News März 2020

Anti-Viren-Programme im Test

03/2020 - Viren, Hacker, tückische Links – dagegen helfen die meisten der Antivirenprogramme im Test der Stiftung Warentest gut. Einige der besten sind sogar kostenlos, darunter einer der zwei Gewinner. Das auf Windows-Rechnern vorinstallierte Schutzprogramm Microsoft Defender bietet dagegen nur einen Basisschutz.

Die Tester haben über 40.000 Schadprogramme, bösartige Webseiten und Phishingmails zusammengetragen, um damit 19 Schutzprogramme für Windows- und 9 für Apple-Rechner zu prüfen. Darunter auch neue Bedrohungen, die zum Testzeitpunkt oft erst wenige Stunden im Netz kursierten.

Erfreulicherweise wehrten die Sicherheitsprogramme die meisten Angreifer ab. Erkennungsraten von über 90 Prozent sind bei topaktuellen Angriffen ein respektables Ergebnis. Es bedeutet jedoch auch: 100-prozentigen Schutz bietet kein Programm. Die Tester geben daher auch Tipps für sicheres Surfen.

Mac-User sind durch ihr Betriebssystem besser vor Viren geschützt als Windows-Nutzer. Vor Datenklau durch Phishing-Angriffe sind sie jedoch nicht gefeit. Insbesondere die Zugangsdaten für Apple Store und Apple ID sind bei Angreifern beliebt. Hier empfiehlt sich eine Sicherheitssoftware mit gutem Phishing-Schutz, am besten in Kombination mit dem Safari-Browser, der im Test bereits 80 Prozent der Phishing-Versuche erkannte.

Grundsätzlich gilt: Bezahlprogramme sind nicht besser als kostenlose Software, sie verzichten aber auf die oft nervige Eigenwerbung.

Der vollständige Test Antivirenprogramme findet sich in der März-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/internetsicherheit.



Goldkauf: Vorsicht vor unseriösen Anbietern und hohen Kosten

03/2020 - Barren, Münzen oder Wertpapier – Gold ist bei Anlegern begehrter denn je. Doch unseriöse Anbieter und hohe Nebenkosten können die Freude am Edelmetall erheblich trüben. Finanztest hat jetzt detailliert untersucht, welche Produkte sich für welchen Anlagezweck eignen, welche Risiken es gibt und wie viel Anleger bei großen Banken und Goldhändlern für das Edelmetall zahlen müssen.

Gold erwirtschaftet keine Zinsen, verursacht Kosten und der Wert unterliegt großen Schwankungen. Als Beimischung mit einem Depotanteil von 5 bis 10 Prozent hält Finanztest Gold dennoch für akzeptabel. Die oft gegenläufige Tendenz zum Aktienmarkt macht Gold interessant und das Depot stabiler.

Die Kosten beim Kauf können jedoch unverhältnismäßig hoch sein, besonders bei kleinen Einheiten. Während für einen 1-Kilogramm-Barren im Durchschnitt wenig mehr als 1 Prozent Aufschlag zum aktuellen Börsenpreis zu zahlen ist, sind es bei einem 1-Gramm-Barren oft mehr als 20 Prozent. Für eine Feinunze der beliebten Krügerrand-Münze ermittelten die Tester im Schnitt 4 Prozent Aufschlag.

Eine praktische und preiswerte Alternative zu echtem Gold sind Wertpapiere auf Gold, so genannte Gold-ETC. Sie sind gut handelbar und die jährlichen Kosten liegen bei zahlreichen ETC unter 0,3 Prozent. Allerdings ist Vorsicht geboten, bei der Recherche stieß Finanztest auf viele schwarze Schafe und Schwindelshops, die bei Suchmaschinen mitunter unter den ersten drei Treffern auftauchen.

Untersucht hat Finanztest auch Gold-Sparpläne. Hier sind unseriöse Anbieter und hohe Kosten häufig ein Problem. Bei Sparplänen auf physisches Gold gibt es nur wenige Anbieter mit moderaten Gebühren. Sehr günstig kommen Anleger in der Regel bei ETC-Sparplänen weg.

Die vollständige Untersuchung findet sich in der März-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online unter www.test.de/gold-wertpapiere abrufbar.

 

Kosten für Medikamente von der Steuer absetzen: So funktioniert's

03/2020 - Kopfschmerztabletten, Nasenspray oder Hustensaft: Eine Hausapotheke hilft schnell bei kleineren Alltagskrankheiten. Die Kosten dafür lassen sich von der Steuer absetzen, wenn der Arzt die Medikamente verschrieben hat. Worauf man dabei achten sollte und wie die aktuelle Rechtsprechung dazu aussieht, erklärt der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) in einer Pressemitteilung.

Entscheidend ist danach, dass das ärztliche Rezept vor dem Kauf ausgestellt wurde. Seit 2009 sei diese Rechtsprechung gültig, das Finanzgericht Rheinland-Pfalz bestätigte das sogar in einem Urteil (Aktenzeichen 5 K 2157/12).

Bis 2009 sei es möglich gewesen, ein Medikament erst in der Apotheke zu kaufen, danach zum Arzt zu gehen und sich ein Rezept ausstellen zu lassen, und anschließend die Kosten für das Medikament von der Steuer abzusetzen. Das gehe heute - über zehn Jahre später - nicht mehr.

Heute gelte Folgendes: Erst zum Arzt, dann Medikament kaufen und anschließend die Kosten, die von der Krankenkasse nicht gezahlt wurden, in die Steuererklärung eintragen.

Außerdem müssten die Medikamente der Heilung oder Linderung einer Krankheit dienen. Ausgaben für eine Krankheitsvorbeugung könnten dagegen in der Regel nicht abgesetzt werden. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt seien, zählten die Kosten für Medikamente zu den sogenannten außergewöhnlichen Belastungen. Dafür gäbe es in der Steuererklärung seit 2019 eine eigene Anlage.