News-Archiv 2014

Gesetzlicher Mindestlohn ab 01.01.2015 für alle Branchen: 8,50 € brutto

12/2014 - Die Bundesregierung hat den Mindestlohn ab 01.01.2015 beschlossen. Damit gilt ein flächendeckend zu zahlender, gesetzlicher Mindestlohn für alle Branchen von 8,50 Euro brutto je Zeitarbeitsstunde.

Für detaillierte Auskünfte und Informationen über die gesetzliche Neuregelung und die bevorstehenden Änderungen können Sie sich gerne jederzeit an uns wenden.

Wir möchten Ihr Augenmerk jedoch besonders auf die entsprechenden Aufzeichnungspflichten (im speziellen bei den sogenannten Minijobbern) richten. Zwecks geforderter Nachweise finden Sie insoweit ein Muster eines Stundenzettels auf unserer Homepage unter der Rubrik Formulare. Sie sollten Ihre Mitarbeiter verpflichten, tägliche Aufzeichnungen zu führen und nach Ablauf des jeweiligen Monats bei Ihnen einzureichen. Im Anschluss wäre es dienlich, wenn Sie uns diesen für die Lohnabrechnungen zur Verfügung stellen.


Frohe Weihnachten und alles Gute für 2015

12/2014 - Das Team der Steuerberatungskanzlei Huesmann & Pfingstmann wünscht allen Mandanten, Kunden, Geschäftspartnern und Freunden eine schöne Adventszeit, fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir freuen uns auf viele weitere nette Kontakte im kommenden Jahr.


Alle Jahre wieder...

12/2014 - Bücher, Spielwaren und Bekleidung sind die Dauerbrenner unterm Weihnachtsbaum. Insgesamt möchten 91 Prozent der Deutschen Freunden und Verwandten zu Weihnachten etwas schenken. Dafür werden sie durchschnittlich 285 Euro ausgeben. Das ist 1 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Laut einer aktuellen GfK-Umfrage kann der Handel daraus mit einem Umsatzvolumen für Geschenke von rund 15 Milliarden Euro im Weihnachtsgeschäft rechnen. Das bedeutet ein leichtes Minus von ebenfalls 1 Prozent.

Auch in diesem Jahr zeigen sich die Deutschen an Weihnachten großzügig. Mit 285 Euro sind die geplanten Ausgaben zwar 3 Euro geringer als noch im vergangenen Jahr. Das Niveau ist aber unverändert hoch. „Um bei der Wahl des Geschenks nicht daneben zu greifen, verschenken die Deutschen auch gerne wieder Bargeld. Das dürfte vor allem in den Tagen nach dem Fest zu einem Großteil in die Kassen der Händler fließen. Insgesamt werden die Bargeschenke ein Volumen von 3,4 Milliarden Euro umfassen“, erklärt GfK-Handelsexperte Dr. Wolfgang Adlwarth.


Viele Banken kassieren überhöhte Bereitstellungszinsen

12/2014 - Viele Banken kassieren überhöhte Bereitstellungszinsen und verteuern ein Immobiliendarlehen damit häufig um mehrere tausend Euro. Das teilt die Stiftung Warentest ineiner Pressemitteiluing mit. Banken verlangen danach durchweg 3 Prozent Zinsen allein dafür, dass sie den zugesagten Kredit zur Auszahlung bereithalten. Obwohl die Zinsen für Immobilienkredite in den letzten Jahren drastisch gesunken sind, erheben die Banken für die Bereitstellungszinsen die gleiche Höhe wie vor 30 Jahren.

Vom Antrag auf Baugenehmigung bis zum fertigen Haus kann es ein Jahr und länger dauern. Während der Bauphase müssen Bauherren doppelt zahlen: Zinsen auf die Kreditsumme, die sie schon bekommen haben und Bereitstellungszinsen auf den noch nicht ausgezahlten Kreditanteil. Dazu kommen bei einigen Banken Teilauszahlungszuschläge von 50 oder 100 Euro pro Auszahlung.

Der Bereitstellungszinssatz ist bei fast allen Banken gleich. Trotzdem wird die Bauzeit je nach Institut unterschiedlich teuer. Entscheidend ist die Zahl der Freimonate, in der noch keine Bereitstellungszinsen anfallen. Viele Banken berechnen Zinsen schon nach zwei Monaten, andere räumen dem Kunden eine Karenzzeit von sechs oder sogar zwölf Monaten ein. Der von den Banken genannte Effektivzins für das Darlehen berücksichtigt weder Bereitstellungszinsen noch Teilauszahlungszuschläge. Rechnet man sie mit ein, liegt der tatsächliche Effektivzins oft um ein oder zwei Zehntel Prozentpunkte höher.

 


Strompreise: Keine Entlastung in Sicht

11/2014 - Die für 2015 angekündigte Senkung der EEG-Umlage droht nach Einschätzung des Verbraucherzentrale Bundesverbands zu verpuffen. Zum einen ist fraglich, ob die Energieversorger die niedrigere Umlage auch tatsächlich an ihre Kunden weitergeben. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass viele Unternehmen gesunkene Preisbestandteile als zusätzlichen Gewinn einbehalten. Zum anderen kommen durch den Ausbau der Stromnetze neue Belastungen auf die Verbraucher zu, die ebenfalls über den Strompreis umgelegt werden. Für das kommende Jahr ist daher keine Entlastung in Sicht. „Von einer Kehrtwende bei der Entwicklung der Strompreise kann leider keine Rede sein“, sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv. Im Gegenteil: Mit der Einführung von Kapazitätsmärkten könnte in den nächsten Jahren eine neue Kostenlawine auf die Stromkunden zurollen. „Die Energiewende braucht einen finanziellen Neustart“, so Müller. Der vzbv schlägt vor, einen Teil der EEG-Umlage in einen Fonds auszugliedern, der sich auch aus Steuermitteln speist. Damit ließen sich die Kosten der Energiewende zeitlich strecken und gleichzeitig gerechter verteilen.


Deutsche schauen zuversichtlich in die Zukunft

11/2014 - Einem Großteil der Menschen in Deutschland geht es in finanzieller Hinsicht so gut wie schon lange nicht mehr, sie schauen optimistisch in die Zukunft. Das ist ein wesentliches Ergebnis der Studie „Vermögensbarometer 2014“, die der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) jetzt vorgestellt hat. „58 Prozent der Befragten empfinden ihre Lebensumstände als gut oder sehr gut. Das ist der höchste Wert der vergangenen zehn Jahre“, so DSGV-Präsident Georg Fahrenschon anlässlich der Vorstellung der Studie im Rahmen der Pressekonferenz zum Weltspartag in Berlin. "Die Bundesbürger schauen trotz aller globalen Krisenherde mit viel Zuversicht in die Zukunft."

Allerdings gebe es noch immer geschlechterspezifische Unterschiede in der Bewertung. Während 62 Prozent der Männer ihre eigene finanzielle Lage als „gut“ oder „besser“ bewerteten, sei dies nur bei 55 Prozent der Frauen so. „Auch diese Zahlen zeigen, dass es nach wie vor zwischen den Geschlechtern Unterschiede bei den Einkommens- und Vermögensverhältnissen gibt“, so Fahrenschon.


