News November 2018

vzbv klagt gegen Volkswagen

11/2018 - Am 1. November 2018 trat das Gesetz zur Einführung einer Musterfeststellungsklage in Kraft. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) will das neue Instrument umgehend nutzen: In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November haben Vertreter des vzbv die Klageschrift gegen die Volkswagen AG beim Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig eingereicht.

 

„Volkswagen hat betrogen und schuldet geschädigten Verbraucherinnen und Verbrauchern dafür Schadensersatz. Das wollen wir nun gerichtlich feststellen lassen“, so Klaus Müller, Vorstand des vzbv.

 

Klage hemmt Verjährung

Die Klage für den vzbv führen wird die Kanzlei R|U|S|S Litigation ein Zusammenschluss der Gesellschafter der Kanzleien Dr. Stoll & Sauer und Rogert & Ulbrich. „Verbraucher können sich einer Musterfeststellungsklage kostenlos anschließen, sie wirkt verjährungshemmend und ihnen droht kein Prozesskostenrisiko“, so die Anwälte. Mit einem Urteil zugunsten der Betroffenen stiege zudem der Druck auf den Volkswagen-Konzern, Betroffenen endlich finanziell entgegenzukommen.

 

„Autofahrer wurden von Volkswagen lange genug hingehalten. Jetzt reicht’s“, so Müller. Für die erste Musterfeststellungsklage setzt der vzbv auf ein starkes Bündnis mit dem ADAC. „Das Interesse unserer Mitglieder an der Musterfeststellungsklage ist riesig. Es ist deshalb wichtig, dass möglichst schnell Klarheit geschaffen wird, welche Ansprüche den betroffenen Autobesitzern tatsächlich zustehen“, ergänzt Dr. August Markl, Präsident des ADAC.

 

Noch kein Handlungsbedarf für Verbraucher

Noch können betroffene Verbraucher nicht selbst aktiv werden, denn das Gericht muss die Klageschrift zunächst prüfen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Klage in dem Klageregister des Bundesamtes für Justiz (BfJ) öffentlich bekannt gemacht. Erst dann können sich Verbraucher in das Register eintragen und sich damit der Klage anschließen.

 

„Wir sehen der Klage sowohl mit Optimismus, als auch Respekt entgegen. Es ist gut, dass sich endlich etwas bewegt“, so Müller.

 

Alle Informationen zur Klage finden Sie unter www.musterfeststellungsklagen.de. Auf der Webseite finden Sie auch Antworten auf häufig gestellte Fragen sowie die Möglichkeit, einen News-Alert zu abonnieren.


Mitarbeiterbenefits: Welche Zusatzleistungen Fachkräfte wirklich wollen

11/2018 - Ein attraktives Gehalt, ein sicherer Job und die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln - laut einer aktuellen Studie sind das die drei wichtigsten Kriterien bei der Entscheidung für einen neuen Job. Die Online-Jobplattform StepStone hat rund 30.000 Fach- und Führungskräfte in Deutschland zu ihren Präferenzen bei der Jobsuche befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass auch zusätzliche Arbeitgeberleistungen die Beliebtheit eines Arbeitgebers steigern können. Für sieben von zehn Befragten sind attraktive Mitarbeiterbenefits ein wichtiger Faktor bei der Stellensuche. Doch welche Angebote wünschen sich Fachkräfte wirklich? Und welche Benefits sind eher unwichtig?

Finanzielle Zusatzleistungen am beliebtesten

 

Trotz der guten Arbeitsmarktlage legen Fachkräfte großen Wert auf Sicherheit. Das spiegelt sich auch in den Studienergebnissen wider: Finanzielle Arbeitgeberleistungen wie eine betriebliche Altersvorsorge sind für Jobsuchende mit Abstand am attraktivsten. Für Männer sind außerdem eine Gewinnbeteiligung und die Aussicht auf einen erfolgsabhängigen Bonus wichtige Argumente, sich bei einem Unternehmen zu bewerben. Frauen legen dagegen mehr Wert auf kostenfreie Getränke am Arbeitsplatz sowie Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge wie zum Beispiel Sport- und Fitnessprogramme. Doch auch bei den befragten Männern befinden sich diese Angebote unter den fünf beliebtesten Benefits.

 

Firmenwagen und Diensthandy nur für wenige interessant

Weniger relevant finden Fachkräfte laut StepStone-Studie ein Firmenhandy und die Möglichkeit, den Hund mit ins Büro nehmen zu können. Immerhin vier von zehn Befragten finden, eine Kantine bzw. ein Essenszuschuss und regelmäßige Mitarbeiterevents machen einen Arbeitgeber interessant. Für die Studie hat StepStone auch 5.000 Recruiter in Deutschland befragt: 78 Prozent von ihnen glauben, dass Angaben zu Zusatzleistungen die Bewerbungsabsichten von Jobsuchenden stark beeinflussen. Dennoch informiert nicht einmal die Hälfte der Unternehmen in ihren Stellenanzeigen über solche Angebote. "Viele Unternehmen verpassen damit die Chance, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren", sagt Philipp Löwer, Arbeitsmarkt-Experte bei StepStone. "Eine Stellenanzeige ist das Aushängeschild für Arbeitgeber und häufig der erste Kontaktpunkt zwischen Bewerber und Unternehmen. Sie sollte mehr als nur eine einfache Auflistung von Anforderungen und Aufgaben sein."

 

Die Studie "Jobsuche im Fokus" mit detaillierten Ergebnissen zum Jobsuchverhalten von Fachkräften in Deutschland steht hier zum kostenlosen Download bereit: https://bit.ly/2De7StV


 

Autoversicherung: Jetzt viel Geld sparen

11/2018 - Kaum eine Police bietet so viel Sparpotenzial wie die Autoversicherung. Wer jetzt vergleicht, kündigt und wechselt, kann mehrere Hundert Euro sparen. Finanztest zeigt die günstigsten Versicherer für Modellkunden, gibt zahlreiche Tipps zum Sparen und zum Wechsel der Autoversicherung. Ein individueller Preisvergleich ist außerdem online möglich. Die Analyse kostet 7,50 Euro.

 

Ein Familienvater kann für eine geeignete Autoversicherung nur 381 Euro im Jahr oder aber mehr als 900 Euro zahlen. Noch größer sind die Preisunterschiede für junge Fahrer – über 1.000 Euro im Jahr. Auch wer schon bei einem günstigen Anbieter ist, kann sparen, mitunter reicht ein Anruf beim Versicherer.

 

Autofahrer sollten weitere Sparmöglichkeiten nutzen. Ob die Haftpflichtversicherung reicht oder zusätzlich eine Kasko sinnvoll ist, hängt vor allem vom Wert des Autos ab. Für neue und teure Autos ist eine Vollkasko sinnvoll. Sie kostet im Schnitt 325 Euro pro Jahr. Bei älteren oder preiswerteren Autos reicht die Teilkaskoversicherung. Sie kostet im Schnitt 89 Euro. Für Autos bis 3.000 Euro Wert ist eigentlich nur noch der reine Haftpflichtschutz notwendig.

 

Finanztest gibt 13 weitere Spartipps und sagt, auf welche Leistungen Autofahrer nicht verzichten sollten.

 

Der Test Autoversicherung findet sich in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest. Online sind Test und Analyse unter www.test.de/autoversicherung abrufbar.