedsland und in den Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sowie bei Zielen außerhalb Europas mit einem Abkommen (z.B. Tunesien) haben Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen Anspruch auf medizinisch notwendige Leistungen. Dies gilt sogar in Ländern wie der Türkei mit aktueller Reisewarnung. Von diesen Reisezielen ebenso wie von Reisen auf Kreuzfahrtschiffen ist jedoch wegen eines erhöhten Corona-Ansteckungsrisikos dringend abzuraten.

"Im Falle einer Erkrankung an COVID-19 im Urlaubsland gelten die gleichen Bedingungen wie auch bei anderen Erkrankungen. Mit der Vorlage der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) bzw. des Auslandskrankenscheins übernehmen wir die Kosten für die medizinischen Dienste nach den Bedingungen des Gastlandes", so der Auslandsexperte Jörg Hermann von der Krankenkasse BKK·VBU. Der Anspruch beschränkt sich jedoch nur auf die medizinische Leistung vor Ort, so dass der Patient den Auslandsaufenthalt nicht abbrechen muss. Einen Krankenrücktransport sowie Mehrkosten für Behandlung und Medikamente können nur durch eine zusätzliche Auslandsversicherung abgedeckt werden. Der Leistungsumfang bei COVID-19-Erkrankungen muss individuell bei den Versicherungen angefragt werden.

Sollten die Kosten der Behandlung im Ausland privat in Rechnung gestellt werden, besteht ein Anspruch auf Kostenerstattung durch die Krankenkassen nach deutschen Sätzen, sprich das, was die Behandlung im Inland gekostet hätte. "Wer jetzt auf Reisen geht, sollte gut vorbereitet sein. In jedem Fall raten wir Urlaubern, auf einen ausreichenden Vorrat an Medikamenten auch für einen verlängerten Aufenthalt zu achten", empfiehlt Hermann.