BGH-Urteil zu Kreditgebühren

11/2014 - Ein für Kreditnehmer positives Urteil hat jetzt der Bundesgerichtshof (BGH) gefällt. Die Richter in den roten Roben entschieden, dass Bankkunden ungerechtfertigt kassierte Bearbeitungsentgelte bei Krediten bis zu zehn Jahre rückwirkend zurückfordern können (Az.: XI ZR 348/13 und XI ZR 17/14). Betroffene Kunden sollten daher umgehend fachkundigen Rat einholen und prüfen lassen, wann eigene Ansprüche verjähren. Verjährungshemmend wirkt beispielsweise die Erhebung einer Klage. Ein einfaches Schreiben an die Banken oder Sparkassen reicht nicht. Bei Fragen zum Thema nehmen Sie bitte gerne Kontakt zu uns auf.

 


Unternehmen finanzieren Investitionen oft aus eigenen Mitteln

10/2014 - Unternehmen finanzieren Investitionen zum großen Teil aus eigenen Mitteln. Dies ist das Resultat einer Umfrage der EBS Universität für Wirtschaft und Recht in Oestrich-Winkel und Expense Reduction Analysts unter 251 vor allem mittelständischen Unternehmen. Demnach wird ein Drittel des Finanzierungsbedarfs aus Gewinnen und Abschreibungen generiert. 22 Prozent des Finanzbedarfs kommt aus Geldern, die durch Kostenmanagementprogramme erwirtschaftet wurden. Nur 12 Prozent der benötigten Gelder werden über Bankkredite abgedeckt.


Der neue "Zehner" ist da - die besten Tipps zur Falschgelderkennung

10/2014 - Der neue "10 Euro-Schein" ist da. Die Banknote wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) in den Umlauf gebracht. Die "alten" Banknoten werden zwar jetzt nach und nach aus dem Verkehr gezogen, behalten aber weiter ihre Gültigkeit. Die neue Europa-Serie (seit Mai 2013 ist schon der Fünf-Euro-Schein auf dem Markt) hat ein moderneres Design als die alten Euro-Banknoten. Und: eine neue Beschichtung. Die Baumwolle ist mit einer zusätzlichen Lackierung versehen, die die Scheine noch haltbarer und noch fälschungssicherer macht. Aber wie erkenne ich eigentlich Falschgeld? Am besten wendet man das Prinzip "Sehen, Fühlen, Kippen" an. Erhält man einen Euro-Schein, sollte man ihn sich genau ansehen. Fälscher konzentrieren sich meist auf ein oder zwei Sicherheitsmerkmale. Deshalb macht es Sinn, mehrere Merkmale zu überprüfen. Im Gegenlicht sollte das Wasserzeichen zu sehen sein. Dies ist beim neuen Zehner, ebenso wie beim neuen Fünfer das Portrait der mythologischen Gestalt Europa. Beim "Fühlen" kann man sich z.B. auf das Relief der EZB-Abkürzungen konzentrieren, sie sind leicht erhaben (bei der neuen Serie sind es neun, bei der alten Serie fünf Abkürzungen). Schließlich sollte man feststellen, ob das Hologramm vorhanden ist, wenn man den Schein kippt. Auch dort taucht das Antlitz der Europa neben der Wertzahl und dem charakteristischen Bauwerk auf. Die neuen Scheine haben eine Smaragdzahl auf der Vorderseite. Beim "Kippen" wandert ein Lichtstreifen darüber, sie verändert ihre Farbe, je nach Blickwinkel, von smaragdgrün nach tiefblau. Wer sich unsicher ist, ob eine Banknote echt oder gefälscht ist, der sollte bei seiner Hausbank nachfragen. Wem eine falsche Banknote in die Hände kommt, muss umgehend die Polizei verständigen. Auf keinen Fall darf das Falschgeld weitergegeben werden. Wer dies tut, macht sich strafbar. Wichtig: Für Falschgeld gibt es keinen Ersatz.


Smartphone Nutzer verwenden lieber Apps als mobiles Browsing

10/2014 - Im Rahmen der Fachmesse dmexco 2014 veröffentlichte das Marktforschungsunternehmen GfK Daten zum Online-Verhalten deutscher Smartphone-Besitzer. Dabei zeigt sich, dass sie 85 Prozent ihrer gesamten mobilen Online-Zeit mit Apps verbringen. Lediglich 15 Prozent ihrer Zeit nutzen sie, um mobil via Internetbrowser zu surfen. Betrachtet man die Nutzungszeit, stellt man fest, dass sowohl bei Android- als auch bei iOS-Systemen die deutschen Smartphone-Nutzer folgende Anwendungen am liebsten verwenden:

  1. 1. Mail / Instant Messaging / Chat
  2. 2. News / Information
  3. 3. Foren / Networking / Dating
  4. 4. Spiele
  5. 5. Online-Video / Podcasts
  6. 6. Einkaufen / Auktionen

Im Durchschnitt entsperren deutsche Verbraucher ihre Smartphones 33 Mal am Tag. Im Monat nutzen sie dabei insgesamt 37 verschiedene Apps, besuchen 59 unterschiedliche Internetseiten und verbringen 244 Minuten mit Online-Spielen. Mehr als die Hälfte ihrer gesamten Internetzeit (59 Prozent) verbringen die Nutzer mit ihrem Smartphone. Lediglich 41 Prozent der Zeit surfen sie von ihrem Computer zu Hause. Personen, die ihr Smartphone sehr intensiv nutzen (die Top 25 Prozent), sind laut GfK-Analyse jünger als die Gesamtbevölkerung: Insgesamt 77 Prozent der Intensivnutzer sind zwischen 14 und 39 Jahren alt und in allen Einkommensgruppen vertreten.

 


Autos stehen im Schnitt 23 Stunden am Tag herum

09/2014 - Aus wirtschaftlicher Sicht sollte ein Investitionsgut wie das Auto möglichst rund um die Uhr im Einsatz sein, um den Anschaffungs- und Betriebskosten einen möglichst hohen Nutzen entgegenzustellen. Bei privaten Investitionsgütern wird das naturgemäß etwas anders gesehen. Dennoch: Dass Privatautos im Schnitt etwa 23 Stunden am Tag ungenutzt irgendwo geparkt sind, ist bemerkenswert und sollte zum Nachdenken anregen: Die Leerlauf-Zeiten könnten durch Car Sharing Angebote genutzt werden und bieten mit geschickter Organisation individuelle Mobilität für alle Nutzer. Dies ist eines von vielen interessanten Ergebnissen, die die Experten von Roland Berger Strategy Consultants in ihrer Studie "Shared Mobility - Wie neue Geschäftsmodelle die Spielregeln für den Personenverkehr ändern" herausgefunden haben.

 


Für jeden dritten Deutschen kommt Schwarzarbeit infrage

09/2014 - Ob Maler, Fliesenleger oder Gärtner - Handwerksleistungen sind nicht günstig. Fast jeder dritte Deutsche (33 Prozent) kann sich daher vorstellen, Aufträge schwarz zu vergeben. Das zeigt eine repräsentative Studie von immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale.

