News Februar 2020

Anleger bevorzugen nachhaltige Geldanlagen

02/2020 - Nicht nur das Weltwirtschaftsforum in Davos setzte zu seinem 50. Geburtstag ein Signal für den Klimaschutz. Auch Wirtschaft und Finanzbranche öffnen sich bereits seit Längerem für den Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit von Geldanlagen - ganz im Einklang mit dem Aktionsplan der EU-Kommission für einen "Green Deal". Aber wie sollen Anleger bei der Auswahl ihres Portfolios zwischen "klimafreundlich" und "klimaschädlich" unterscheiden? Und welche Renditen können sie bei grünen Anlagen erwarten? Neue Erkenntnisse zu den Einstellungen der Deutschen liefert eine aktuelle repräsentative forsa-Studie für die Santander Consumer Bank AG. Anfang November 2019 wurden dazu 1.520 Frauen und Männer ab 18 Jahren befragt.

Demnach will fast die Hälfte der Deutschen (47 %) in Zukunft bewusst darauf achten, nur noch in Geldanlagen zu investieren, die dem Klima und der Umwelt nicht schaden. Für eine geringere Zahl der Befragten (42 %) ist die Rendite wichtiger als Erwägungen zur Nachhaltigkeit einer Anlage. Anlegerinnen zeigen sich deutlich klimafreundlicher als Männer: 54 Prozent der Frauen wollen laut Umfrage künftig Geldanlagen priorisieren, die klima- und umweltverträglich sind. Unter den Männern sind es lediglich 40 Prozent, während für 52 Prozent die Rendite nach wie vor den Ausschlag gibt. Nur 31 Prozent der Frauen sehen das genauso.


Passwort-Manager: Guten Schutz gibt es auch umsonst

02/2020 - Onlinebanking, Ebay-Konto oder Fitnessapp – Internetnutzer müssen sich viele Kennwörter merken. Denn jedes Portal braucht sein eigenes. Ein Passwort-Manager generiert und verwaltet alle Passwörter und macht es Hackern damit schwer, die Konten zu knacken. Für die Februar-Ausgabe ihrer Zeitschrift test hat die Stiftung Warentest 14 Passwort-Manager untersucht. Das Ergebnis: Eines der besten gibt es sogar in einer Gratisversion.

Lang, sinnlos und einprägsam sollte das perfekte Passwort sein. Passwort-Manager erstellen kaum knackbare Kennwörter und sorgen zugleich dafür, dass Nutzer sich nur noch eins merken müssen: das Masterpasswort, um das Programm zu öffnen. Zudem speichern sie alle Passwörter des Nutzers und geben diese eigenständig auf Internetportalen ein, sodass der Nutzer sie sich nicht mehr merken muss.

Alle geprüften Programme lassen sich kostenlos verwenden. Die Gratisvarianten sind aber oft mit Einschränkungen verbunden. Manche erlauben etwa nur den Gebrauch auf einem einzigen Gerät. Wer die Manager vollumfänglich und zum Beispiel auf Computer und Handy zugleich nutzen möchte, braucht meist ein Abo und zahlt dann zwischen 10 und 40 Euro pro Jahr.

Der Test Passwort-Manager findet sich in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/passwortmanager abrufbar.


 

Verkehrte Welt bei den Bauzinsen

02/2020 - Verrückte Zinszeiten. Hieß es früher immer: Je länger die Laufzeit, desto teurer das Baugeld, ist es nun bei einigen Anbietern genau umgekehrt.

Die Mehrzahl der Banken und Sparkassen hält zwar immer noch an den bisherigen Gepflogenheiten in der Baufinanzierung fest. So zahlen Kunden, die über sehr viele Jahre einen sicheren, fest vereinbarten Zins haben wollen, dafür gewöhnlich deutlich mehr als für eine kurzfristige Zinsbindung. Bei der ING beträgt der Nominalzins etwa bei fünf Jahren Laufzeit 0,68 Prozent pro Jahr. Für zehn Jahre werden 0,79 Prozent pro Jahr fällig und bei 15 Jahren sind es 1,01 Prozent. Eine ähnliche Staffel gibt es bei der Degussa Bank, der Debeka und den Sparda-Banken.

Einige Schwergewichte im Baufinanzierungs-Geschäft scheren aber nun aus und bieten Langläufer günstiger als Kurzläufer an. Bei der Commerzbank und der Postbank zahlen Kunden weniger, wenn sie sich zehn statt fünf Jahre binden. Bei Allianz und Deutscher Bank bekommen Interessenten nicht nur zehnjährige, sondern sogar 15-jährige Darlehen günstiger als fünfjährige. Die Allianz nimmt aktuell nominal 0,73 Prozent pro Jahr bei fünf, 0,65 Prozent bei zehn und 0,72 Prozent bei einer Zinsbindung über 15 Jahre.

Auch diese auf den ersten Blick seltsame Entwicklung hängt natürlich mit der Niedrigzinsphase zusammen und ist aus Verbrauchersicht wirklich zu begrüßen. "Häuslebauer sollten sich ohnehin lieber langfristig die Minizinsen sichern", sagt Horst Biallo, Gründer des gleichnamigen Verbraucherportals. Die betriebswirtschaftliche Erklärung gibt Eva Grunwald, Leiterin Immobiliengeschäft bei der Deutschen Bank. Die mit der Gewährung eines Baudarlehens verbundenen Kosten würden anteilig auf die Dauer der Zinsfestschreibung in den Darlehenszins einkalkuliert werden. Und diese Kosten ließen sich natürlich besser auf viele Jahre verteilen als auf wenige.