News Mai 2021

Sparkassen- und Bankgebühren: Bundesgerichtshof hält fast alle Erhöhungen für rechtswidrig

05/2021 - Nach dem spektakulären Urteil des Bundesgerichtshofs zu Bank- und Sparkassengebühren steht nun fest: Zahlreiche Kontoinhaberinnen und -inhaber haben ein Recht auf Erstattung von auf unzulässige Gebührenerhöhungen entfallenden Zahlungen. Darauf weist die Stiftung Warentest hin.

Sie sagt auf test.de, was Kontoinhaber jetzt tun müssen, um ihr Geld zurückzubekommen, und liefert Mustertexte für Forderungsschreiben. Für Inhaber von Konten, die früher noch kostenlos waren, summieren sich die Beträge auf anständige Summen. Hinzu kommen Zinsen. So haben viele Postbank-Kunden, die bis Oktober 2016 ein damals noch kostenloses Giro Plus-Konto eröffnet haben, meist einen Anspruch auf Erstattung von ziemlich genau 180 Euro einschließlich Zinsen.


Homeoffice-Pflicht? Jeder Vierte möchte dauerhaft von zuhause arbeiten

05/2021 - Seit dem Beginn der Corona-Pandemie ist das Homeoffice für viele in Deutschland fester Teil des Berufsalltags geworden. Im Rahmen des neu verabschiedeten Infektionsschutzgesetzes ist es jetzt sogar Pflicht. Auf dem Weg in eine neue Arbeitswelt wurde die Pandemie geradezu zum Beschleuniger des mobilen Arbeitens. Doch wie wird es mit dem Homeoffice nach Corona weitergehen? Ein Blick in die Zukunft wagte der digitale Versicherungsmanager CLARK in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut YouGov. Die bevölkerungsrepräsentative Studie zeigt: Jeder Vierte, der seit Corona im Homeoffice arbeitet, kann sich vorstellen auch dauerhaft zu 100 Prozent von zuhause aus zu arbeiten.

Deutsche zeigen hohe Bereitschaft für mobiles Arbeiten

Die Bereitschaft in Zukunft weiter von zuhause aus zu arbeiten, ist hierzulande hoch: Fast 60 Prozent der Befragten, die aktuell im Homeoffice sind, könnten sich diese Arbeitsform auch nach Corona weiterhin vorstellen. Zum Vergleich: Vor Corona haben gerade einmal 7 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice gearbeitet. Sogar jeder Vierte (24 Prozent) würde wenn möglich dauerhaft zu 100 Prozent von zuhause arbeiten. In der Altersgruppe der 40 bis 49-Jährigen ist es schon jeder Dritte (35 Prozent). Bei weiteren 35 Prozent der Teilnehmer stand zum Zeitpunkt der Befragung bereits fest, dass das arbeitgebende Unternehmen nach der Pandemie Homeoffice als Option weiterhin anbietet wird. 18 Prozent sagen hingegen, dass sie wieder zu 100 Prozent ins Büro zurückkehren wollen, sobald Corona es ermöglicht.

 

Berufsunfähigkeitsversicherung: 35 von 71 Angeboten sind sehr gut

05/2021 - Berufsunfähigkeit kann jeden Menschen treffen – in Deutschland etwa ein Viertel der Berufstätigen. In vielen Fällen springt eine Berufsunfähigkeitsversicherung ein. 35 der 71 getesteten Tarife bewertet Finanztest mit Sehr gut, 32 mit Gut und 4 mit Befriedigend. Viele Versicherer punkten auch durch die Flexibilität ihrer Verträge.

47 Jahre sind Berufstätige im Schnitt alt, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen aus dem Job aussteigen müssen. Wer von seinem Beruf lebt und kein Geld aus anderen Quellen zur Verfügung hat, ist durch eine sehr gute Berufsunfähigkeitspolice am besten abgesichert.

Für den Test hat Finanztest drei Modellkunden identifiziert, für die die Versicherer Angebote für den preisgünstigsten Schutz übermitteln sollten. Die 35 sehr guten Tarife unterscheiden sich deutlich im Preis. So können zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot durchaus 1.000 Euro Beitragsunterschied pro Jahr liegen. Dafür punkten die sehr guten Tarife besonders bei der Flexibilität ihrer Verträge. Dazu gehört beispielsweise, die garantierte Rente während der langen Vertragslaufzeit ohne erneute Gesundheitsprüfung aufstocken zu können oder die Beiträge im Falle von Zahlungsschwierigkeiten zu stunden.

Keine volle Punktzahl gibt es für Angebote, deren Fragebögen zum Gesundheitszustand unklar oder unvorteilhaft für den Kunden sind. Der Fragebogen entscheidet unter anderem darüber, ob der Kunde bei einer Berufsunfähigkeit eine Rente erhält. Nicht für jede oder jeden ist es einfach, einen Vertrag zu bekommen. Finanztest rät: Wer vorerkrankt ist, einen riskanten Beruf hat oder einem gefährlichen Hobby nachgeht, sollte sich an mehrere Versicherer wenden. Ihre Annahmekriterien sind unterschiedlich. Auch Versicherungsmakler oder unabhängige Versicherungsberater können beim Vertragsabschluss weiterhelfen.

Der Test Berufsunfähigkeitsversicherung findet sich in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online unter www.test.de/berufsunfaehigkeit abrufbar.