Immerhin - die meisten fühlen sich nicht ganz wohl dabei, Dienstleistungen am Staat vorbei zu bezahlen: 22 Prozent der Befragten sehen sich aber aus finanzieller Not gezwungen, Aufträge schwarz zu vergeben. Für weitere 11 Prozent ist Schwarzarbeit nur ein Kavaliersdelikt. Sie sehen nicht ein, unnötig viel Geld hinzulegen und drücken bei der Auftragsvergabe beide Augen zu.

Verlass ist hingegen auf die deutschen Staatsbediensteten: Die große Mehrheit von ihnen achtet darauf, dass ihr Auftragnehmer Steuern und Sozialabgaben korrekt abführt. Nur 4 Prozent der Beamten haben keine moralischen Bedenken, wenn sie Arbeiten schwarz vergeben - allerdings sehen sich weitere 17 Prozent von ihnen finanziell dazu gezwungen.

Ob Schwarzarbeit als unmoralisch abgelehnt wird oder nicht, ist auch vom Einkommen abhängig. Vor allem Geringverdiener sehen sich in der Zwickmühle: 38 Prozent geben an, die günstige aber illegale Variante zu bevorzugen - bei den Besserverdienern sind es hingegen nur 25 Prozent.


BdSt fordert: Kalte Progression jetzt abbauen!

09/2014 - Die Steuereinnahmen brechen weiter alle Rekorde. Allein Im Juli verzeichneten die Haushalte von Bund und Ländern einen Zuwachs von knapp 1,5 Milliarden auf 45,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresmonat. Deshalb fordert der Bund der Steuerzahler die Politik auf, die Steuerzahler endlich zu entlasten. Denn die Ertragslage für den Fiskus sei hervorragend wie nie, so der BdSt in einer Pressemitteilung. Auch die Einnahmen aus der kalten Progression tragen zu den hohen Einnahmen bei. Die Koalition müsse nun ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einlösen: Es dürfe keine Steuererhöhungen geben. Dies gelte auch für heimliche Steuererhöhungen durch den Effekt der kalten Progression.

Um diese Dringlichkeit zu untermauern, hat der Bund der Steuerzahler der Politik inzwischen einen konkreten Gesetzentwurf zur dauerhaften Beseitigung der kalten Progression vorgelegt. Der Vorschlag führe zu einer Entlastung der Bürger und Betriebe in Höhe von insgesamt rund acht Milliarden Euro bereits im kommenden Jahr, so der BdST weiter.

"Wenn es Bundestag und Bundesrat ernst meinen, sind die Steuerzahler ab 1. Januar 2015 die ungerechte kalte Progression los. Mit unserem Gesetzesvorschlag ist der Weg frei für einen Reformherbst 2014", betont der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel.

 


Wann Urlauber Anspruch auf eine Preisminderung haben

08/2014 - Für manche Reisende endet der erhoffte Traumurlaub mit einem bösen Erwachen: Das beschauliche Familienhotel stellt sich als Bettenburg an der Schnellstraße heraus und den versprochenen Meerblick genießen allenfalls die Möwen. Wer sein Recht kennt, ist im Vorteil - denn es gibt Geld zurück.

Grundsätzlich kommt es darauf an, wie stichhaltig die Beschwerde ist. War eine Badewanne versprochen und es gibt nur eine Dusche, ist der Mangel offensichtlich. Schwieriger liegt der Fall bei Lärm. Ob die Geräuschkulisse den Urlaub gravierend beeinträchtigt oder zumutbar ist, liegt nicht nur im Ermessen des Urlaubers. Juristen sprechen daher nicht von einem Mangel, sondern von einem Fehler. Steigt der Lärm erkennbar über die normale und erwartbare Geräuschkulisse, sollten Urlauber dennoch eine nachträgliche Minderung der Hotelkosten fordern.

Gute Aussichten bestehen beispielsweise, wenn im Hotel geräuschintensive Arbeiten verrichtet werden oder in unmittelbarer Nähe eine Baustelle für einen ständigen Lärmpegel sorgt. Wichtig ist, sich direkt vor Ort bei der Reiseleitung schriftlich zu beschweren, am besten mit Fotos und Lärmprotokoll. Da Baustellen und handwerkliche Arbeiten oft nicht lange dauern, fällt es sonst später schwer, den Fehler nachzuweisen. Die fälligen Minderungen sind teilweise erheblich: Bei ganztägigem Baulärm mit Staubentwicklung wird üblicherweise die Hälfte der Kosten pro Tag erstattet. Wenn gleich mehrere Baustellen auf verschiedenen Seiten des Hotels für Krach sorgen, werden sogar knapp zwei Drittel des Tagespreises zurückgezahlt. Es sei denn, der Veranstalter hat vor der Reise auf die Baustellen hingewiesen.

Nächtlicher Discolärm lässt sich dagegen nicht immer beanstanden. Nur wer erwiesenermaßen ein Hotel in ruhiger Lage gebucht hat, darf mit einer nachträglichen Minderung um bis zu zwanzig Prozent rechnen. Noch weniger darf man erwarten, wenn Veranstaltungen im Hotel die Nachtruhe stören. Hier sind Erstattungen von fünf Prozent des Tagespreises üblich. Keinerlei Aussicht auf Erfolg haben Beschwerden über Umweltgeräusche wie etwa das Krähen eines Hahnes, ein klingelndes Handy bei Tisch oder tobende Kinder.

Genauso verhält es sich mit anderen vermeintlichen Reisemängeln, die Gerichte oft lediglich als zumutbare Unannehmlichkeiten werten. Beispielsweise gilt es als legitim, bis zu einer halben Stunde am Buffet anzustehen. Nur wenn diese Zeitspanne überschritten wird, besteht die Aussicht auf eine erfolgreiche Beschwerde. Selbst wenn Gegenstände fehlen oder nicht in ausreichender Anzahl vorhanden sind, stellt das nicht automatisch ein Mangel dar. So können Gäste nicht beanspruchen, dass jederzeit ein Liegestuhl oder Sonnenschirm verfügbar ist. Über allem steht das Prinzip: Nur der offenkundige Mangel wird erstattet. Das subjektive Leiden des Urlaubers spielt keine Rolle.


Deutsche sparen trotz Zinstief - aber nicht genug

08/2014 - Die Deutschen werden ihren selbst gesteckten Sparansprüchen nicht gerecht. Im Schnitt fehlen den Bundesbürgern mehr als ein Drittel ihres Sparbetrages, um ihrem Sparziel gerecht zu werden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von TNS-Infratest im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zum Sparverhalten der Bundesbürger. "Auch wenn sie ihre individuellen Sparziele nicht erreichen, Sparmuffel sind die Deutschen deshalb nicht. Ganz im Gegenteil: Der Großteil der Bundesbürger weiß um die hohe Bedeutung der privaten Altersvorsorge", erläutert Dr. Andreas Martin, Vorstandsmitglied des BVR.

Der Umfrage zufolge lag der maximal mögliche monatliche Sparbetrag der befragten Bundesbürger, also der Teil des verfügbaren Einkommens, der nicht unmittelbar für Konsumausgaben verwendet wird, bei durchschnittlich 203 Euro. Tatsächlich sparten die Bundesbürger im Schnitt 194 Euro. Ihr aktuelles Sparpotenzial erfüllten die Bundesbürger damit zu über 90 Prozent. Zur Erfüllung ihrer Ziele bräuchten die Bundesbürger jedoch nach eigener Meinung im Durchschnitt 265 Euro. Die Differenz zwischen Sparwunsch und dem tatsächlich zurückgelegten Geld weist eine Sparlücke von 71 Euro im Monat auf.

Zum 1. Juli 2014 wurden die strengen EU-Richtlinien zum Roaming im Interesse der Verbraucher nochmals angepasst. Die Abschaffung der Roaminggebühren innerhalb der EU ist zum 15. Dezember 2015 geplant. Bis dahin gibt es neben den beschriebenen Tarifvarianten weitere Möglichkeiten, hohe Kosten im Ausland zu vermeiden. Bei einigen Anbietern können Inklusivminuten auch im Ausland genutzt werden. Wer den Überblick über die Kosten behalten will, schreibt lieber SMS statt zu telefonieren. Bei längeren Aufenthalten lohnt sich nach wie vor eine Prepaidkarte eines lokalen Anbieters. Nutzer, die im Urlaub mobil surfen, sollten automatische Updates deaktivieren und möglichst WLAN-Hotspots nutzen. Aber Vorsicht: Der Datenschutz für sensible Informationen wie Kreditkartennummern ist über Hotspots nicht immer gewährleistet.

 


Steuermoral der Deutschen ist gut

08/2014 - Die Deutschen haben ein sehr gespanntes Verhältnis zu ihrem Steuersystem – aber sie halten es für wichtig, die Steuergesetze einzuhalten. Mit diesen zunächst scheinbar widersprüchlichen Aussagen lässt sich eine repräsentative Studie zur Steuermentalität und Steuermoral zusammenfassen, die der Bund der Steuerzahler NRW im Frühjahr 2014 bei der Forschungsstelle für empirische Sozialökonomik in Köln in Auftrag gegeben hat. Die Steuermoral in Deutschland ist danach so gut wie nie. Die Bürger stehen sehr verantwortungsvoll zu ihrer Steuerpflicht, obwohl sie ihre persönliche Steuer- und Abgabenbelastung als zu hoch empfinden. Die Steuermentalität hat sich seit der letzten Erhebung vor sechs Jahren allerdings verschlechtert. Unter Steuermentalität versteht man die grundsätzliche Einstellung der Bürger zum Steuersystem, zur Steuergerechtigkeit und zu ihrer individuellen Steuerlast. Die Ergebnisse zeigen, dass die Politik dringend jetzt handeln und die Erwartungen der Steuerzahler nach mehr Fairness erfüllen muss. Zusammen mit der derzeit hohen Steuermoral könnte dies die Steuermentalität wieder verbessern. Umgekehrt ist die Gefahr hoch, dass die Steuermoral wieder sinkt, wenn die Politik die Erwartungen der Bürger weiterhin ignoriert.


Deutschland bleibt Reiseziel Nummer Eins

07/2014 - Auch 2014 wird Deutschland das – mit Abstand – beliebteste Reiseziel der Bundesbürger bleiben. Trotz Sonnengarantie in Spanien oder Griechenland, Traumstränden in der Türkei oder Kroatien, Exotik in der Südsee oder Asien, plant mehr als jeder Vierte seinen Urlaub im eigenen Land. Das ist ein Ergenbis der Tourismusanalyse 2014 der Stiftung für Zukunftsfragen. Fast die Hälfte der Ruheständler und deutlich mehr Ost- als Westdeutsche wollen hierbei ihre Ferien im Inland verbringen. Allerdings scheint der vorläufige Höhepunkt erreicht und die große Steigerungsrate ist vorbei. Eine Stagnation auf hohem Niveau zeichnet sich ab.

Bei den europäischen Zielen wird sich die Vorherrschaft Spaniens fortsetzen und kann sogar ausgebaut werden. Fast jeder Zehnte ist sich schon jetzt sicher, die Strände und Städte dort zu besuchen. Aber auch Italien steht vor einem Comeback und darf auf Zuwächse hoffen. Etwas zurückhaltender ist dagegen derzeit die Situation für die türkischen Feriendestinationen – hier haben die negativen medialen Berichterstattungen in den vergangenen Monaten für Unsicherheit gesorgt. Dieses kann und wird sich aber im Laufe des Jahres wieder ändern und die Türkei wird ihren Platz im Spitzentrio verteidigen können. Konstante Gästezahlen dürfen auch Frankreich, Skandinavien und Österreich erwarten. Zuwächse können 2014 den griechischen Ferienzielen in Aussicht gestellt werden: Langsam aber sicher werden die deutschen Touristen zu einem ihrer liebsten Reiseziele zurückkehren.


Handynutzung im Ausland

07/2014 - Nutzer, die im Ausland telefonieren und surfen wollen, sollten vor der Abreise unbedingt die voreingestellten Tarifoptionen ihres Mobilfunkanbieters prüfen. Je nach Nutzungsverhalten sparen Verbraucher, die im EU-Ausland mobil surfen wollen, mit Datenpaketen bis zu 95 Prozent. Mit dem voreingestellten Tarif zahlen sie außerhalb der EU beim Telefonieren beispielsweise 34 Prozent weniger. Zu diesem Ergebnis kommt eine CHECK24-Analyse der Roamingtarife der vier Netzbetreiber sowie der beiden Alternativanbieter klarmobil und simyo. Unterschieden wurde dabei zwischen Preisen innerhalb und außerhalb der EU.

Zum 1. Juli 2014 wurden die strengen EU-Richtlinien zum Roaming im Interesse der Verbraucher nochmals angepasst. Die Abschaffung der Roaminggebühren innerhalb der EU ist zum 15. Dezember 2015 geplant. Bis dahin gibt es neben den beschriebenen Tarifvarianten weitere Möglichkeiten, hohe Kosten im Ausland zu vermeiden. Bei einigen Anbietern können Inklusivminuten auch im Ausland genutzt werden. Wer den Überblick über die Kosten behalten will, schreibt lieber SMS statt zu telefonieren. Bei längeren Aufenthalten lohnt sich nach wie vor eine Prepaidkarte eines lokalen Anbieters. Nutzer, die im Urlaub mobil surfen, sollten automatische Updates deaktivieren und möglichst WLAN-Hotspots nutzen. Aber Vorsicht: Der Datenschutz für sensible Informationen wie Kreditkartennummern ist über Hotspots nicht immer gewährleistet.

 


Vermögen der Deutschen wächst weiter

07/2014 - Über zehn Billionen Euro beträgt inzwischen das Geld- und Immobilienvermögen der privaten Haushalte in Deutschland, teilt der Bundesverband deutscher Banken mit. Das gesamte Geldvermögen umfasse danach 5,1 Billionen Euro. Den größten Teil (40 Prozent) halten die Deutschen davon traditionell auf Giro-, Spar- und Festgeldkonten oder als Bargeld und setzen damit vor allem auf Sicherheit. Rund 30 Prozent stellen Ansprüche gegenüber Versicherungen dar. Nur sechs Prozent des Geldvermögens sind in Aktien investiert, immerhin neun Prozent in Investmentfonds.Im Vergleich zur Höhe des Vermögens sind die Verbindlichkeiten der privaten Haushalte mit 1,6 Billionen Euro verhältnismäßig niedrig. Zieht man die Kreditschulden vom Geld- und Immobilienvermögen ab, so verbleibt den Deutschen ein beachtliches „Nettovermögen“ von gut neun Billionen Euro. Weiteres Sachvermögen wie PKWs, Wohnungseinrichtungen, private Kunstsammlungen und Schmuck sind hierbei noch nicht erfasst.


Zahlungsmoral immer besser

06/2014 - Die Zahlungsmoral von Unternehmen und Verbrauchern wird immer besser. In der Halbjahresumfrage des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) berichten 77 Prozent der Inkassounternehmen, dass Rechnungen jetzt genauso gut oder besser als vor sechs Monaten bezahlt werden. Trotzdem beobachten die Inkassounternehmen - so eine Pressemitteilung des BDIU - auch jetzt stockende Zahlungsprozesse bei Firmen im Verbrauchergeschäft. Danch berichten 41 Prozent in der Umfrage, dass Kunden von Onlinehändlern ihre Rechnungen schlecht begleichen. Weiterhin hätten viele Vermieter Schwierigkeiten mit der Zahlungsbereitschaft ihrer Mieter (41 Prozent der Inkassounternehmen melden das), und auch Energieversorger (40 Prozent), der Versandhandel (38 Prozent) sowie die Dienstleistungsbranche allgemein (38 Prozent) klagten über Kunden mit einem schlechten Zahlungsverhalten. Hauptgrund, warum private Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, sei Überschuldung. 79 Prozent der BDIU-Unternehmen sagten das.


Finanzierungssituation gut wie nie

06/2014 - Die deutschen Unternehmen sind finanzstark. Das ist eines der Ergebnisse der KFW Unternehmensbefragung 2014, die jetzt vorgestellt wurde. Die Finanzierungssituation deutscher Unternehmen hat sich in den zurückliegenden 12 Monaten danach sogar nochmals verbessert. Nur noch 18 % der Unternehmen berichten laut der Studie von gestiegenen Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme. Das seien vier Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Seit Beginn der Befragung im Jahr 2001 hätten noch nie so viele Unternehmen aller Größenklassen das Finanzierungsklima so positiv beurteilt wie derzeit. Trotz dieser erfreulichen Ergebnisse bleibe ein Problem bestehen: Kleine und junge Unternehmen haben laut Studie einen erschwerten Kreditzugang. 28 % der kleinen Unternehmen (weniger als 1 Million Euro Umsatz) meldeten Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme. Das sei viermal so häufig wie bei den größeren Unternehmen mit über 50 Millionen Euro Umsatz (7 %). Bei den jungen Unternehmen (bis sechs Jahre) berichteten 24 % von Schwierigkeiten. Zudem seien kleine und junge Unternehmen besonders von gravierenden Kreditrestriktionen wie höheren Sicherheitsforderungen und Kreditablehnungen betroffen.


Digitales Haushaltsbuch bei Deutschen nicht beliebt

06/2014 - Die Mehrheit der Deutschen führt nicht regelmäßig Buch über die eigenen Finanzen. 46 Prozent sagen, sie kommen auch ohne Haushaltsbuch und Budgetplanung aus. Weitere 17 Prozent halten eine Dokumentation ihrer Einnahmen und Ausgaben zwar für sinnvoll, setzen sie bisher aber nicht um - zum Beispiel aus Zeitgründen. Dies sind Ergebnisse einer Umfrage der CreditPlus Bank unter 2.000 Bundesbürgern. Dabei gibt es zahlreiche Werkzeuge, die Konsumenten die Kostenkontrolle erleichtern. Fast jede Bank und Sparkasse hat eine Software zur Finanzplanung im Angebot, entweder als Programm für den PC oder als Web-Service, zum Beispiel auch im Rahmen des Online Bankings. Daneben bieten viele unabhängige Anbieter Tools und kostenlose Excel-Vorlagen, mit denen Verbraucher ihre Einnahmen und Ausgaben im Blick behalten können. Und für die mobile Steuerung der Finanzen sind die App Stores prall gefüllt mit kleinen Gratishelfern für Smartphones und Tablets.


Deutsche vertrauen ihrer Bank

05/2014 - Trotz des Vertrauensverlustes, den die Bankenbranche insgesamt durch die Finanzkrise erlitten hat, ist die Zufriedenheit der Kunden mit der eigenen Bank groß. Während nur einer von zehn Bankkunden mit den Leistungen seiner Bank unzufrieden ist, zeigten sich 60 Prozent dagegen zufrieden, weitere 30 Prozent sogar sehr zufrieden. Wie die Ergebnisse einer aktuellen, repräsentativen Meinungsumfrage der GfK im Auftrag des Bankenverbandes weiter ergaben, äußern 36 Prozent der Befragten, ihr Vertrauen in die Bankenbranche habe angesichts der Finanzkrise stark gelitten. Lediglich acht Prozent sagen das jedoch mit Bezug auf das Kreditinstitut, bei dem sie selbst Kunde sind..


Zinstief hält an: Kreditverhalten der Deutschen vorbildlich

05/2014 - Die große Mehrheit der Deutschen geht verantwortungsbewusst mit ihren Finanzen um. Dies ist die zentrale Aussage des aktuellen SCHUFA Kredit-Kompass 2014, der jetzt in Berlin vorgestellt wurde. "Deutsche Verbraucher bedienen Kredite unverändert zuverlässig", erklärt Dr. Michael Freytag, Vorstandsvorsitzender der SCHUFA Holding AG. "Obwohl der Abschluss von Ratenkrediten innerhalb der letzten zehn Jahre um 47 Prozent angestiegen ist, liegt die Rückzahlungsquote weiterhin bei erfreulich hohen 97,5 Prozent", betont Freytag. Laut SCHUFA Kredit-Kompass haben deutsche Verbraucher 2013 rund 7,7 Millionen Kredite neu aufgenommen. Das sind 40.000 Kredite mehr als im Vorjahr. Erfreulich sei zudem, dass Verbraucher vor Abschluss eines Kredites zunehmend mehr Angebote einholten. So zeigen die SCHUFA-Daten: Verbraucher, zu denen die SCHUFA-Datenbank Kreditaktivität verzeichnet, stellten innerhalb der letzten zehn Jahre 33 Prozent mehr Anfragen vor Abschluss eines Kredits.


Fußball-WM: Arbeitszeiten flexibel gestalten

05/2014 - Am 12. Juni beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Viele Spiele beginnen dabei nach unserer Zeit erst nach 22 Uhr. Damit möglichst viele Deutsche alle Spiele sehen können, setzen sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und zahlreiche Gewerkschaften für flexible Arbeitszeiten ein. Auch der DGB-Vorsitzende Michael Sommer plädiert für flexible Arbeitszeiten: „Dort, wo es möglich ist, sollten die Arbeitszeiten flexibel gestaltet werden, damit die Kolleginnen und Kollegen im Schichtbetrieb die WM-Spiele gucken können. Ich denke, dass die meisten Arbeitgeber für diesen Wunsch der Beschäftigten Verständnis haben. Sie sollten sich mit den Betriebsräten zusammensetzen und gemeinsam nach Lösungen suchen.“ Mehrere Deutsche Großunternehmen haben bereits flexible Lösungen zur Fußball-WM angekündigt.


100-Tage Große Koalition

04/2014 - Seit 100 Tagen ist die Bundesregierung im Amt. Bei wichtigen Verbraucherthemen wie der Energiewende oder der gesetzlichen Krankenversicherung drohe sie bereits, Akzeptanz zu verspielen, so der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Eines der Großprojekte der Koalition sei die Energiewende. Die Unterstützung der Bürger stehe jedoch auf der Kippe. Nach Plänen von Bundesenergieminister Sigmar Gabriel solle die Industrie nicht wie versprochen stärker an den Kosten beteiligt werden, es könne sogar das Gegenteil eintreten und sich die EEG-Umlage um etwa 0,4 Cent pro Kilowattstunde erhöhen, so die vzbv. Bei der geplanten Umlage könne es sich demnach um eine unzulässige Sonderabgabe handeln, sodass mit einer Klagewelle gerechnet werden müsse. Holger Krawinkel: "Es kann nicht sein, dass die Verbraucher in Deutschland mit fast zehn Milliarden Euro im Jahr den weltweiten Durchbruch der Solarenergie finanzieren, von den Vorteilen der rasanten Kostensenkung aber nichts haben."

Nach Ansicht des Bundes der Steuerzahler (BdSt) lasse die große Koalition wichtige Korrekturen am Einkommensteuertarif, Pläne zum Abbau der kalten Progression sowie zur Steuervereinfachung vermissen. Vielmehr ruhten sich Union und SPD auf den äußerst guten Rahmenbedingungen aus und schnürten Ausgabenpakete, die auf den Schultern der Steuer- und Beitragszahler schwer lasten. Ein Beispiel sei die verfehlte Rentenpolitik. Insgesamt sei die geplante Neuverschuldung von 6,5 Milliarden Euro für dieses Jahr eine Täuschung: In Wirklichkeit blicke die Regierung auf ein Haushaltsloch von bis zu 8 Milliarden Euro. Denn im Haushalt schlummerten unspezifizierte Einsparvorgaben in Höhe von 1,5 Milliarden. Die Ministerien müssten nach dem Willen von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) diese Einsparungen im laufenden Jahr erbringen. BdSt-Präsident Reiner Holznagel: "Doch sie wissen noch nicht, Wo und Wie."

Auch im Gesundheitsbereich drohen Verbrauchern nach Aussage des vzbv steigende Kosten: Zwar solle der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung ab 2015 von 15,5 auf 14,6 Prozent sinken, aber zukünftige Mehrausgaben müssten die Versicherten selbst tragen. Der Arbeitgeberanteil solle bei 7,3 Prozent festgeschrieben werden. Das würde den Abschied von einem paritätisch finanzierten System bedeuten. Der vzbv fordert Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe auf, Verbraucher nicht übermäßig zu belasten. Der Verband schlägt eine Dynamisierung des Arbeitgeberbeitrags oder zumindest konkrete Belastungsgrenzen vor, die greifen, wenn die Kosten für Versicherte überproportional steigen.


Zinstief hält an: Magerkost für Sparer

04/2014 - Schon seit mehr als zwei Jahren liegt die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen deutlich unter zwei Prozent. Vor zehn Jahren war sie noch mehr als doppelt so hoch. Zwar ist auch die Inflationsrate auf unter ein Prozent gesunken. Doch lässt sich der Wert des Vermögens mit Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren aufgrund der niedrigen Zinsen kaum noch sichern. Wer sein Vermögen nicht nur erhalten, sondern langfristig auch erhöhen will, muss entscheiden, ob für ihn auch andere Anlageformen wie Aktien bzw. Aktienfonds in Frage kommen. Aktien bieten neben der Möglichkeit von Kursgewinnen oft attraktive Dividenden, die die Rendite der Aktienanlage erhöhen. Allerdings sind sie auch mit höheren Risiken als festverzinsliche Wertpapiere verbunden. Sehr sicherheitsorientierte Anleger müssen sich deshalb wohl noch länger mit mageren Sparzinsen zufriedengeben.


Umfrage: Deutsche finden Strafe für Uli Hoeneß gerecht

04/2014 - Die Deutschen stimmen dem Urteil gegen Uli Hoeneß mit großer Mehrheit zu. 82 Prozent halten die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe für richtig. Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Kommunikationsberatung Ketchum Pleon. 42 Prozent der Deutschen finden das Strafmaß von dreieinhalb Jahren angemessen. Dagegen hätten nur 14 Prozent ein milderes Urteil befürwortet. Immerhin vier von zehn hätten sich eine härtere Strafe gewünscht. Mit Blick auf den FC Bayern und seine Sponsoren urteilt die Bevölkerung wenig nachtragend: Mehr als sieben von zehn machen keinen oder nur einen kurzfristigen Image-Schaden für den Fußballverein und dessen Sponsoren aus. .


BdSt fordert Reform des Einkommensteuertarifs

03/2014 - Der Bund der Steuerzahler fordert, dass der Abbau der kalten Progression wieder auf die Tagesordnung der Bundesregierung kommt. "Der Bundesfinanzminister muss erneut die Initiative ergreifen, damit der Einkommensteuertarif reformiert wird. Denn wenn die Löhne steigen, werden die Steuerzahler durch den überproportionalen Zugriff des Fiskus massiv zur Kasse gebeten. Diese Ungerechtigkeit haben nun auch Vertreter der Gewerkschaften erkannt und fordern ebenfalls den Abbau der kalten Progression", betont der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel.

Abgesehen von erhöhten Grundfreibeträgen sei der Einkommensteuertarif zuletzt 2010 grundlegend reformiert worden. Von 2010 bis 2017 müssten nach Ansicht des BdSt die Löhne allein zum Inflationsausgleich um rund 13 Prozent steigen. Ohne Tarifkorrekturen führe dies – obwohl nur die Geldentwertung ausgeglichen würden - zu höheren Durchschnittssteuersätzen für die Einkommensteuerzahler und damit zu überproportional steigenden Steuerlasten. Nach Berechnungen des Deutschen Steuerzahlerinstituts würden die Steuerzahler allein in den Jahren 2014 bis 2017 mit insgesamt 55,8 Milliarden Euro durch den ungerechten Effekt der kalten Progression geschröpft.

Der Einkommensteuertarif sei danach so aufgebaut, dass der Steuersatz mit dem Einkommen steigt. Damit führten Lohnerhöhungen auch zu einer höheren Steuerbelastung. Dies gelte selbst dann, wenn mit der Lohnerhöhung nur die Inflation ausgeglichen werden solle. Ohne eine regelmäßige Korrektur des Steuertarifs rutschten die Steuerzahler so in immer höhere Steuersätze hinein. Der BdSt fordert daher eine nötige Anpassung an die Lebensverhältnisse. Präsident Holznagel: "Es muss einen `Tarif auf Rädern´ geben."



Glaubensbekenntnis am Bankschalter?

03/2014 - Die Kirche erhebt von ihren Mitgliedern Steuern auf Kapitalerträge – soweit diese unter Berücksichtigung des jährlichen Sparerpauschbetrags (801 € bei Einzelveranlagung/1602 € bei Zusammenveranlagung) einkommensteuerpflichtig sind. Bisher musste sie jedoch darauf vertrauen, dass kirchensteuerpflichtige Kapitalanleger diese Information in ihrer Einkommensteuererklärung angeben oder ihre Bank beauftragen, die Kirchensteuer bereits beim Kapitalertragsteuerabzug mit einzubehalten. Das ändert sich bald. Ab Januar 2015 müssen Banken die Kirchensteuer zusätzlich zur 25-prozentigen Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge einbehalten und direkt ans Finanzamt abführen. So sieht es eine Neuregelung des Einkommensteuergesetzes vor. Viele mögen sich jetzt fragen: sieht meine Bank jetzt ob ich evangelisch oder katholisch, oder überhaupt in der Kirche bin? Wie ist das mit dem Datenschutz?

Die Informationen über die Religionszugehörigkeit werden vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) verschlüsselt an die Banken weitergeleitet. Und: Man kann man beim BZSt einen Sperrvermerk setzen, damit diese für viele sensible Information innerhalb des vom Steuergeheimnis geschützten Bereichs bleibt. Die Banken erhalten dann keine Informationen über die Kirchenzugehörigkeit und nehmen keinen Kirchensteuerabzug vor. Somit ist das Verfahren datenschutzrechtlich unbedenklich. Das BZSt wird allerdings zu Kontrollzwecken diejenigen Steuerpflichtigen, die einen Sperrvermerk setzen lassen, an deren zuständige Finanzämter melden. Denn sie müssen dann ihre Kapitalerträge zum Zweck des Kirchensteuerabzugs in der Veranlagung angeben. Wer den Sperrvermerk setzen will, muss dies allerdings recht bald tun – bis zum 30. Juni 2014. Ein entsprechendes Formular kann auf der Internetseite des BZSt (www.bzst.de) heruntergeladen werden.


Wem die Deutschen vertrauen

03/2014 - Der GfK Verein hat eine internationale Studie zum Vertrauen in Berufe veröffentlicht. In 25 Ländern hat der GfK Verein Menschen gefragt, welchen Berufen sie vertrauen. Ganz oben stehen in 15 Ländern die Feuerwehrleute. Den geringsten Zuspruch erhalten in Deutschland und 22 weiteren Ländern die Politiker. Nur ihren Bürgermeister sehen viele Befragte offenbar mit anderen Augen, denn die Kommunalpolitiker schneiden deutlich besser ab.

Helfende Berufe genießen das Vertrauen der Menschen: Auf allen Kontinenten belegen laut der Studie „GfK Trust in Professions 2014“ Feuerwehrleute, Sanitäter, Pflegekräfte und Ärzte die vorderen Plätze. In Deutschland zählen im Vertrauensranking auch Piloten und Apotheker zur Spitzengruppe. Etliche Berufsgruppen, nach denen der GfK Verein gefragt hat, schneiden in den 25 Umfrageländern sehr unterschiedlich ab. Die größte Bandbreite besteht international bei Bankern: In Indien erreichen sie mit 88 Prozent den höchsten Vertrauenswert, den niedrigsten in Spanien mit 14 Prozent. Auch die Polizei wird in den einzelnen Ländern ganz unterschiedlich bewertet: Gut 81 Prozent der Deutschen vertrauen den Gesetzeshütern, in Russland sind es lediglich 50 Prozent und in Kenia gerade einmal 25 Prozent. Pfarrern und Geistlichen sprechen 61 Prozent der Deutschen ihr Vertrauen aus, während sie in Spanien mit etwas mehr als 28 Prozent hinter den Versicherungsvertretern liegen.

In Deutschland landen die Versicherungsvertreter mit 19 Prozent auf dem vorletzten Platz – und damit deutlich hinter den Bankern (39 Prozent), aber vier Prozentpunkte vor den Politikern. Die schlechte Platzierung der Volksvertreter verblüfft insofern, als dass Bürgermeister deutlich besser abschneiden: Ihrem führenden Kommunalpolitiker vertrauen immerhin knapp 55 Prozent der Deutschen.

Jeder vierte der in dieser Studie abgefragten Berufe erreicht in Deutschland nicht einmal die 50-Prozent-Marke. Dazu zählen beispielsweise TV-Moderatoren und Schauspieler. Auch die Profisportler bzw. -fußballer bekommen mit nur 39 Prozent eine eher schlechte Bewertung, ein ähnliches Vertrauensniveau erzielen die Journalisten mit 37 Prozent. Im oberen Mittelfeld liegen u.a. die Markt- und Meinungsforscher sowie Computer-/ Softwarespezialisten mit einem Vertrauenswert von 58%.


SEPA: Änderungen für Verbraucher

02/2014 - Am 1. Februar sollte ursprünglich der neue EU-Zahlungsverkehr SEPA starten. Die endgültige Umstellung wurde kürzlich zwar verschoben, Vereinfachungen für Verbraucher gibt es aber schon jetzt. Für Zahlungen im Inland genügt künftig die IBAN, die internationale Kontonummer, die im Wesentlichen die alte Bankleitzahl und Kontonummer enthält. Die Angabe des BIC, der internationalen Bankleitzahl, entfällt. Verbraucher dürfen bis zum 31. Januar 2016 zudem weiterhin die alten Kontoangaben verwenden. Sie werden von der Bank kostenfrei konvertiert.

Im Zuge der Umstellung warnt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) vor Betrügern. Bis spätestens Anfang August 2014 soll SEPA die bisherigen Verfahren endgültig ablösen. Verbraucher müssen selbst nicht aktiv werden. Sie erhalten von Unternehmen eine entsprechende Benachrichtigung über den Wechsel zu SEPA. Im Rahmen der Umstellung gab es jedoch bereits Betrugsversuche. „Verbraucher sollten misstrauisch sein, wenn sie von unbekannten Anbietern gebeten werden, neue Lastschriftmandate zu erteilen oder im Onlinebanking ihr Konto für SEPA freizuschalten“, sagt Frank-Christian Pauli, Referent Banken beim vzbv.

Auch wenn Unternehmen nun mehr Zeit für die Umstellung bleibt, sind Pannen nicht auszuschließen. Fehler bei der Umstellung der Kontoangaben aber auch Schwierigkeiten beim Einzug der neuen Lastschriften können Verbraucher treffen. Sie sollten deshalb in jedem Fall aufmerksam ihre Kontoauszüge prüfen.


Billigstromanbieter: Angelockt und abgezockt

02/2014 - Die preisgünstigsten Stromlieferanten knüpfen ihre Schnäppchentarife fast immer an unfaire Bedingungen. Wer nicht aufpasst, kann am Ende draufzahlen, berichtet die Stiftung Warentest in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test. Sie hat 49 Tarife von vier Firmen(-gruppen) untersucht, die in Preisvergleichsportalen am häufigsten vorne landen. Die Vertragsbedingungen von 47 Tarifen sind unfair.

Die Anbieter heißen zum Beispiel Immergrün, Idealenergie, Meisterstrom, EVD, Extraenergie oder Prioenergie. Vorkassetarife wie einst Teldafax und Flexstrom haben diese Marken zwar nicht mehr, dafür aber mitunter andere Tricks:

  • Paketpreise, die sehr teuer werden, wenn der Kunde mehr Strom verbraucht als im Vertrag vereinbart.
  • Anschlusszeiten, die Kunden lange binden, wenn sie nicht rechtzeitig kündigen.
  • Kurzlaufende Preisgarantien von weniger als zwölf Monaten, die kaum vor Kostenaufschlägen schützen.
  • Versprechen großzügiger Boni, die im Kleingedruckten wieder eingeschränkt werden.

Manche schließen Boni etwa für Kunden aus, die zuhause freiberuflich arbeiten. Andere verweigern den Bonus, wenn der Kunde zuvor bei einer anderen Marke desselben Unternehmens war. Teuer kann es auch werden, wenn es zu Problemen bei der Bezahlung kommt. Das Inkassobüro ist schnell alarmiert. Kein Wunder, denn hinter einigen Billigstromanbietern und Inkassofirmen stecken die gleichen Personen.


Konsumklima mit viel Schwung

02/2014 - Die Stimmung der deutschen Verbraucher startet überaus schwungvoll in das neue Jahr 2014. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung legen zum Teil deutlich zu. Für Februar prognostiziert der Gesamtindikator Konsumklima 8,2 Punkte nach revidiert 7,7 Punkten im Januar.

Die Bundesbürger sehen die deutsche Wirtschaft derzeit klar im Aufschwung. Dies belegt der fünfte Anstieg in Folge der Konjunkturerwartung. In deren Schlepptau klettern die Einkommensaussichten auf ein 13-Jahres-Hoch. Und auch die Anschaffungsneigung legt noch einmal zu und übertrifft ihr Sieben-Jahres-Hoch aus dem Vormonat. Der deutliche Anstieg des Konsumklimas wird auch durch ein neuerliches Abrutschen der Sparneigung gestützt.

Das sind die Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Deutschland für Januar 2014.


Frohes neues Jahr!

01/2014 - Das Team der Steuerberatungskanzlei Huesmann & Pfingstmann wünscht allen Mandanten, Kunden, Geschäftspartnern und Freunden Glück, Gesundheit und gute Geschäfte in 2014!

Die Moralaufreger 2013

01/2014 - Als Auftakt zur 2. Trendstudie zur Moral in Deutschland, die im Januar 2014 veröffentlicht wird, wurden die Deutschen im Auftrag von RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung nach den Moralaufregern des Jahres aus dem öffentlichen Bereich gefragt. Für die Deutschen liegt der Abhörskandal der NSA bei den Moralaufregern des Jahres weit vorne. Alleine auf diesen Skandal entfallen gut 31 Prozent der Stimmen. Befragte aus Großstädten empfinden die NSA-Affäre dabei schlimmer als Befragte in Kleinstädten. Auf Platz zwei der Moralaufreger folgt die Affäre um den Limburger Bischof. Hier ist der Stadt-Land Unterschied in der Beurteilung genau umgekehrt: Befragte in Kleinstädten beurteilen die Ausgaben beim Bau des neuen Amts- und Wohnsitzes des Limburger Bischofs schwerwiegender als Befragte in Großstädten. Die Hoeneß-Steueraffäre landet bei den Moralaufregern 2013 auf Platz drei und regte damit mehr Personen auf als die Euro-Krise, die trotz permanenter Medienberichterstattung nur Platz vier der Umfrage belegt. Der Pferdefleischskandal, bei dem im Februar Pferdefleisch unter anderem in Tiefkühl-Lasagne festgestellt wurde, ist für sieben Prozent der Befragten der Moralaufreger 2013 und damit auf Platz fünf.

Deutsche bei der gesetzlichen Rente ahnungslos

01/2014 - Die Rentenreform im Jahr 2005 und ihre Auswirkungen auf die Altersvorsorge ist an den Deutschen offenbar vollkommen vorbeigegangen. Bei einer repräsentativen Umfrage von Forsa im Rahmen des Anlegerbarometers von Union Investment wussten nur 16 Prozent der Befragten, dass die gesetzliche Rente im Alter versteuert werden muss, wenn sie heute in Rente gehen. Der Kenntnisstand steigt dabei leicht mit zunehmendem Alter der Befragten an. Bei den 20- bis 29-Jährigen wissen 8 Prozent über die steuerliche Behandlung der Rentenzahlung Bescheid, bei den 50- bis 59-Jährigen sind es 22 Prozent. Deutliche Wissensunterschiede gibt es auch in Abhängigkeit vom monatlichen Haushaltsnettoeinkommen. Liegt dies unter 2.300 Euro, wissen nur rund 4 Prozent, dass die Rente im Alter versteuert werden muss. Bei einem Verdienst von 2.300 bis 4.000 Euro liegt der Wert bei rund 15 Prozent, und bei einem Einkommen von mehr als 4.000 Euro kennt knapp jeder Dritte (32 Prozent) die gesetzliche Regelung. Große Unsicherheit besteht auch bezüglich der zukünftigen Rentenhöhe. Bei der Frage, wie viel Prozent des letzten Einkommens man später als gesetzliche Rente bekommt, geben 38 Prozent der Befragten eine Bandbereite von 30 bis 50 Prozent an. 11 Prozent erwarten eine staatliche Leistung von weniger als 30 Prozent, 43 Prozent rechnen mit mehr als 50 Prozent des Einkommens als Rente. Obwohl die Menschen die Höhe und die Steuerbelastung der gesetzlichen Rente nicht kennen, meinen 62 Prozent der Befragten, dass sie ausreichend für das Alter vorgesorgt haben. Nur 16 Prozent denken, dass ihre Anstrengungen nicht reichen.

Deutsche setzen bei Geldanlage auf Sicherheit

01/2014 - Die deutschen Anleger setzen nicht auf Risiko. Nur neun Prozent sind bereit, bei künftigen Geldanlagen ein höheres Risiko einzugehen, um gegebenenfalls auch eine höhere Rendite zu erzielen; 63 Prozent können sich dies „gar nicht“ vorstellen, weitere 28 Prozent „eher nicht“. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen GfK-Umfrage im Auftrag des Bankenverbandes. Die meisten Deutschen bevorzugen danach gerade Anlageprodukte wie Tagesgeld (35 Prozent) oder Festgeld (25 Prozent), die zwar sehr sicher sind, aufgrund des historischen Zinstiefs zurzeit jedoch meist nur sehr niedrige Zinsen abwerfen. Nur 18 Prozent der Anleger bevorzugen Aktien, die zwar risikoreicher, als langfristige Geldanlage aber im Durchschnitt auch deutlich renditestärker sind. Wer an der Börse investiert, entscheidet sich offenbar lieber für einen Investmentfonds (25 Prozent).